Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 49 (5.12.1843)
- Article
- Missions-Wesen und Unwesen
- Date
- 1843-12-05
- Page
- Spalte 777-778 (sequence 3)
- Language
- German
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777 Galiläer und Judäer. — Probe aus einer hebr. Synonymik. 778 Aber nicht fromm, nicht einmal ehrlich, handelte Galiläa an Judäa. Mit wahrhaft pfa'fsischem Uebermuthe suchte es dann Judäa zu unterdrücken und sich durch die Geheimlehre zu überheben. So finden wir im Talm. jerus. Horjot, Schluß des dritten Kapitels: p pNft , DUpf HUDb wpo , nbjp mirp -jiö'd -idn in 'hdüd dudd UD 'NT1 W') b^N HEnbüb “IDTTI NTI WN *’b "IDN nobon nmta docwi ibon* Talmud jerus. Berachot, K. 9 erzählt gar: H mm Nnnp )bNn NDbiv "DjPDb pbm — und Pesachim, K. 5. 2 .TUN ]DblN bN \rüV '") OJ *HN 'NbDL7 H 'b22b Nb .tun nobb NbL/ ^hidnd ho moa b(,N min OtyD), die Babylonier, nn \nw , 'omb Nbl 'Dl DWD “Hl hni. — Dies nur davon! Hätten die Galiläer immer diesen Grundsatz befolgt! wie so sehr dankbar wollten und könnten wir ihnen dann sein! — Das Resume, das sich aus diesem Allem ergiebt, ist in Kurzem Folgendes. Galiläer warm schon sehr früh, durch schlechte Nachbarschaft von allen Seiten, heidnischen Einflüssen zu sehr ausgesetzt, die auch auf ihren Charakter nicht vortheilhaft einwirkren.. Vom wahren Quell des Judenthums zu weit entlegen, von dem sie sich durch schlechte Sprache und Schule noch mehr entfernten, hatte nur der Unterricht Reiz für sie, der ibre Wundersucht nährte und ihrem Ehrgeiz schmeichelte, also eine Geheimlehre, mit der sie gegen die damit ganz unbekannten Judäer groß thun konnten. Hierzu kommen noch später politische Verhältnisse, die den schon im Judenthum begründeten geistigen Meschiach, bei den materiellen Galiläern immer mehr verdichteten, verkörperten, und — was konnte ihrem Ehrgeiz mehr schmeicheln — ihn aus ihrer Mitte als einen mit allen von dem Propheten verübten Wunder begabten Erlöser erwarten ließen. Obgleich sie sich ursprünglich solchen.als einen Ln Triumph einherziehenden König und Helden dachten, konnten sie doch eben so leicht, als die Umstände diese Ansicht nicht begünstigten, zum Extrem überspringen und passender — d. h. nach ihrer Weise — Biberstellen dazu finden. Wie leicht eine müssige, sinnliche Lebensweise solche Phantasie-Sprünge begünstigt, mag Folgendes beweisen. So hört man auch jetzt — nach neuen Reisebriefen — von den italienischen Banditen nicht selten folgende Vergleiche zwischen .sich und ihrem Heiland anstellen: „Jesus hatte in dieser Welt viel zu dulden, wir auch; wir müssen viel leiden. Er ward flüchtig, wir sind es auch; er wandelte begleitet von seinen Schülern, mit uns ziehen nackte Gesellen; er ging nackten Fußes, wir haben auch keine guten Schuhe; er besaß nur eine Tunika und ein Gewand, wir haben nichts als Rock und Mantel; er litt Hunger und Durst, davon können auch wir erzählen; er fastete vierzig Tage lang in der Wüste, wir fasten beinahe jeden Tag; er ward vom Teufel versucht, der ihn auf einen Berg führte, uns versucht der Teufel zu jeder Stunde und führt uns auf Höhen, daß wir den Wanderern auflauern; Jesus ward gehaßt und von der Welt verstoßen, die Welt haßt uns cuuch, verstoßt uns auch; Jesus ward gefangen, daß wird uns auch geschehen; sie peitschten ihn mir Ruthen, uns steht die Bastonade bevor; man hing ihn zwischen zwei Schächern, uns wird gleiche Gesellschaft nicht fehlen; er stieg zur Hölle nieder, wir werden auch hinabsteigen" rc. Möge, statt solcher Vergleiche, der, diese Einleitung und dann das Testament lesende Chasid, lieber die zwischen sich und den Galiläern anstellen, und daraus lernen, die galilaLschen Jrrthümer zu meiden: dann wäre mein Zweck vollkommen erreicht. E. I. E. (Ende der ersten Abtheilung.) Kränklichkeit des Vers, und eine dadurch dringend nvthwendig gewordene Badereise dürste die Fortsetzung dieses Aufsatzes, von welcher die zweite Abtheil. Philo, Josephus und soweit wie thunlich, die Kirchenväter, — namentlich Judenchristen — die dritte aber, die Evangelien behandeln soll, für einige Zeit verzögern. Probe aus einer nächstens zu erscheinenden hebräischen Synonymik. (Fortsetzung.) e) DDF) in seiner eig. Bdtng. vollständig, vollkommen sein in allen Theilen (s. Nr. 135 lit. c.) und in der entlehnten Bdtng. des Zugrundegehens: völlig enden, schließt das Ueberbleiben eines jeden, ansehnlich oder auch unansehnlich, aber durch Kraftäußerung sich bemerkbar mach enden Theils aus (größtentheils vom Untergänge einer Menge gebraucht) als: DDTO pnb Dni (Lev. 26, 20) wenn auch euere Kräfte alle ihr verschwendet, arbeitet bis ganz entkräftet ihr niedersinkt — umsonst! ihr richtet nichts aus, denn Himmel und Erde versagen ihren Segen euch. QiymN "D1DD QJPW nnn ba Dh ly nw (Nmn. 32, 13) er jagte sie vierzig Jahre lang in der Wüste herum, bis diese entartete Generation völlig zu Ende, keiner derselben mehr übrig war. (si Rum. 14, 29. 30. Dt. 1, 35.) Vgl. ibid. 14, 35. Dtr. 2, 14. Jeh. 5, 6. DDH mn ob übu l'O'l''' Dnbn VW (Jeh. 8, 24) als sie auf dem Felde mit dem Tödten fertig waren, indem alle Feinde daselbst durch des Schwertes Schärfe gefallen, und es dort also Nichts mehr zu thun gab, kehrten sie nach ber Stadt zurück. NND nbni HDD OfDnb ' * * DH"ltym DDn (Jeh. 10, 20) nachdem sie denselben eine große Niederlage hergebracht hatten, daß diese ganz zu Grunde gerichtet wurden, indem nur Einzelne entkommen und in festen Städten flüchten konnten. (Wem der Beisatz 'HWl