Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 47 (21.11.1843)
- Article
- Probe aus einer nächstens zu erscheinenden hebräischen Synonymik
- Date
- 1843-11-21
- Page
- Spalte 739-740 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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739 Probe aus einer hebräischen Synonimik. 740 erlitten, wie lange noch soll dies Unheil währen? willst nicht eher du abstehen, bis du erfährst, daß noch Unzählige von uns weggerafft worden und zu einem kleinen unansehnlichen Häuflein Egypten zusammengeschmolzen?' *' 18 * ’'PH/Jin * * US (Num. 21, 29) wehe dir? du gehest völlig unter, verschwindest von der Völkerbühne, ohne irgend eine kenntliche Spur deiner ehemaligen Größe und Erhabenheit zurück zu lassen, indem Söhne und Töchter dir in weite Ferne wandern.müssen! (also wohl ein Ueberrest, aber unansehnlich, weil nach verschiedenen Seiten hin er zerstreut ist.) vgll Ier. 48, 26. »TOT nnNff frütfl '' * (Ier. 40, 15) mit deinem Tode zerstreuet auch dies kleine Häuflein sich, und so verschwindet auch dieser Ueberrest Zehuda's .— zersplittert nämlich in kleine Theile, daß nicht bemerkbar er mehr ist. pNH (Ier. 9, 11) das Land geht zu Grunde, wird unbedeutend und unansehnlich, indem seiner schönsten Plätze und Städte, seiner Einwohner, seiner Lebhaftigkeit es verlustig wird, vgl. ibid. 48, 8; Ez. 26, 17. b) rfe in seiner eig. Bdtung: Etwas fertig machen, vollenden, fertig werden (s. Nr. 136 lit. d -) dah. aufhören zu arbeiten, thätig und wirksam zu sein, dav. nun die entlehnte Bdtung des Augrundegehens, nämlich alles frühere Leben und Regen verlieren, bezeichnet daher vorzüglich das Untergehen der bisher sich äußernden Thatkräfte, und negirt nur das Ueberbleiben eines solchen Theiles, der durch fernere Kraftäußerung sich bemerkbar machte, als: Tip TOD IPypi * *" 1N&£>) (Ies. 21, 16) Kedars Herrlichkeit gehet zu Grunde, nur sehr gering wird seiner Streitbaren Ueberrest sein — also wohl ein Rest, aber nur fürs Auge, kraft- und thatlos hingegen, zur Herstellung der alten Herrlichkeit nicht vermögend, pfei oto mrn my fe my!?boi rr .to "i (Ies. 31, 3.) wehe euch! die auf Menschenhilfe ihr euch stützt (V. r, was vermag diese ohne des allmächtigen Willen? — Neigt seine Hand misbilligend er, wankt der Helfer, fällt der Hilfsbedürftige — vergehen allesammt, unvermögend mehr sich oder Andern zu helfen, vergl. Ez. 13, 14. ni^jr ♦ DD8 ijnn * orte 3“in3 npw mi pi> ntyyj Dip’ ’D “131 (Ier. 44, 26) weil den Entschluß ihr gefaßt und denselben öffentlich aussprecht, trotz meinem Verbote noch fernerhin Götzen anzubeten, so werde ich eifrigst auf euren Untergang trachten, mit Schwert und Hungersnoth hinter euch her sein, bis ihr zu Grunde gegangen (wo aber ausdrücklich ein Ueberrest versprochen wird, aber aus kraft- und muthlosen Entronnenen bestehend); dann wird euere Macht und Stärke sich offenbaren, alle Welt anerkennen, was ich vermag und was ihr. fei (Ps. 71, 13.) mögen meine Feinde zu Grunde gehen, aller Kraft mir ferner zu 2) Die Etymologie dieser so wie der nächstfolgenden Rad. konnten hier, um Weitläufigkeit und große Abschweifungen zu vermeiden, nicht gegeben werden, und sind diese in Nr. 135, wo diese in ihrer eig. Bdtung des Vollendes, Versertigens mir and. Synon. wiederkommen, zu finden. schaden, verlustig werden. Vgl. Ief. 1, 28. ppm DnDIT *]DfrO feil N " D'fe''' (Ps. 90, 7) wir vergehen vor deinem Zorne — zürnst du uns, so sind schwache, nichtvermögende Sterbliche wir, da nur von deinem Wohlwollen wir erhalten werden, nur dies Kraft und Leben uns gibt, dein Zorn uns dessen beraubt, also kraft- und hilflos macht. Nur wenn '3 in dieser Bdtung aufgefaßt werden kann (was nach uns. Erklärung allerdings), giebt der Vers einen richtigen Sinn; nimmt man es aber wie gew. für zu Grunde gehen, vergehen, so wäre es ja härter als das nachfolgende Hemistichium, was wider die allgem» Regeln der Poesie verstößt, wo der Ausdruck immer steigt, nicht fällt; und ist diese Regel auch im Hebr. nicht permanent, finden sich im Gegentheil viele Abweichungen von derselben (s. Vorrede), so ist dies hier aber keineswegs anwendbar, denn da. das Hauptw. des zweiten Hemist. härter als das Hauptw. des erstenist (iTOiT"F)N s. Nr. 35 lit. b und d) so muß es auch sein Hauptw. sein. Was pfe heißt ist bekannt, schreckhaft zusammenfahren, Geist und Besinnung verlieren, wenn dies nun härter und mehrsagend als '2 sein soll, so kann '3 hier keine andere als die ihm von uns vindicirte Bdtng haben. So in der Phrase mV, E^r, ifepfe <Ps. 73, 26. 142, 7 u. a. m.) vom heftigen und langen Sehnen nach einem Gute, wo die Seele vergehet, muth- und kraftlos wird vor Kummer, so lange und am Ende vielleicht gar vergeblich warten zu müssen; ebenso pppfe (Ier. 14, 6. Thr. 41, 1 u. a. m.) die Augen verderben, verlieren ihre Sehkraft vom langen Sehen, Sehnen und Weinen nach Einern Gute.. Da aber das Schwinden der Kräfte eines Gegenstandes oft das völlige Schwinden desselben znr Folge hat, so heißt '3 zuweilen auch ganz aufhören (seil. rV)fe)/ aus dem Reiche des Daseins völlig verschwinden, als: NEH rfe (Ies. 15, 6) das Gras hört auf («ei!, zu sein), poet. kein Grünes ist mehr, fe Gnu ipo *»"> nzfe D'JJEn ■fej ]t^y2 Ps. 37, 20) Frevler verschwinden (gehen zu Grunde), vergehen wie der Lämmer Fcrtstücke, die in Rauch sich aufiösen, in 'Rauch dahingehen. ‘JIEG nfes (Ps. 5. 11) vom Schwinden und .starkem Abnehmen des Fleisches durch übermäßige Ausschweifungen u. dergl.;vgl. Job. 33,21. isn nnm rcN1» r6« nctw» (Job. 4,9, hauchr Gott sie nur an, sie verschwinden; zürnt er ihnen, so haben sie ausgelebt. Richtiger scheint es uns aber ^3 hier vom Aufhören einer Handlung, und mir dem folgenden Verse verbunden, zu nehmen. Sieh Wolfssohn z. d. St. fe fty rfe * *' sb * * p (Job. 7, 9) wie mit dem Weichen der Wolke auch ihr Sein aufhört, so des zur Gruftfahrenden, er kehrt, kommt nie wieder zurück! (Beschluß folgt.)