Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 4 (1843)
- Issue
- Heft 47 (21.11.1843)
- Article
- Hamburg : Wochenbericht [Nachricht]
- Date
- 1843-11-21
- Page
- Seite 369 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Vierter Jahrgang Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen Löbl. Postämtern unallen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für Mische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. M. 41 Leipzig, den 21. November 1843. Deutschland. Hamburg. Wochenbericht. Berlin. Dr. Kley's Verdienste um den Hamb. Tempel. Aus dem H anno ver-schen. Nekrolog des Advokaten S. Ph. Gans. Berlin. Die Juden im Befreiungskrige. Aus dem Nassa urschen. B. Auerbach über die Stellung der Juden im Herzogtl). Nassau. Berlin. Das Rabbinat. — Ungarn. S t. Ni ko lau. Die ©mancipatio« in Ungarn.. — Lichtu. Schattenbilder aus d. jüd. Geschichte der Vergangen!), u. Gegenwart. Das Jüdisch- Schreiben in unserer Zeit. — Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter. >— LB. des Or. Deutschland. Hermbrrvg, 6. Nvbr. ^WB. vom 29. Oktbr — 5. Nvbr.) Während das Studium der orientalischen Sprachen, das der hebräischen nicht ausgenommen, in Hamburg immer spärlicher betrieben zu werden anfängt, finden jüdische Homiletik und Polemik, freilich im Gewände deutscher Sprache auftretend, hier fort und fort einen fruchtbaren Boden. Es ist indessen nicht meine 'Absicht, Sie von den polemischen Diskussionen zu unterhalten , welche bis vor etwa 14 Tagen in den Wöch. Gem. Nachrichten und in den übrigen Hamb. Lokalblättern über die Judenfrage stattfanden und in dem erstgenannten Tageblatte erst seit dieser Zeit durch ein sic Yolo, sic jubeo des Redakteurs unterbrochen wurden: eben so wenig will ich hier die bei dieser Gelegenheit herausgekommenen Broschüre charakterisiren, unter welchen noch eine eben so gemeine als schmähsichtige des hinlänglich bekannten Advokaten Witt in Altona als Nachzügler oder, wenn Sie lieber wollen, als Marodeur auf dem Schlachtfelde erschienen ist: ich ziehe es vor, die Aufmerksamkeit Ihrer Leser aus einige neue aus dem Schooße des Tempelvereins hervorgegangene Produktionen zu lenken, welche gewiß bald auch in Ihrem Literaturblatte werden besprochen werden. Als schon ausgegeben erwähne ich zuerst: Bruno Bauer und seine gehaltlose Kritik über die Judenfrage von Dr. Gotthold Salomon. Mit dem Motto aus Rosenkranz: Die Jugend ist aus umgekehrten Gründen als das Alter kritiklustig; sie will eine Zukunft, dasAlter ein e V ergang enher't schützen. Hamburg, Pertbes-Besser und Mauke VI. und 143 S. 8. Die Vorrede ist vom 19. Oktober, als dem Tage nach der 25jahrigen Amtsjubelfeier des Vers, datirt, in derselben Woche war der Druck des letzten Bogens vollendetworden. Wenn nun auch Dr. Gustav Philippsohn, Dr. Samuel Hirsch, Dr. Abrah. Geiger, Dr. Ri eher und H. Jellinek bereits früher manchen schätzbaren Beitrag zur Bekämpfung B. Bauer's geliefert haben, so konnten sie doch theils B. Bauers Nachtrag in den 21 Bogen aus der Schweiz und die Broschüre seines jämmerlichen Nachtreters Ghillany noch nicht berücksichtigen, theils verfolgten sie nicht, gleich unserm Dr. Salomon, vorzugsweise einen populären Zweck. Jedenfalls gebührt dem Letztem das Verdienst, die hochwichtige Angelegenheit dem mit den Formelkram der junghegel'schen Schule unbekannten Tbeile des Publikums naher gebracht zu haben. — Die am 17. Oktbr. Abends von Herrn Dr. Frankfurter und die am 18. Morgens von Dr. Salomon im Tempel gehaltenen Festpredigten werden in diesen Tagen zusammen in einem besondern Abdrucke erscheinen. — In kurzer Zeit wird auch die Geschichte des Hamb. Israel. Tempelvereins in den ersten 25 Jahren feines Bestehens, von Dr. Salomon verfaßt, ans Licht treten. — Auch Herr Dr. Kley, der erst kürzlich durch seine „Morgengabe" (Grünberg b. Levysohn) der jüd. Jugend und ihren Lehrern ein erfreuliches Geschenk ge- 47