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Der Orient · 1843-11-14 · 46 (14.11.1843) · p. Spalte 735-736

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
46 (14.11.1843)
Article
Missions-Wesen und Unwesen
Date
1843-11-14
Page
Spalte 735-736 (sequence 3)
Language
German
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733 R. Jose Ha-Galili, 734 vor, kann ich jetzt noch nicht klar erweisen', obgleich Vieles dafür spricht — giebt die Mschna Sota 24b. „An dem Sage* * * * * * 7 8 * * *) und2).... streitet R.E., der Sohn desR.I.Ha-G., mit R. A k L b a wegen des Gebietes der Leviten. Es-Handelt sich nämlich nach Auslegung der Gemara darum: ob die Grenzbestimmung des am Sabbat zurückzulegenden erlaubten Weges mosaisches oder nur rabbinisches Gesetz — letzteres nach R. E. b. R. I. Ha-G. — sei. Ich wählte mit Fleiß diese Stelle aus den so häufig vorkommenden Disputen und Berührungen 'zwischen R. A. mit R. E. b. R. I. Ha-G., weil man mich sonst auf N. A. hohes Alter Hinweisen könnte; hier aber war es zur Zeit seines Mannes-Alter. Im Midrasch Rabba, Wereschit — und fast ganz mit denselben Worten im Talm. jerus. Ketubot Kap. Almana nisonet: sonst hatte ich, nach meinem ausgesprochenen Grundsätze, den Midrasch hier nicht gebraucht, sondern zum Midraschim - Nachrag verwiesen — ist eine Erzählung von R. I. Ha-G. und seiner bösen Frau, die ihm das Leben sehr verbitterte. Da sagte R. Maser ben Asarja zu ihm: Rabbi, scheide dich von ihr, sie ist deiner unwürdig. N. I. Ha-G. entgegnete: ich habe ihr zu viel zu zahlen; darauf R. E. b. A. das gebe ich dir und lasse sie ziehen. Er gab ihm das hierzu uöthigeGeld und R. I. Ha-G. schied sich von seiner Frau. Wir ersehen daraus, daß R. E. b. A. zu R. I. h. „ Rabbi" sagte, und überhaupt in einem näheren Verhältnisse, wie etwa ein befreundeter Schüler zu ihm stand; eben so aber auch, wie R. I. Ha-G. schnell zur Scheidung entschlossen war, oder vielmehr schon früher daran gedacht hatte und nur der vorhandenen Schwierigkeiten wegen nicht auszuführen ver¬ Frauen so geheißen haben, oder ob jede gelehrte Frau so benannt wurde, dies zu untersuchen gehört nicht hierher. Genug, daß es erwiesen ist, daß eine gelehrte Frau dieses Namens auch um die Zeit der Zerstörung des Tempels — wahrscheinlich noch während des Tempels — gelebt, diese also R. I. Ha-Galilis gespottet hat. Auch der Iuchasin, und nach ihm Zemach David, verfiel kn den früheren Irrthum, und setzt, lächerlich genug, R. I. Ha-G. mit seinem Sohne R. El. zugleich, in die Zeit des R. Ratan, — also auch R. Mair's — in die dritte bis vierte Generation nach der Zerstörung des Tempels. Doch gab es auch wenigstens Einen, der den Zwiespalt erkannte, R. Schimschon aus Chinon inKeritot. Bei ihm ist bald R. I. Ha-G. Zeitgenosse des R. Tr. und R. E. b. Hyrkanos, bald jedoch wieder macht er ihn mit R. Akiba, zu R. Tryphons Schüler. Man ersieht also hieraus seine eigne Ungewißheit. 7) D. h. An dem Tage, wo R. E. b. Asarja zum Nassi eingesetzt worden, so ist das dpd d nach Berachot 28 u immer zu nehmen — also bei Lebzeiten des R. Gamaliäl, im ersten Jahrhundert d. g. Z. — mithin konnte es aber nicht R. E. b. Asarja sein, der zu R. A. wie zu feinem Schüler sprach. 8) Sanhedrin 99 a sagt R. E. b. Asarja H/D’’ nm wäre.dadurch nicht daß so schwierige ->jn rin »W y p'D — erklärt, da er es am Tage, wo er Nasi wurde, also nur als Artigkeit gesagt, etwa, mir ist es als ob der Messias gekommen wäre! mochte. — Obgleich die Entfernung Galiläas von Judäa nicht bedeutend war, scheint doch, durch politische Verhältnisse und durch die dazwischen wohnenden Samaritaner jede direkte Verbindung zwischen diesen Provinzen aufgehoben worden zu sein; daher in Galiläa schon sehr frühe das bw \Sttf 2 ''/ zwei Tage für den gesetzmäßigen einen Tag zu feiern aufkam. Siehe Maimonides Hilchot'Kiddusch ha-Chodesch Kap. 5, Lex 9. MiV V3DD IN D'D' VW DWy1? DU'H }T]W in n:ran ■»du M>:n rmr? ju mw tto V12 Dn^n nrayb nm^n hn jjmd D'rran 'w *odd Wir wollen jedoch dies hier nicht weiter ausführen, sondern zu einer besonderen Abhandlung: „über das letzte Abendmahl Jesu" aufbewahren. Ueberhaupt waren die Galiläer große Freunde von Festtagen, und gaben, mit den bereits vorhandenen sich nicht begnügend, noch immer einige Zeit dazu. So heißt es Chulin 82a) Mschna: „Zu vier Zeiten im Jahre muß der Verkäufer eines Stück Viehes bekannt.machen: ich habe u. f. w. zum Schlachten verkauft u. s. w. Am Rüsttage des letzten Feiertages u. s. w. und nach R. Jose Ha-Galili auch am Rüsttage des Bersöhnungstages in Galiläa". Raschi erklärt dazu: da an diesen Tagen große Sestmahle bereitet werden, und jeder nur Vieh zum Schlachten kauft. Nebenbei können wir hieraus entnehmen, wie schon dieMischna, R.I.Ha-G.als Gewährsmann für ganz Galiläa gmommen zu haben, sonst aber von dieser Provinz nichts Genaues zu wissen scheint. Pesachim 55 a Mschna: „In Iehuda wurde am Rasttage zum Pesach bis Mittag gearbeitet, in Galiläa aber nicht." — Auch die Zwischen-Feiertage — ß’Vin — scheinen bei den Galiläern festlicher begangen worden zu sein. So verbietet R. Jose Ha-Galili — in merkwürdiger Übereinstimmung mit dem Sohar, wo es sogar ein des Todes würdiges Verschulden ist nrvs — das Tefilin legen an DNN. Siehe Menachot 36 a, besonders aber R. Ascher zu Halachot Ketanot. Wie aber im Leben, sowohl physisch wie moralisch, wenn man sich maaßlos, ohne ein eigentliches Ziel und dadurch seinen Gang regulirt zu haben, laufen läßt, immer Schwankungen nach beiden Seiten verkommen, — so ward aus Saulus ein Paulus; noch vor nicht zu langer Zeit aus vielen Kabbalisten Anhänger des Sabb. Zebi, und so erzählen auch jetzt die Missionäre, wie so gar fromm nach dem Gesetz die. von ihnen Bekehrten früher gelebt haben — so finden wir auch bei den Galiläern bald ein übertrieben ängstliches Befolgen der geringsten Cercmonie, bald aber wieder ein Nichtbeachten der mosaischcn Gebete, wie solche in Judäa, nach der Tradition, üblich waren. Für Letzteres spricht Chulin 113 a, Mi sch na. Daselbst erlaubt R. I. ha-G. Geflügel in Milch zu kochen, was auch nach dem Talmud 116 a in Galiläa gegessen wurde. Pesachim 23 a, 28 b, 32 b, u. m.: nV) nNJH3 IDiD nosa pon Chulin 61 6. p nDN

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