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Der Orient · 1843-11-14 · Heft 46 (14.11.1843) · p. Seite 368

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Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 46 (14.11.1843)
Article
Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter
Date
1843-11-14
Page
Seite 368 (sequence 3)
Language
German
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368 ter ipsum et opidanos factas clicimus, quod öpidani predicti ad hujusmödi expensas facere puteruiit ei dem domin'o hostro prout ipsis expedire Videbitur, et ipsö dominus noster Ultra id, quod ipsi opidahi sibi motu proprio überall ter-facere voluerint, pro expensiä predictis non artabit, sed quidquid dederint liberaliter et favorabiliter recipiet ab eisdem. Item dicinms quod scabini et öpidani Andernacenses lifteram concessam judeis super libertatibus suis a domino iioslro predicto et sigillatum sigillo suo et capituli Coloniensis sigillabunt communi sigillo opidi Aindernacensis. Item proiiuntiamus quod omnes illi sub juramento scabinorum jam nominati sive adhuc nominartdi, qui domum domini nosti'i archiepiscopi Coloniensis et hereditadem beati Petri ac scolas jiideonim con-fregerunt, infra crastinum beati Laurentii proximo futurum exibunt öpidum Andernacense nunqam reversuri absque nostra licentia speciali. Quodsi aliquis de predictis malefactoribus post tempus predictum in Adernaco remanserit, vel absque nostra licentia postquam exivit reintraverit, scultetus, scabini et majores illum capient et tenebunt et non di mitte nt absque man dato domini nostri et per scultetum et scabinos sequestrabuntur, nec se de iiiis malefactores licentiam habuerint Andernacum reintrandi. Quod si aliquis de predictis malefactoribus in sua perseverans pertinacia infra crastinum beati Laurentii non exierit vel exire noluerit Andernacum, scultetus, scabini, et majores ipsum tenebunt et se de rebus suis et corpore intromittent ex parte domini nostri predicti. Item scultetus, milites, scabini et majores post crastinum beati Laurentii judeos domini nostri ducent et conducent et reponent in domos suas et deinceps defendunt prout est premiss um. Quodsi premissa non fuerint observata, fidejussores super hoc dati, nioniti a nobis vel ab altere nostrum, si aliquein de nobis, quod absit, muri vel abesse contiugeret, Bann am intrabunt ad jacendum, inde non recessuri quousque premissa omnia fuerint adimpleta; et sic dominus noster predictus omnem injuriam occasione predicta sibi factam ab opidanis predictis remisit et remitüt eisdem. Actum et pronuntiatum apud Andernacum in die Inventionis beati Stephani protomartyris in presentia ipsius domini nostri archiepiscopi et aliorum quampluriuni fidedignorum. ln cuius rei testimonium et firmitatem sigilla nostra presentibus duximus apponenda. Datum anno domini millesimo. CC. LXXX. Septime; in die Inventionis predicto. {Günther Cod. dipL Rh. iVl. IL 463—66.) len, als es ihnen selbst recht scheint, und daß unser Herr über das von den Bürgern ihm Zugedachte hieraus für jene Ausgaben nichts erzwingen, sondern was sie geben werden von ihnen freundlich annehmen soll. Ferner bestimmen wir, daß Schöffen und Bürger von Andernach die von unserm Herrn den Juden über ihre Freiheiten ausgestellte Urkunde, die mit seinem und dem Siegel des Kölner Kapitels besiegelt sind> mit dem Gemeinde-Siegel der Stadt Andernach befestigen sollen. Dann sprechen wir aus, daß alle, die von den Schöffen eidlich als Zerstörer des Hauses unseres Herrn Erzbischofs von Köln, des Erdens des heiligen Petrus, und der Zudenschulen angegeben worden oder noch angegeben werden möchten, binnen 8 Lagen (bis zum 1L August) die Stadt Andernach zu verlassen haben, und ohne unsere besondere Erlaubniß nie zurückkehren dürfen. Bleibt aber einer jener Uebelthäter über diesen Termin in Andernach, oder kehrt er, nachdem er die Stadt verlassen, ohne unsere Erlaubniß wieder zurück, so sollen Schultheiß, Schöffen und Meier ihn fangen, festhalten und ohne besondere Erlaubniß unseres Herrn nicht loslaffen. Die Güter der erwähnten Miffethäter sollen unserem Herrn gehören und durch -den Schultheiß und die Schöffen sequestrirt werden, worein sich jene Uebelthäter nicht zu mischen haben, es sei denn daß sie unsere Erlaubniß zur Rückkehr hätten. Wird einer jener Verbrecher hartnäckig binnen acht Lagen die Stadt nicht verlassen wollen, so sollen Schultheiß, Schöffen u. Meier ihn festhalten und ftd> von Seiten unseres Herrn seiner Besitzthümer wie stiner Person^hemächtigen. Ferner sollen Schultheiß, Kriegsleute, Schöffen und Meier nach dem 11. August die Juden unseres Herrn, wie schon gesagt, zurückführen und in ihre Häuser wieder einsetzen und dann vertheidigen. Wenn unsere Bestimmungen nicht erfüllt werden, so werden die deshalb gestellten Bürgen, auf unser oder das Ermahnen Eines von uns (wenn, was fern sei, der Eine oder Andere von uns gestorben oder fern sein sollte) sich nach Bonn ins Gefängniß begeben und nicht früher heimkehren bis alles Vorangeschickte erfüllt ist. — Ist dies aber geschehen, so betrachtet unser Herr den ihm bei erwähnter Gelegenheit zugefügten Schaden als getilgt. Geschehen und verkündet bei Andern ach, am 3. August, in Gegenwart unseres Herrn Erzbischofs und vieler anderer Vertrauens-würdiger. Zu Zeugniß und Befestigung deffen haben wir unsere Siegel diesem Schreiben anfügen lassen. Gegeben im Jahre des Herrn 1287 am vorerwähnten 3. August. Verlag von C. L. Fritzschc. Druck von 2. H. Nage l.

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