Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 45 (7.11.1843)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1843-11-07
- Page
- Spalte 705-706 (sequence 1)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
- Elijah 1× ep/1004307
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Meratnrblall des Orients. Berichte, Studie« und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 4A. Leipzig, den 7. November 1^43. Kurze Anzeigen. Palästina n. von Robinson. Ajil Meschulbasch von Elija Wilna. Kritische Untersuchungen der taciteischen Berichte über den Ursprung der Juden. Von Dr. I. G. Müller. Ruth, mit deutscher Uebers. rc. von Blüh er. — Urtheile älterer Autoren über diePijutim. Gesammelt von L. Dukes. Halach. Poesie. Allegorien. Pijutim bei den Karäern. —' Lit. Nachrichten u. Miscellen. Schriften über den hebr. Molochdienst. — Lit. Ankündigungen. Kurze Anzeigen. 39) Palästina und die südlich angrenzenden Länder. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838, m Bezug auf die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smith. Nach den Originalpapieren mit historischen Erläuterungen herausgegeben von Eduard Robinson, Dr. und Prof» der Theologie zu New-Pork. Mit neuen Karten und Plänen in fünf Blättern. Halle, Erster Band 1841. 8. Zweiter Band 1841. 8. Bvittev Band 1842. 8. Waisenhaus - Buchh. Diese großartige, 2416 Seiten starke Neisedeschrerbung über Palästina, welche als das ausgezeichnetste Werk über die biblische Geographie von allen kritischen Blättern längst anerkannt ist, nimmt in der heiligen Geographie einen so würdigen Ehrenplatz ein, daß in diesem Blatte wohl eine kurze Anzeige hinreicht, die Aufmerksamkeit der geehrten Leser des Orients daraus zu lenken. Seit Reland hat kein Buch über Palästina eine solche Bedeutung in der geographischen und theologischen Literatur eingenommen, und es ist überhaupt das erste, das den trefflichen geographischen Forschungen des klassischen Alterthums zur Seite gestellt zu werden verdient; ich beschränke mich daher auf eine etwas ausführliche Vorführung des Weckes, überzeugt, daß dadurch für die Verbreitung desselben mehr Vorschub geleistet wird, als durch Eingehen jn einzelne Partieen. E. Robinson, früher Zögling des theolog. Seminars zu Andower, jetzt Prof, in New-Uork, hatte schon früher durch Arbeiten im American Riblieal Repository, so wie durch Herausgabe mehrer Werke seine wissenschaftliche Befähigung bekundet, und durch besonders günstige Umstände wurde sein ehemaliger Schüler E. Smith, Missionär in Beirut, sein Reisebegleiter. Smith hatte auf frühern Reisen in Syrien, Armenien und Persien viele schätzbare Erfahrungen gesammelt und durch seine Kenntniß der arabischen Sprache und Sitte mußte seine Begleitung sehr interessant sein; aber auch der von R. sechs Jahre vorher entworfene Reiseptan und die für die Reise angenommenen Grundsätze geben von der Liefen Einsicht und Sachkenntniß des Hauptunternehmers ein schönes Zeugniß. Diese Grundsätze bestanden in folgenden zwei Punkten: i) die Erkundigungen nur von den eingeborenen arabischen Bewohnern, aber nicht von den Klostergeistlichen und den von ihnen abhängigen Christen einzuziehen z 2) die betretenen Wege zu vermeiden und Lieber die bisher weniger besuchten Landestheile zu erforschen. Durch den ersten Grundsatz wollten sie sich unabhängig von der kirchlich-katholischen Tradition zu erhalten suchen, und wirklich ist es ihnen durch die konsequente Durchführung zu erweisen gelungen, daß diese Traditionen im Ganzen an sich keinen historischen Boden haben, und daß die echte Überlieferung eigentlich bei der eingeborenen Bevölkerung zu suchen sei. Aber auch die eonsequente Durchführung des zweiten Grundsatzes ist den Reisenden vollkommen gelungen. Mit der Benutzung der einheimischen arabischen Tradition verband Hr. Robinson noch die Ausbeute in Bezug auf die alten Namen im Munde des Volkes, die sich noch erhalten. Schon Scholz hatte diese Quelle zur Aufhellung der bibl. Geographie zu benutzen gesucht, und Burckhardt hat es in den ostjordan'schen Gegenden schon konsequent durchgesührt, aber bis auf Robinson hat Keiner diese Methode auf das westliche Palästina angewendet. Viele alte hebräische Namen haben sich noch in arabischem Gewände erhalten, von denen so viele Reisende Nichts wußten, weil sie es verschmäheten, die Eingeborenen zu befragen. Unterstützt durch eine genaue Kenntniß des Arabischen, haben die Herausgeber auch auf eine richtige Orthographie der arabischen Namen gesehen, wodurch der Verwirrung ein Ende gemacht wurde, die selbst noch bei Gelehrten sich vorfand. Was den Inhalt dieses großen Werkes betrifft, so enthält 45