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Der Orient · 1843-10-31 · 44 (31.10.1843) · p. Spalte 689-690

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
44 (31.10.1843)
Article
Missions-Wesen und Unwesen
Date
1843-10-31
Page
Spalte 689-690 (sequence 1)
Language
German
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Mteratnrblatt des Orients. Berichte, Stu-ien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. M 44. Leipzig, den 31. Setober 1843. Missions-Wesen und Unwesen. EinbllE in das Urchristentum. Judaer und Galiläer. — Kurze Anzeigen. Die Autonomie der Rabbiner und das Princip der jüd. Ehe. Von Dr. S. Hold heim. Beurtheilt von Dr. S. Hirsch, —- Lit. Nachrichten u. Miscellen. Emendcition einer Stelle im Sefat Jeter. Von Leb recht. — Urtheile älterer Autoren über die Pijutim. Gesammelt von L. Dukes. Gedicht von Isaak Netanel. — Lit. Ankündigungen. Missions-Wesen und Unwesen. Einblick in das Urchristenthum. (Fortsetzung.) Eben so wenig soll aber ein solcher Kommentar zum Testament eine Bekehrung zum Iudenthum zu bewirken suchen — wie etwa christliche Gelehrte nur zu ähnlichen Zwecken die jüdische Literatur studiren —; dieses kann jchon bei dem geringen, oder vielmehr gar nicht vorhandenen Bekehrungseifer unsrer Religion-) nicht angenommen werden; er kann daher blos abwehrend aber keineswegs bekehrend sein. Deshalb dürfte die hebräische Sprache hierbei sowohl für Juden wie für Christen, die zweckmäßigste sein. Für Juden: um es allen unfern Glaubensgenossen zugänglich zu machen; für Christen aber: der im Christenthume Schwachen wegen. Nach der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exile, wurde Palästina gewöhnlich eingetheilt: 1) in Judäa, den südlichsten Theil des Landes, 2) Samaritamen, die Mitre, nördlich von Judäa, und 3) Galiläa, ganz gegen Norden. (Joseph. Kr. III, 3, 10 2) Bei römischen Schriftstellern kommen zwar häufig Spötteleien über die Bekehrungssucht der Juden vor, so Horaz Sat 1, 4. 142; doch ist hierbei wahrscheinlich von Christen die Rede, die lange Zeit für Juden gehalten wurden. So sagt Aug. bei Suet. in der Biographie S. 76. „Kein Jude, mein Liberins, kann am Sabbat so streng fasten, als ich heute." Aehnliches in Perseus Sat: V. 184 und doch waren es Christen, die den Sabbat deshalb fasteten — liehe Tertul. de ieiun. c. 14 — um, nach Marcion, jedes Band mir dem Iudenthum zu zerreißen. Jenseits des Jordans lag Perata. (Mai. 4, 25.) Galiläa wurde wieder in Ober-, nach Norden, und Unter-, nach Süden zu, -Galiläa gespalten, doch sind die Grenzen von Galiläa überhaupt nach Süden zu sehr schwierig anzugeben, und scheinen zu verschiedenen Zeiten, verschieden angenommen worden zu sein.2 3) 3) Wegen dieser besondern Schwierigkeit ertaube ich mir Hiermit Einiges von meinen Forschungen hierüber mitzutheilen, die mich aber zu keinem sichern Resultate führten. Die gewöhnliche Annahme, von der Stadt Dor an, der Küste des mittelländischen Meeres, den nördlichsten Fleck Samaritaniens, bis Scytopolis, an der westlichen Seite des Jordans, die südliche Grenze Galiläas zu bestimmen, findet Gittm 76 a in der Mischna Widerlegung, wonach Antipatris — so muß es unbedingt dort heißen, nicht — an der äußersten Grenze Judäas lag und der nächste Flecken oberhalb schon zu Galiläa gehörte; und doch lag Antip. noch' vor Cäsaräa in Palästina, — umsomehr also noch vor Dor — wohin der Weg von Jerusalem über Antipatris führt. Wieder glaubte ich einmal Licht und in am — das imZalmnb oft vorkommt — Unter -, im gewöhnlichen Ober- Galiläa gefunden zu haben. Was mich darin noch bestärkte, war die Erzählung Sabbat 127 b, DliO ]n rpy 'Di rin bist* 8dm pbyn Wud tw 'Dl IHN1? 'D) der Talm. jerus. nennt sogar die Namen: Akiba ben Josef zu R. E. bi Hyrkanos, das Niedersteigen von Ober-Galiläa nach ^11, wochei Nieder-Galiläa ganz übergangen wird, und die kurze Zeit, die man nöthig hatte, um aus einer Gegend in die andere zu kommen, schien mir sehr dafür zu sprechen. Ebenso auch R. Akiba's Worte inSemachot K. 8: Kennen mich auch die oni Mn, bin ich doch in Galiläa unbekannt. R. Ak's. Schule erstreckte sich im Anfänge nur bis Antipatris, Jebamot 62 b. 12000 Paar Schüler hatte R. A. van Gabbat bis Antipatris und alle starben zu gleicher Zeit, bis R. A. zu den Lehrern in Ern kam. So glaubte ich auch den Spruch im Talmuds 44

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