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Der Orient · 1843-10-24 · 43 (24.10.1843) · p. Spalte 677-678

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
43 (24.10.1843)
Article
Missions-Wesen und Unwesen
Date
1843-10-24
Page
Spalte 677-678 (sequence 3)
Language
German
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m Liter. Nachrichten und Miscellen. 678 erner Regeneration bedürftigen Judenthurne nachgewiesen werden. Zwar ist mir die erhabene Ansicht unsrer Alten — besonders des von den Missionären so oft angeklagten Maimonides — vom Christenthum nicht fremd. Sie erkennen solches als ein von Gott veranstaltetes Zuführen des Heidenthums zum Monotheismus, also zum wahren Judenthum, an. Wie großartig und auch subjektiv wahr diese Ansicht ist; hat sie doch auch etwas von. dem jüdischen rord? IT DJ1 an sich. So hält auch, mit einigem Recht, namentlich der an einem chronischen Nebel Leidende, seine Krankheit oft für eine Wohlthat; indem er dadurch auf sich zurückgeführt und geistig gebessert wurde; — bei dem Allen ist es jedoch nur ein durch seine Krankheit entstandenes Resigniren, keineswegs aber eigne freie Wahl, und würde jeder Kranke, wenn es anginge, gewiß Alles anwcnden, um sich Genesung zu verschaffen. Mehr noch muß der hierzu sich berufen fühlende Arzt dies zu bewirken suchen. Sollte es ihm aber bei dem der Krankheit schon zu sehr verfallenen Leidenden nicht mehr möglich scheinen, so hat er doch die Pflicht, das Weiterschreiten der Krankheit, wie auch solche zurück bis in ihren Uranfängen und Ursachen zu verfolgen, so wie um Andere aufmerksam zu machen, zu warnen, nicht auf ähnlichem Wege dieser Krankheit zu verfallen, wie auch, wird das Nebel ansteckend, dagegen Absperrung anzuordnen. Dahin zielte auch eine von mir früher begonnene, noch unvollendete Arbeit: MINrP*D by D^lfl DW „Neue Beleuchtung des Testaments" und gebe ich hier Folgendes aus der Einleitung, wobei ich alle nicht unumgänglich nöthkgen Citate, als für den Raum einer Zeitschrift nicht angemesien, weggelassm habe. Zuvor habe ich noch zu erwähnen nöthig, wie das Lesen des Testaments an und für sich , für die Juden nichts Verbotenes hat; im Gegentheil wegen des HD notwendig sein dürfte. So findet man zu allen Zeiten die Bekanntschaft mit dem Testamente bei den Juden. Daß die Talmudisten die Evangelien gekannt haben, erweist Dr. Jost im vierten Band seiner Geschichte der Israeliten —14. Buch im Anhang35— genügend; ebenso Maimonides, wie aus dem More u.a. ersichtlich, und sein Kommentator Efod i, — siehe auch dessen Brief 'inn btt in dem von Hrn. Dr. Geiger herausgegebenen Melo Chofnajim—; de Rossi verräth in Meor Enajim genaue Bekanntschaft mit dem Testamente. (Fortsetzung folgt.) Literarische Nachrichten und Miseellen. Nachtrag zur Reeenswn des Sefat Jeter. D avid Vital in seinem Buche ‘mi? DrDD erwähnt ebenfalls des vn N2A, aber nicht unter diesem Titel, denn dort heißt es ^'ypi “1DD (Michram le-David S. 45 b srD pl 'w d^hn3 tnw pwn by -ltyn -tdcü (jn'iorO, wo dann die Stelle des -jrp Nr. 2 angeführt ist) — welcher Ausdruck auf den Inhalt des Werkes allerdings paßt. — Es ist aber nicht zu bestimmen, ob dieser Name auch von Jbn Esra herrührt, welcher in sofern merkwürdig wäre, daß der Autor 2 Namen für ein Werk bestimmt hätte; oder ob Vital diesen Namen erfunden hat, welches verwirrend wäre. Dukes. Berichtigung. LB. des Or. Nr. 41. Col. 643 haben wir R. Jehuda's Vorliebe für allgemeines Wissen, aus Baba Mezia S. 33 a, Ende, nachzuweisen gesucht; allein wir haben uns bei dem dort gebrauchten Worte riEDD mehr von seiner allgemeinen Bedeutung, als von dem eigentlichen Sinne, in welchem es hier — und auch sonst im Talmud, wenn es nicht durch ein besonderes Adjektiv näher bestimmt wird — zu verstehen ist, leiten lassen. Daß aber hier unter HOrtl jene scharfsinnige Diskussion bei halachischen Studien zu verstehen ist, glauben wir durch nachfolgende Stelle begründet: (Sabbat S. 31 a, Ende.) nyHfiO NIT) D’ny npp? ruiof« nrai rwj b D-noiN p*£> dik nn^D^s '?nyit£nb ihtds?rrcm W122 npDj;?mirfc?“)T! “pno im nroan?nDDn3. Demungeachtet aber geht schon aus der geistigen Zeitrichtung, welcher R. Z. angehörte, hervor, daß er kein purus putus gewesen. Schwarzauer. Israel Nag'ara's Handschrift. In Bezug auf die Recension oder Anzeige des überdruckten Liederbuches Semirot Jisrael in der vorletzten Nummer, wobei zugleich eine bibliographische Skizze über seine Schriften gegeben wurde, habe ich noch zu erwähnen, daß beim Wegräumen des Schuttes und der Ruinen in der ^onn rmrp rDTiH in Jerusalem und bei dem Wiedersinden der alten Gebäude (im Jahre 1836) man auch noch Urkunden gefunden hat, unterzeichnet von I s r a e (N a g^a r a in den Jahren vbw 1579. Sie werden im Archive der Synagoge bewahrt. — Neue Erscheinungen. Hr. Hirsch Philippowski aus Polen, der durch die Herausgabe einer chronologischen Tafel, als hundertjähriger Kalender, bekannt ist (die wir im Orient anzeigen werden), sammelt so eben Subskribenten auf ein hebräisches Werk, das ich vor mir habe und das den Titel führt: .TDyn TOttte 'D NID 'OL MttON, und Alles, was den jüdischen Kalender und die jüdische Chronologie betrifft, in sich fassen soll. Es zerfällt in drei Theile und jeder Theil enthält eine große Anzahl von Tabellen und Belehrungen. Näheres hierüber nach dessen Erscheinen. 43

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