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Der Orient · 1843-10-17 · 42 (17.10.1843) · p. Spalte 663-664

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
42 (17.10.1843)
Article
[Ohne Titel] / Haarbrücker
Date
1843-10-17
Page
Spalte 663-664 (sequence 2)
Language
German
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663 Commentaire de R. Tan’lioiim etc. Kalender gedruckt in Jerusalem. 664 betrifft, so konnte man sie in keinen geschickteren Händen wünschen. Hr. Munk hat den arabischen Text mit der Genauigkeit, die man von ihm schon gewohnt ist, abdrucken lassen und sich dazu der hebräischen Lettern bedient, die wegen der nöthigen Punkte eine um so größere Aufmerksamkeit verlangen. Die darunter gesetzte französische Uebersetzung läßt an Treue und Präcision gleichfalls nichts zu wünschen übrig. So konnte der Herausgeber mit Recht seine Schrift jungen Theologen, die sich in die Werke der arabischen Rabbinen hineinstudiren wollen, als ein höchst brauchbares Hilfsmittel empfehlen. Den Text selbst, der wie gesagt, nur auf einer Handschrift ruht, hat er an recht vielen Stellen emendirt, und wenn er meist wirkliche Schreibfehler des Abschreibers richtig verbessert, so glaubt Referent doch, daß er darin zu weit gegangen ist, auch Eigenthümlichkeiten des späteren Arabisch, die sich bei Vergleichung mit dem älteren allerdings als Fehler Herausstellen, zu verwischen, also Tanchum selbst zu verbessern. Dann hat er Anmerkungen hinzugefügt, die theils sachlichen oder sprachlichen Inhalts sind, theils Parallelstellen aus Tanchum's andern Kommentaren, aus Abulwalid u.A. enthalten und oft von dem größten Interesse sind. A.B.: Anm. 2 über die Redensart JLsxH Anm. 5 über das präpositionelle n am Ende, wozu Ref. noch hinzufügt, daß diese Streitfrage schon im Talmud aufgeworfen ist. Jebamot fol. 13 b n ob mvi ~ bs -idin noro M rirftnro. Vergl. auch Midrasch Ialkut p.. 6. 42 pniD 'Dl DVD NH? Ppb. Anm. 11. über R. Iehuda Chajjudsch mit seinem arabischen Namen Abu Zacarijja Jach ja ben'Daud und seine Schriften, worin die Ansicht von Gesenius widerlegt wird, daß zu lesen und als Name eines Wortes zu erklären sei. — Anm. 14. Der Nachweis, daß die arabischen Rabbinen unter ^Lj^va, die Sprache der Targumim verstehen. — Und so vieles Andere. — Was aber endlich den Kommentar selbst anbelangt, so wird Jeder bei eigener Lektüre nachfolgendes Urtheil des Herausgebers (S. 9 ff.) in seiner ganzen Ausdehnung bestätigt finden: „Tanchum offenbart in seinen verschiedenen Schriften die mannigfachsten Kenntnisse, zeigt sich bewandert in der arabischen Sprache, deren grammatische Terminologie ihm geläufig ist und in welcher er sich mit einer gewissen Eleganz ausdrückt, wenn der Gegenstand dazu Anlaß giebt, wie z. B. in der Vorrede zum Morschid, wö wir in dem Citate eines arabischen Poeten einen Beweis finden, daß er auch in der profanen Literatur belesen war*). *) Der Heransgeber giebt in einer Anmerkung noch mehr Beweise davon, daß die arabischen Rabbinen nicht selten arabische Dichter und selbst den Koran citiren. Vergl. auch Anm. 15, wo die allerdings originelle, wie wohl kaum zu billigende Erklärung Tanchums von Amos 3, 12. ruX£D wy pt^blD-l n&Dsich auf eine Stelle aus Abulwalib's Mit der arabischen Philosophie und deren Terminologie ist er gleicherweise vertraut. — Seine Erklärung des biblischen Textes ist im Ganzen einfach und buchstäblich, ebenso fern von dem kabbalistischen Mystieismus als von der allegorischen Methode der Midraschiten und Philosophen und seine Kommentare können einen ehrenvollen Platz neben denen von Jbn Esra und Kimchi behaupten. Hier und dort könnte man ihm ein wenig Weitschweifigkeit vorwerfen, aber die zahlreichen Citate, aus den damals geltenden Kommentaren, sind, wenn sie auch nicht immer für das Verständnis des Textes von wirklichem Nutzen sind, wenigstens nicht ohne Interesse für die Geschichte der biblischen Exegese". — In einem Anhänge giebt Hr. Munk Nachträge zu seiner Abhandlung über Rabbi Saadja Gaon, die namentlich seine literarischen Streitigkeiten mit den Karäern zum Gegenstände haben. Der Herausgeber hat diese Nachrichten'aus den biblischen Kommentaren des Karäers Jefet ben Ali entnommen, die er selbst bei den Karäern in Kairo aufgefunden und zuerst nach Europa gebracht hat. Auch diese Abhandlung enthält außer ihrem eigentlichen Gegenstände viele wichtige literar-historische Notizen. Saadja's antikaräische Werke sind folgende: Buch der Unterscheidung oder Prüfung. ö Jf Buch der Widerlegung gegen Anan. J ^ch der Widerlelegung gegen Ben-Saküjeh. H—r. 'n d myopn rotcra fob twi pwd rnb 35. non1? nS j'dd m ruw 0 nvnrn^ n w dvp ti ■ ’ipbi rmbn mp^b 'n ddi : runbb n"sn p'dd rpx mpn *ry pDiN -jD^riD Dtsvu :' 'n non w) “pw 53 nbyox Drin 32 nbyo Ninw nd Din bn.m pmn obimi Din (xpnitöm dd N“nyD nm idd id non byD uv pNW ppirp rnno by : iv'bin D'b&snv isnpn Ty no ddd: : niyo ‘iwn jmno n'mi hpd did-ih kddd pb biw> Mo d^didh Din "y : nn : pbb ihn rw : iVi (Kalender für das Jahr 5604 (1844), herausgegeben von Josef Schwarz, dem Vers, des Werkes Dibre Josef. Gedruckt zu Jerusalem, in der von Moses Monte fio re geschenkten Druckerei, durch den Drucker Israel Bak, 1843. 8.) Es gilt hier nicht ein wichtiges literarisches Produkt, sondern die heilige Stadt Jerusalem den Lesern dieses Blattes ins Gedächtnis zu rufen; denn so ich dein, Jerusalem, nicht gedenke, vergesse ich meine Rechte. Jerusalem tritt hier £+JUf stützt, der sich seinerseits wieder auf einen arabischen Sprachgebrauch beruft und dazu einen arabischen Verö citirt.

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