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Der Orient · 1843-10-17 · 42 (17.10.1843) · p. Spalte 661-662

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
42 (17.10.1843)
Article
[Rezension]
Date
1843-10-17
Page
Spalte 661-662 (sequence 3)
Language
German
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661 Commentaire de R. Tan’lioum de Jerusalem etc. Beurth. v. De. Haarbrücker. 662 dere — nicht minder seltsame — Erklärung des Menachem den Sarük, In dessen Wörterbuch. Seine Worte lauren wörtlich so: 1'NI sNN2! D'nstf an \ho silvb (/» nw) nisoiüb vcn ■vritn mi roh '1 'rw "iidso imjj roi xin m NDvDb rc« noN rw üyy nsaiabyrn mva kiw' nx na-D wi atax nnmn nx nae>n “piry iu rrnpim i'na xin wann ’nd:j\js by mxi' rrnn loysb -pjiy by nuy “pnmu by mtyp isdd nnbw -cn nsax ■p1? nib. — Ras6)i und Ibn Esra a. a. O. spielen auf diese Erklärung an ohne Menachem zu nennen. Saadja (in T’DDD) erklärt dieses Wort mit dem Talm-idischen N20D (Sabbat 57 a), worauf sich, wie es scheint, die entgegengesetzte Ansicht des Dunasch bezieht. §. 35. Ist die Rede von dem Ausdruck E^n “irp (Job.39, 8), wo Ibn Esra sagt Dy DD n^DH tfiH'Dltf jlDJru, wo aber eine Lücke im Mskrt. ist. Es ist zu vermuthen, daß hier zur Erklärung das Wort -,17» in der Bedeutung „Strick" angeführt war. Das o’Hn Tin'1 wäre zu übersetzen „der Berge Strich, Ausdehnung". Die Bedeutung des, Sa ad ja ewähnt Kimchi in seinem Wörterbuch (Art. -he). Mögen wir dem gelehrten Verfasser bald wieder auf dem Gebiete der Literatur begegnen, und möge sein Werk so viele freundliche Leser und so gute Aufnahme finden, als es wirklich verdient. Das Wcrkchen ist begleitet von einem Vorwort des Hrn. Dr. Jost, welches mit kurzen Worten nach vielen Seiten hin anregend ist, und welches weiter auszuführen wir uns Vorbehalten. Einige seltene Gedichte des Ibn Esra machen den Beschluß *). Die äußere Ausstattung dieses Werkchens ist sehr elegant. Leopold Dukes. 34. Commentaire de R. Tan’houm de Jerusalem, sur le livre de ’Habbakkouk, publie pour la premiere fois etc. par 8. M u n k. Paris, 1843. 8. Vorliegende Schrift, ein besonderer Abdruck aus dem zwölften Theile des Cahen'schen Bibelwerks, giebt zuerst den vollständigen Kommentar T a n ch u m 's zu einem der Erklärung nicht wenig bedürftigen Buche des A» T. und verstattet daher, nachdem lange nur aus einzelnen Bruchstücken über den Werth des noch unbekannten Ganzen geurtheilt werden konnte, zuerst ein sicher begründetes Urtheil über Tanchum's Bedeutsamkeit. Der in diesem Felde der orientalischen 5) Es mag hier, um Misverständnissen vorzubeugen, gelegentlich bemerkt sein, daß das Motto aus dem Buche Tarschlsch, welches Hr. Dr°. Lippmann seinem Buche voranstellte/keinen wirklichen Bezug auf das -)iT> DDttf be$ S ft n Esra hat, es ist blos hergesetzt, weil das Wort-,ry> rw darin vorkommt. Literatur besonders kundige Herausgeber hatte bei seinem Aufenthalte in Oxford (siehe pag. 1), um die dortigen Handschriften des arabischen Originals des More Nebuchim zur Herausgabe zu benutzen, außerdem zum Behufe der Herausgabe einer arabisch-rabbinischen Chrestomathie außer andern Stücken aus den Werken arabischer Rabbinen auch obigen Kommentar aus . dem bekanntlich einzigen Manuskripte von .Tanchum's Kommentar abgeschrieben. Später an der Realisirung seines Vorhabens gehindert^ entschloß derselbe sich jede sich darbietende Gelegenheit zu benutzen, um wenigstens einzelne Stücke aus seinen Sammlungen bekannt zu machen. .Nachdem er daher mit den „Bemerkungen über „R. Saadja Gaon" und „Josef ben Jeh uda"den Anfang gemacht, ließ er zunächst vorliegenden Kommentar folgen. Voraufgeschickt hat er dem Kommentare selbst eine Vorrede, in welcher er über die noch vorhandenen Schriften Lanchum's Bericht erstattet und das zusammenstellt, was sich über diesen selbst noch ermitteln läßtz er kann jedoch leider den bisherigen Vermuthungen über Lanchums Person keine bestimmte Nachrichten hinzufügen. Die schon von Pococke, der zuerst Lanchums Werke im Orient auffand und nach Europa brachte, ausgestellte Meinung, daß Tanchum im dreizehnten Jahrhundert gelebt habe, sucht Hr. M unk genauer dahin zu bestimmen, daß er gegen die Mitte desselben zu setzen sei; denn, während er oft Namen und Ansichten seiner Vorgänger, des Iehuda Cha jj udsch, Abulwalid, Maimonides rc. erwähne, eitere er nie David Kimchi, scheine also die Werke desselben, die doch gegen das Ende des dreizehnten Jahrhunderts auch im Orient bekannt waren, noch nicht gekannt zu haben. — Bei der Aufzählung der noch vorhandenen Werke Tanchum's geht der Herausgeber etwas genauer auf Plan und Inhalt des bekannten lexikalischen Werkes Morschid ein. Wir erfahren so, daß Tanchum wegen der so groß gewordenen Seltenheit des Aruch, dem Iad Chasaka des Maimonides, den er, wie aus mehren hier mitgetheilten Aussprüchen hervorgeht, außerordentlich verehrt und hochschätzt, ein lexikalisches Werk an die Seite setzen wollte, welches jenes ergänzt und seine Lektüre erleichtert. Zugleich giebt Hr. Munk hier eine Notiz über eine Handschrift drs Iad Chasaka in der Pariser Bibliothek, aus welcher et nachweist, daß Maimonides sein berühmtes Werk am 8. Kislew des Jahres 1492 nach der seleucidischen Aera (28. Nov. 1180) beendigt habe. — Daß Lanchum und seine Werke so bald der Vergessenheit anheim sielen, erklärt der Herausgeber wohl richtig aus dem Umstande, daß sie nicht ins Hebräische übersetzt sind, theils weil ja bald nach Maimonides die große Anzahl der von Hause aus hebräisch geschriebenen exegetischen Werke Uebersetzungen aus dem Arabischen unnöthig machten, theils weil die um jene Zeit im Oriente einreißmde Barbarei und Verwirrung alle wissenschaftliche Bestrebungen verhinderte. —- Was nun die Herausgabe des vorliegenden Kommentars 42*

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