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Der Orient · 1843-10-10 · 41 (10.10.1843) · p. Spalte 651-652

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
41 (10.10.1843)
Article
[Rezension]
Date
1843-10-10
Page
Spalte 651-652 (sequence 2)
Language
German
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Js. Nag'ara. Die Menschenopfer der alten Hebräer. Bon Ghillany. 652 651 tby b"i n^a Pn p min’ pn p ppn nwa idn ’pnDD pnsi pns ba nmip n^jiinn cmb’d nino1? 'nma bPPJ mia nrüJn nDN'Dn, scheint zu dem Kommentare zu gehören^). 2) 21L2 ~pb, Erläuterung des Pentateuchs in Bezug auf die daraus zu ziehenden Gesetze mit Zuziehung des Talmuds und der Sifri, Sifra, Mechilta rc. Kstpl. 1571. k. — Sein Sohn Israel Nag'ara, der zu Gazza lebte Und der mystisch-religiösen Richtung seiner Zeit ganz ergeben war, schrieb 1) DWO] 2 3 4>> das wir hier anzeigen. Unter dein Titel: trortDl nunD wm nn’Df erschienen sie zuerst, herausgegeben von Elieser ben Jizchak Aschkenasi, in Ssafet, 1587. 4. Ui Abr. Aschkenasi. 2tber in dieser Ausgabe waren nur 108 Lieder und die Semirot waren noch nicht so dreigerheilt, wie in den spätern Ausgaben. Die zweite vollständige Ausgabe war Venedig, 1599. 4. bei Jo. de Gara. Einige Gedichte aus dieser Ausgabe sind unter dem Titel: nwim mrDttn mN*“lU später in Frf. a. M. 1712. 4. bei Joh. Keiner erschienen. Die 3. Ausgabe ist die hier angezeigte. 2) npr’i^T?, ein Moral-Gedicht über die Nichtigkeit der Welt. Es ist besonders zu Ssafet 1587. 4 erschienen (in sechs Blättern), nachdem es schon vorher einmal edirt war. 3) ÜHPTl '»ErW, rhythmisches Gedicht über die gesetzlichen Bestimmungen von nDW, von Chajim Mosche ben Abraham mit dem Büchlein pitrö ]W abgedruckt zu Kstpl. 1718. 4) WO, verschiedene Gedichte, Reden, Briefe u. dgl, eingetheilt in sechs Klaffen, welche die besondern Namen führen: rybwn 'o, nirruE 'o, nsno 'o, 'y -))W, DPI? 'O, DnD W Es' ist erschienen Venedig, 1605. 4, ist aber sehr selten. 5) nnaw*), der zweite Theil der Semirot Jisrael. Salomo Dubno hat diesen Theil befefTen (f. Katalog seiner Bücher S. 58) und, wie daselbst angegeben, ist dieser Theil noch nie gedruckt. — So viel wissen wir über die Familie Nag ara zu erwähnen; Mose Nag'ara, der Vater unseres Dichters, gab sich ganz nach der Weise der spätern sefardischen Gelehrten dem Studium des More und der praktischen Exegese hin, wovon seine Werke ein Aeugniß geben; Israel Nag'ara, der Sohn, nach der Weise der noch spätern Sefardim, der Kabbala in ihrer würdigen, poetischen Repräsentation, aus welcher seine Poesie die Allegorik, die Gluth und die Begeisterung gezogen. Seine unnachahmlichen Semirot (in den gedruckten und ungedruckten Par- 2) Fälschlich hat Wolf (8. H I. N. 1560) nach Plantavltiusden Namen “TitO -fl-JSp, und fälschlich hält er es für eine 'Erläuterung des Talmuds, dadurch verleitet, daß er ihn verschieden von unserem Nag'ara glaubt. Eben so sind einige Jrrthümer bei ihm entstanden, daß er ihn von Mose ben Je- .huda y-).u, das blos verschrieben von mNiNJ, verschieden glaubte. 3) Ursprünglich scheint der Titel gewesen zu sein rn&JNJ l?N’"N£^, d. h. Lieder von Js. Nag'ara, wie man ihn noch in Katalogen findet. 4) Wolf (11. 14. 1. S. 712) hat düsen Titel sowohl als auch die Angabe des Inhalts unrichtig. tien) haben ihm den Namen YWDfi5) gegeben, und selbst seine anderweitigen, nicht gerade religiösen Lieder und rwta rechtfertigen diese Benennung. Aber nicht blos in der neuhebräischen Sprache war er ein ausgezeichneter Meister, sonder auch die aramäische Sprache, wahrscheinlich durch sein Studium des Sohar gefördert, konnte er zu poetischen religiösen Ergüssen meisterlich handhaben. Das schon oben erwähnte Lied vfry pm rp, welches in der Sammlung das vierte, und das Pl^tt PP, das 25. daselbst, zeigen von seiner Meisterschaft in Handhabung des aramäischen Idioms. Beide sind so korrekt und sprachrichtig durchgeführt, obgleich sehr verschieden angelegt, daß ec die grammatischen Schwierigkeiten ganz und gar überwunden haben mußte. In Bezug auf die Formgewandtheit ist ihm Mos. Chaj. Luzzatto sehr ähnlich, denn auch Letzterer hatte die Kraft, die Formenfülle der weltlichen Poesie auf die . religiöse anzuwenden, nur hat er es nicht wie Nag'ara gethan. Hl Wie Menschenopfer der alten Hebräer. M Eine geschichtliche Untersuchung von Dr. F. W. Ghillany, Professor und Stadtbibliothekar in Nürnberg. Nürnberg, 1842. 8. (Schluß.) Die im mosaischen Kultus so oft hervortretende Zahl Sieben, wird vom Vers, mit der Planetenzahl in Verbindung gebracht, um auch den Sabbat mit dem Saturntag, Iah mit Saturn zu identisiciren. Der Verf. eignet sich auch hier Vatke's und v. Böhlens 34) Ideen an, ohne weder sie, noch die geistreiche Widerlegung ihrer Gegner zu erwähnen. Denn von den neuesten Chronologen (ek. Bahr 11, 587) wurde behauptet, „daß kein einziges altes Volk die Planeten bei seiner Zeiceintheilung berücksichtigte. Die Eintheiluvg der Woche nach den Planeten bei den Egyptern, sagt Jdeler (Ehr. 48, 60, citlrt von Bähr , könne unmöglich in das mosaische Zeitalter hinaufreichen, indem solche eine Stundeneintheilung voraussetze, die man aber noch gar nicht gehabt hätte. Es wurde nämlich behauptet, die Planeten wechselten in ihrem Vorsitze nach den 24 Stunden des Tages; demjenigen nun, den die Reise traf, über die erste Stunde des Tages zu walten, wurde dieser ganze Tag zugeschrieben. Auch im Talmud (Sabb. 158) findet sich die Euttheilung der Tagesstunden unter dem abwechselndem Vorsitze der Planeten. Die Wochentage hatten aber bei den Israeliten gar keine Namen, und selbst in der 5) Schem ha-Ged. das. 34) Vatke Bibl. Theol. 196; v. Böhlens Genesis 136. Von Philo und später» jüdischen Gelehrten wird ebenfalls diese symbolische Bedeutung der Siebenzahl angenommen; so sagt 'z. B. Jbn-Esra, Absch. Balak on *0 rPJJ^wn b>y cyDrl) upmartD njötiM nmyo "r8Q npy.

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