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Der Orient · 1843-10-03 · 40 (3.10.1843) · p. Spalte 639-640

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
40 (3.10.1843)
Article
Die Menschenopfer der alten Hebräer [Rezension]
Date
1843-10-03
Page
Spalte 639-640 (sequence 4)
Language
German
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639 Literarische Ankündigungen. 640 gerischen Maske der Wissenschaftlichkeit herabgewürdigt wer-- den, und das zur Erreichung eines Zweckes, der auf des Hasses finsteren Urquell deutet, da wäre es auf der andern Seite Selbstverachtung und Herabwürdigung des eigenen Gefühls, wenn man einer solchen unerquicklichen Polemik etwas anders als — Stillschweigen entgegensetzen würde. Wir treffen daher wieder mit dem Vers. auf S. 433 zusammen, wo er behauptet, der Name Iah sei schwerlich jüdischen Ursprungs, auf keinen Fall eine nur den Juden eigentümliche Bezeichnung des höchsten Gottes. Der phönizisch-chaldäische JAG sei gewiß mit Iah nah verwandt, und diese Verwandschaft beruhe nicht blos auf der Aehnlichkeit des Mortlauts, sondern auch auf einer Uebereinstimmung der Vorstellungen, welche man mit dem Namen des Gottes verband. Der Vers, wagt zwar nicht mit Bestimmtheit den nicht jüdischen Ursprung des Namens Iah anzunehmen, weil er hier zum Erstenmal seinem eigenen Urtheile mistraut, besonders weil die hochwichtige Autorität von Gesenius (Phen. 577; gegen die Uebereinstimmung des 3 UX mir dem pHLnizischen JEQ und dem egyptischen JAG findet; er sucht aber wenigstens die Vorstellung und würdevolle Bedeutung dieses Namens dem mosaischen Indenthum abzusprechen, und aus Iah, dem absolut Seienden, dem Unveränderlichen, Saturn und Sonne zu machen. , Die richtige Vorstellung von der absoluten Einheit Gottes, war aber keineswegs das Resultat des geoffenbarten Namens, wie manche aus 2 M. 3, 4 schließen wollen, denn selbst unter dem alten Namen „Allmächtiger, v-jjy, war der Begriff des absolut Seienden unzertrennlich von dem der Allmacht. Nur als Offenbarungsname, als Daseiend für Israel wurde bei der Erwählung und Konstituirung Israels als Priestervolk diese Bezeichnung des göttlichen Wesens geoffenbart und erhielt in diesem Sinne seine besondere Bedeutung. Das Urwesen und die Ursache alles Seins, zuerst von Abraham erkannt, ist dasselbe, das sich Moses offenbarte, und die h. S. weiß von keiner Begriffsvera'nderung in der idealen Vorstellung eines ewigen Wesens, das dem mosaischtn Zeitalter nicht hätte zugeschrieben werden können. Das Grundprincip des Iudenthums seit seiner geschichtlichen Entstehung war der reine Goltesglaube, der so deutlich mit hellleuchtenden Flammenzügen in der h. S. niedergelegt ist, das nur ein vom neblichten Dunstkreis des Hasses und des Irrwahns getrübtes Auge, unter den „Augen Gottes", einer bildlichen Darstellung der göttlichen Vorsehung, ben Saturn der Phönizier oder die Osiris der Egyptier, zu verstehen vermag (S. 441). (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Einladung zur Subscription aus eine neue Ausgabe des rühm liehst bekannten Werkes “i 1 n 0 n m n d BEenorath liaiinma^F, nebst einer dem Texte beigefügcm, leicht faßlichen deutschen Ueberfetzung von R. I. Fnrstenthal. Der AXenoratll Hammaor, von Rabbi Iizchak Abo- Hab, 1470 zuerst erschienen, hat durch unzählige Auflagen seine Vortresflichkeit bewährt. Im vorigen Jahrhundert wurde er durch die Hinzufügung einer jüdisch-deutschen Uebersetzung ein Erbauungsbuch, welches fast in keinem frommen jüdischen Hause fehlte. Vieles aber ist natürlich in die reiche Kette von Talmud- und Midrasch-Stellen, welche das Moralsystem dieses Buches umschließt, ausgenommen worden, was wohl zu jener Zeit brauchbar in der Anwendung auf den frommen Sinn war, mit unserer Anschauungsweise aber sich nicht befreunden kann. Auch ist die alte jüdisch-deutsche Ueberfetzung unverständlich, sogar Orthographie und Typik unseren Männern und Frauen unzugänglich geworden. — Wenn nun der Text unverändert deibehalten werden mußte, so war doch die deutsche Ueberfetzung den Anforderungen unseres modernen Geschmackes genügend zu machen und die Wahl der Stücke mit Sorgfalt und Umsicht zu treffen. Für Beides hat Hr. Fürstenthal, der rühmlichst bekannte Uebersetzer des rro^n roiD, des DODX iT)iD u. f. w., die umsichtigste Sorge getragen, um dem sonst so sehr beliebten TNDH nilJD (Alenomth liaminaor) die Herzen der Söhne und Töchter Israels zu gewinnen. Verlag von C. L. Fritz sch e. Um die Anschaffung dieses Werkes möglichst zu erleichtern, habe ich für dasselbe den beispiellos billigen Preis von 2Thlr. 15 Sgr. festgesetzt. Es erscheint von demselben alte 4 Wochen ein Hef? für den Preis von 5 Sgr. In Leipzig ist dasselbe durch C. L. Fritzsche so wie durch alle gute Buchhandlungen zu bezieh e n. Kr 0 t 0 sch i n , im Januar 1843. B.. Monasch. [90*] Bei B. S. Berendsohn in Hamburg ist so eben erschienen, und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Der Juden Sache ist unsre Sache. Zweite Diversion im Kampfe für Recht und Wahrheit von ■ Friedrich Clemens. Molto! Ob auch die Vernunft, die alte Schlange, Jahrtausende im Bauch des Cronos grimmt. Wirds wohl schon Rath, ob man sie gleich nicht fange, Daß man ihr einen Giftzahn um den andern nimmt. Preis 3 Groschen. Druck von I. H. Nagel.

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