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Der Orient · 1843-10-03 · 40 (3.10.1843) · p. Spalte 633-634

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
40 (3.10.1843)
Article
Talmudische Exegetik
Date
1843-10-03
Page
Spalte 633-634 (sequence 5)
Language
German
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683 Lit. Analekten. — Die Menschenopfer der alten Hebräer. undBarajta ist er einer der fruchtbarsten Lehrer, auch wieder als der Anonymus desSifra genannt^). Sein großes Ansehen, und die Wahrhaftigkeit, welche man seinen Lehren beilegte, bezeuget wohl das schon hinlänglich, daß die Halacha durchgängig nach seiner Lehre sich richtet30). Die Schule, aus der er hervorgegangen, gehört noch der griechischen Bildung an 31 )f und jedenfalls waren ihm die Pentateuch-Übersetzungen der Septuaginta, des sogenannten Jonathan hen Usiel, und des Onkelos bekannt *'). (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekten. Berichtigung. In dem einleitenden Gedichte des Dun asch b en Librat, welches von Herrn Dukes im LB. d. Oriens, Nr. 15 mitgetheilt wird, ist eine Stelle, die vom gelehrten Herausgeber nicht richtig gelesen ist. Es heißt daselbst S. 229. Z. 7. v. o. mb {bynm bis) baym mn nini “und und man hat Mühe zu begreifen, wie sich aus solcher Leseart Hrn. D., ein der Klarheit auch nur einigermaaßen nahestehender Sinn ergeben konnte. Abgesehen davon, daß bei der Emendation ein n als vorletzter Buchstabe fehlen würde, muß man doch ohne Zweifel zugestehen, daß wenn gar keinen Sinn giebt, nur eine lächerliche Deutung erlaubt. Indessen bin ich hier so glücklich, nicht eine eigene Emendation an die Stelle der zu verwerfenden setzen zu müssen, sondern die richtige Leseart nach eigener ad )\ npimi 'n niDiDD nwiD rnin idw 'i hjdm 3iyDD miD ptm Sisri P^n 1 Nr. 131. S.öl d, Mitte. 29) ni)n^ '1 ^IDD OMI Sabbat 137 a, Anfang. Ioma 41 a, Anfang. Sanhedrin 86 a, Anfang. '-) onD froro n NnDDin dhd , twd '1 odd. dhd pn? y"n into pyoty 'i nD'D dhd, nnry'i nidid. 30) rpbn ni d'i pnr> i"k m* in 3py> in jVflno Erubim 46 b, Mitte, ibid. 95 a, Mitte. Berachot 49 b in Sofcfot. mirp '13 mbt] jlyDEf '11 n Bechorot 11 a, Mitte. Beza 27 a, Mitte. 31) S. b. Talmud Megilla f. 9. S. Jost a. a. O. Frankels Vorstudien zu der LXX. S. 25 und 27. Anm. e. h. 32) nuin N3N 13 KM '1 NDVlbM m '1 1DM yum 'n iry^a 'i *>dd hdn i3n obpm nun bw nn?n on ’dd m\ iwny p jjw dwdj tw Dinn Ow'PDl. Megilla 3 a. o^py D.11'n N3N 13 wn '1 1DN mw iD^pi yw> 'i od1 2?? iiy^N 'i osb un. Meg. j. 1, 9. Vergl. hiermit Zunz G. V. S. 61 ff. Bedenkt man, daß R. Elieser der Lehrer R. Iehuda's war, so ergiebt sich, daß dieser gerade in der Blüthe der verschiedenen Kargumim gelebt. Vrgl. oben Anm. 17. Ansicht der Leydner Handschrift mittheilen zu können. Es steht nämlich dort ziemlich deutlich: mb btf ytsni. Der Vers lautet dann so: „Ihn schmücket Majestät und Pracht Und Gottes Heil (ld§ V'&)) ist seine Tracht". Ich fühle mich um so mehr gedrungen, diese Berichtigung bei Zeiten mitzutheilen, als die Besorgniß nahe liegt, es könnten gewisse Leute das hyM'si' benutzen, um dem edlen CH asdai zum Muhammedaner zu machen; besonders da 1N‘£ in der Bibel gewöhnlich die Bedeutung: Turban hat. Wie bei dem schändlich verleumdeten Maimonides würde man Urväter, die niemals gelebt haben, aus dem Schattenreich heraufbeschwören, und würde ihnen Codices in die Hand geben, die niemals vorhanden waren, um Leichtgläubige mit der Angabe zu täuschen, Chasdai habe den Turban genommen! Ich benutze die Gelegenheit, um auch die in demselben Blatte Sp. 231. Z. 15 v. u. befindlichen Worte nyi£> DDD yivn in nyw DD3 yrrn zu berichtigen, und auf Wüstenfeld: Geschichte der Arabischen Aerzte S. 32 zu verweisen. Die Worte sind hebräische Uebersetzung des nyftD DDD *piyD^N. F. Lebrecht. Hl Die Menschenopfer der alten Hebräer. f§| Eine geschichtliche Untersuchung von Dr. F. W. Ghillany, Professor und Stadtbibliothekar in Nürnberg. Nürnberg, 1842» 8. (Fortsetzung.) Nur als ein Bote Gottes, wie auch die Winde in der h. Sch. „Bote Gottes" genannt werden, wird der Maleach dargestellt; mit diesem Ausdrucke wird sowohl ein körperliches wie ein unkörperliches Wesen, eine Naturkrast und ein mit ausgezeichneten Fähigkeiten begabter Mensch bezeichnet -9). Herrn Gh. hingegen ist es nicht genug, den Maleach in der h. S. mit Mithras zu identisiciren, sondern auch die Benennungen ^bü und M, in den Stellen, irDDJ OM, 13 1pt£0 »IHN 03 IDn/’, o6d sind die Bezeichnungen der von Gott selbst eingesetzten Mittelwesen. Ist nun einmal der Maleach zum Mittelwesen umgeschaffen, so glaubt sich Herr Gh. berechtigt, ohne auf den Widerspruch zu achten, noch einen Schritt weiter zu gehen, und er läßt daher den Maleach Iah selbst sein. So wäre Iah als Maleach erschienen der Ha gar (1 M. 16); dem Jakob (ibid. 11) und dem Manoach (1 Richter 6 29) Unter Maleach versteht auch Maim. (M. Ns 2,^25) einen Propheten, und erklärt in diesem Sinne die Stelle 2 M. 23.

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