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Der Orient · 1843-08-29 · 35 (29.8.1843) · p. Spalte 547-548

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
35 (29.8.1843)
Article
Apologetik [Rezension]
Date
1843-08-29
Page
Spalte 547-548 (sequence 2)
Language
German
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547 The Conciliator of R. Manasseh b. Israel etc. 548 nicht 16V5, sondern -1604 geboren wurde, wie De Rossi in seinem Vizionario storico angiebL Hr. Lindo scheint aber De Rosst nicht zu Rathe gezogen zu haben, denn sonst würde er bei dem Urtheil des Vater Moreri über den „Conciliador“, das er aus dessen Dict. Hist, anführt, bemerkt haben, daß die Angabe Moreri's, der Conciliador sei 1632 zu Frankfurt gedruckt worden, unrichtig ist. (Vergl. auch Oe Rossi’s ßibliotheca judaica — antichristiana a. a. O.) Hingegen sagt Hr. Lindo richtiger als De Rossi, daß M. in seinem 17. Jahre an fing (began to compose) eine hebräische Grammatik unter dem Titel NOL7 §u bearbeiten, indem M. selbst in der Vorrede zum ersten Theile des „Oonciliador^ — der 1632 in Amsterdam erschienen ist -7sagt: 1. last year completed, in four parts, a Hebrew Grammar, entitled ryirD ,,The Pure Lip“. Die Angabe, daß M. 22 Werke verfaßt hat, ist ungenau (vergl. De Rosst Dizionario storico). — In den biographischen Notizen vermissen wir bei manchen Artikeln alle und jede Benutzung der neuern Forschungen. So schreibt Hr. Lindo z. B. R. Salomo Iarchi für Iizchakiz ferner sagt Hr. L., N.Iehuda ha-Lewi, Verfasser des Kusari wäre in seinem 50. Lebensjahre gestorben,.während Hr. S. D. Luzzart o in Betulat bat-Iehuda S. 24 erwiesen, daß Iehuda ha-Lewi in einem Alter von beinahe 60 Jahren gestorben. Wir wollen diese wichtige Stelle aus Betulat bat- Iehuda hier übersetzen. „Der Verf. des Juchasin behauptet, daß R. Iehuda ha-Lewi 50 Jahre alt war, als er die Reise nach Palästina angetreten. Dies, scheint mir, habe er aus dem Gedichte entnommen, dessen Anfang:?O'ir)yn im nny.3 pyrinn ist, und das (wie aus dem Inhalte des Gedichtes hervorgeht) im Schisse verfaßt wurde, als er nach dem gelobten Lande reiste. Mir scheint es aber gewiß, daß R. Iehuda damals nahe an 60 Jahre alt war, wie dies aus dem Folgenden sich ergeben wird. Ich habe nämlich bereits anderswo nachgewie--. sen, daß Moses Jbn-Esra noch im Jahre 4898 lebte und dichtete. Da wir nun früher gesehen haben, daß R. Iehuda ha-Lewi ein Klagelied auf den Tod Moses Jbn- Esra's verfaßt, so muß er wenigstens 4898 noch gelebt haben. Ferner haben wir bereits früher gesehen, daß R. Iehuda ha-Lewi ein Gedicht an R. Jizchak ben Baruch schrieb, als dessen Enkel beschnitten worden, R. Jizchak b. Baruch aber wissen wir — nach R. Abraham b. Dior — starb im Jahre 4854. Wollten wir nun auch annehmen, daß R. Iizchak b. Baruch bald nach dem Beschneidungsfeste seines Enkels gestorben sei, so ist doch soviel gewiß, daß R. Iehuda ha-Lewi im Jahre 4854 schon gedichtet, und demnach während eines Zeitraumes von 44 Jahren Gedichte verfaßte: wie ist es nun möglich anzunehmen, daß er blos fünfzig Jahre gelebt habe? (denn allem Anscheine nach siel die Reise nach Palästina und sein Tod in ein und dasselbe Jahr). Ich bin daher der Meinung, daß Iehuda Ha-Lewi, als er: IHN nng? ausrief, acht- oder neunundsnnfzig Jahre alt gewesen". — In dem Artikel Rabbcnu Tam (R. Jakob b. Meir) ist das Todesjahr desselben fasch angegeben, denn wie Luzzatto in seinen „Prolegomeni ad una Granunatica ragionata della Lingua ßbraica“ S.28 bemerkt, ist der erwähnte Gelehrte nicht 1170 sondern 1171 gestorben *). Wenn Hr. Lindo ferner sagt, daß der italienische Dichter Ta fso ,,died in extreme poverty at Rome", so ist das nur insofern richtig, als der Dichter von 1a Oeiusalemme lib6i'ata nach Rom berufen wurde, um den verdienten Dichterkranz zu erhalten, dort aber erkrankte und starb. — Einige Noten des Herrn Uebersetzcrs haben uns überrascht, wie wenn er z. B. 1. S. 8, N. 18 es für wahrscheinlich (probable) findet, daß Plato von Jeremia unterrichtet worden sei, oder wenn er B. I. S. 111, N. 45 sagt: „The roots of Hebrew words are different frorn other languages: tbey are, with few exceptions, of three lefcters, formirag the third person masculine singulär, in aLlusion to the Deity, (!) whose eternal existence is all we know of Him; that is, Ile is, He was, He will be,. comprised in the three letters rpil", was nah an Mystik streift. — Trotz dieser kleinen Ausstellungen nun, die wir im Interesse der Wahrheit geschrieben, wiederhohlen wir noch einmal, daß Hr. Lindo sein vorgestecktes Ziel, eine korrekte Übersetzung des „Conciliador“ zu liefern, vollkommen erreicht hat, und daß sr'e nicht blos „tolerably correct“ sondern very correct ist. Uebrigens verdient dieses exegetische Werk, dessen Hauptaufgabe ist, die Widersprüche in der Bibel zu lösen, schon wegen des vielen Materials, das dasselbe enthält und wegen vieler trefflichen Bemerkungen des berühmten Verfassers, dessen Schatz von Kenntnissen man anstaunen muß, eine weite Verbreitung. Auch ist dem herrlich ausgestatteten Werke das Bild des Verfassers beigegeben. A. Ink. Kurze Anzeigen. Jüdische Sprachwissenschaften. 16. Ueber die Aussprache der hebräischen Buchstaben im Allgemeinen und das n unb insbesondere. Von Dr. Philipp Ehren beug in Wolfenbüttel. Leipzig, 1842. 8. (Abgedvuckt in den neuen Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik. 8. Bd. 1. H.) Schon im Jahre 1841 habe ich unter hier gegebener Überschrift (LB. d. Or. 1841, Nr. 49) eine Reihe von Kri- *) Herr Luzzatto führt dort nämlich eine Note an, die sich am Ende (in eulcej eines handschriftlichen ,»V") “fl-pD findet, wo es heißt: xb rOBO p)DNJ) DH Dpy b n wm vfix bw nwy.

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