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Der Orient · 1843-08-22 · 34 (22.8.1843) · p. Spalte 535-536

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
34 (22.8.1843)
Article
Die Beschneidung und ihre Gegner
Date
1843-08-22
Page
Spalte 535-536 (sequence 4)
Language
German
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535 in den Büchern Samuels ein dunkler und ungewisser sei, nicht gethcin ist. — Setzen wir jedoch die Abfassung der „Grundschrist" oder der.„Elohimurkunde" des Pentateuch wenigstens in die Zeit Davids, wie Luch und Sta'helin mit siegenden Gründen dargethan haben, und wie jetzt auch de Wette x2) annimmt, so haben wir ein unwiderlegliches Zeugniß, daß eben.zu dieser Zeit die. Beschneidung ein uralter, längst bekannter Gebrauch war, (denn wer hätte einem Volke aufbinden können, ein erst jüngst eingesührter stamme von dessen Urahnen her) und' die Zeugnisse von den Büchern Samuels und der Richter an ihrer Integrität bestehen können. 'o n—7t—g. Kurze Anzeigen. 13. Praktische Anleitung zum Erlernen des Ebräischen. Von Dr. S. H e r x h e i m e r, Herz. Anh. Bernd. Landesrabbiner. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin, 1843. 8. E. H. Schröder. Nächst dem hebräischen Element,arbuche vom Inspektor Eh r e n b erg, das hier bereits augezeigt wurde, ist vorliegendes das beste, das man jüdischen Schulen empfehlen könnte, wenn nicht die soeben erschienene zweite Auflage jede Empfehlung als überflüssig erscheinen.ließe. Hr. Dr. Herxheimer gehört, obgleich Rabbiner von Fach', zu unfern besten Schulschriststellern. Seine Schulschriften haben die . meiste Verbreitung gefunden und sehr viele Auflagen in kurzer Zeit erlebt, und auch in. diesem Blatte, das die Besprechung der Schulschristen nichr ausschließt, sind die Leistungen des Vers, sehr oft angezeigt worden. Was die. hier angezeigte Schrift' anlangt, so erschien, sie früher blos als Anhang zu dessen „Kinderfreund für Israeliten", und hat erst jetzt durch die Umformung zu einer besondern Schrift ein selbstständiges Ansehen. erhalten, ohne daß der Verfasser die für den Schulgebrauch so möthige' Kürze vergessen hat, wozu noch die Verlagshandlung durch, die billigste Setzung des Preises das Ihrige beigetragen. Daß die Syntax dem Buche fern gehalten wurde, wird gewiß Jeder, der in den Zweck des Verf.'s eingeht., in der Ordnung finden; aber dafür ist das Hauptsächlichste der hebräischen Formenlehre in 60 .Paragraphen sehr vollstständig in aller Kürze vorgetragen, und die beigefügten praktischen Hebungen sind vollkommen.geeignet, diesen unentbehrlichen Lheil der hebr. Grammatik der Jugend einzuprägen. In Bezug auf Orthographie erlaube ich mir einige Bemerkungen, deren Berücksichtigung Res. für künftige Auflagen herzlich wünscht. Das dageschlose d darf 11) Für Unkundige die Bemerkung, daß diese Männer strenge Kritiker sind, und keineswegs zu der orthodoxen Schule Hengstenberg's, Ranke's u. a. gehören. 535 nicht ph geschrieben werden, wie die Sprachforschung es längst erwiesen. Für Aleph, Kaph, Koph, Niphal, Hiphil, Hophal, Chatuph also muß geschrieben werden Ales, Kaf, Kof, Nifal, Hifil, Hofat, Chatuf k,; ) ist nicht v sondern w, also nicht Wav, Thav, sondern Waw, T a w. Das Zeichen der Vokallosigkeit heißt nicht sondern wie schon Ibn- Esra richtig schreibt und ich die richtige Erklärung in der Konkordanz gegeben. Ausstellungen in Bezug auf. das eigentlich Grammatische übergehe ich hier, da Bücher der Art stets der nachhelfenden Lehrer nöthig haben. 14. Dichtungsblüthen, gesammelt aus der Mappe jugendlicher Erstlingsversuche. Von M. E. Stern. Wien 1843. 8. v. Schmid und Busch. Der-bekannte-Dichter des Tis er et ha-Li sch bi tritt uns mit Erstlingsversuchen in der vaterländischen Dichtung, entgegen, und obgleich die Sprachen wie Morgenvon Abendland verschieden, so wird doch Jeder, der beider Sprachen kundig, nur ungern den Dichter in seinen ersten Versuchen sehen, der im Gewände des Morgendlands schon als Meister seine Lieder gesungen. Indessen ist'nur der Strauß, der aus den zerstreuten Dichtungsblumen gewunden, ein Erstlingsversuch; die einzelnen Blüthen scheinen im Stillen seit länger als zwölf Jahren Keime unbewachter, stiller Stunden zu sein; daher auch die größte Verschiedenheit in Stoff und Form, Trauriges, Liebliches, Gelegenheitliches, Schülerhaftes, in grober, feiner, modischer Gewandung. Jedes Gedicht hat fast seine eigene Bildungsquelle, aus welcher es geschöpft und nach Zeit und Ort scheinen die Quellen weit auseinander zu sein. Unter denen, die mir nicht zusagten, gehören: „des Dichters Nachtklagen" S. 1—14, das in seiner Breite und Ausdehnung keinen Punkt zu haben scheint, wo Blick und Gemüth des Lesers haften könnte. Die Gelegenheitsgedichte: „Weise der Empfindung", „Iubelruf", „An Dem. Peche und Mad. Müller" kann der Fremde schon an sich nicht hübsch finden. Der Grundcharakter aller solcher Gelegenheitsprodukte ist die schrankenloseste Uebertreibung und die Lüge, und ist sie auch an einem Orte Mode des Tages, so kann sie den Fremden doch nur unangenehm berühren. Aber dafür sind die sacyrischen kiedchen mit ihren stachelnden Pointen sehr gut. Von den aus der jüdischen Anschauung geflossenen finde ich nur zwei: „Der Stab Mose's" S. 38, und der „jüdischneologische Reformator", und auch unter diesen trägt das letztere, vermöge seines spöttischen Charakters, den Sieg davon. Mögen wir Hern Stern recht bald mit einem Bändchen hebräischer Dichtungsblüthen begegnen! 15. Lebens-, Tugend ^, Klugheits- und Bildungsregeln. Ein Sittenspiegel für Jedermann, zunächst aber für junge Leute beiderlei Geschlechts. Von S. L. Liepmannssohn. Essen, 1841. 16. Eigenthum des Verfassers. (Bei G. D. Bädecker in Essen zu haben.) Das Büchlein erfüllt vollkommen das, was der Titel verspricht; es enthält nämlich zuerst 71 ausgezeichnete Le- Kurze Anzeigen

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