Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 33 (15.8.1843)
- Article
- Neuhebräische Poesie
- Date
- 1843-08-15
- Page
- Spalte 519-520 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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519 Zusammengesetzte Strophen. Pismon. 529 Zusammengesetzte Strophen. Das Charakteristische dieser Art von Gedichten ist der doppelte Reim, welcher sich in denselben befindet, mit einem Refrain zu Ende jeder Strophe. Die Zeilen jeder einzelnen Strophe haben ihren gemeinschaftlichen Reim, wo sich nochder Reim aller , letzten Zeilen der Strophen untereinander hinzugesellt. -Bei den Gedichten der vorhergehenden Art sind die Strophen streng von einander abgesondert, jede derselben bildet ein . Ganzes für sich. Jede abgelesene Strophe ist dem Ohr und. hem Auge entrückt; bei der jetzt zu besprechenden treten alle Strophen in einen gemeinschaftlichen Bund, um dem Ohr und Auge sich bemerklich zu machen, und auf den Geist durch das öftere Wiederkehren des Refrains beharrlich einzuwirken. - Manche dieser Art Gedichte führen den Namen Pismon JlftlE), eine Benennung, deren Ursprung unbekannt, aber schon sehr altist. Dieselbe findet sich bereits bei dem Kava er JefeLben Ali p nD~*>) 3S) Diese Benennung bezeichnet diese Art Gedichte im Allgemeinen, obwohl der Bau 35) Wir. setzen die ganze höchst wichtige Stelle hierher. Wir werden bei einer andern Gelegenheit.darauf zurückkommen. Diese Stelle befindet sich in dessen Kommentar zu Exod. (Cod. heb. Lei<l. Leg. Warner Nr. 3.) . D’pbn 'j by Nipos wn .b jni mw pamv rrw idd ijiDau by nbn ui irmn in mman mm rrvan indh by barw nman otni * mbin iddd nnf mim ~w Nim rbii n p.N inoi bp va/n mm idn nn nsv “pn iDNi vi’jn ns’ "pn idnjb/ D’mam byt *?nii&’ bjio "jb iVN 'i ii33i bx-\w' nnNty by : inbi enpon 13 pöPI’ üb 131 IDN ItJ'N rn^an 1'S3 NID PHI ui '1'1'p nj 5,1'L'N idnjüc nsiDü ina’bo 131 '3 nsbo ui niN33 'i 1313 n idni mDM 131 mj> pyn bi Nin im m jni . mbJn nnw feo .Nin.ytcmi mm 1311 131 b by 1N13D U’Nl 131p3 nt^lJJim )’D bo Dpfro 131pD DN '3 isbinii ^Nilr" mi nm man idni D'TDnn u ixian 'J3 nspo '3 hdn nn o' i d d n nn '3 ni : naiD dj/ inn lNDinn omb nNnm rbia injjn biai’D31? iDji. i3n ia/Ni 131? na<D by >ind anpn 7113 71VD '3 . Nim U11N 1N3NV 131 by 1 Dy 1131151113 njn TIVD abvnir p>i3 min lü^'V D5,'V3 131 can nrb ttwn Nim jdid iidn' om piDD nid idn jv6ndp_di3’3' 'ly .piDD n 'bt 3iip Nin law nmam b pi üi '-p aixi '3 jiDis po Nin Dü npianp b '.1'1 m man .1UDD11N1 151'INNl "b 511'VN N15I JD1DH Aus dieser Stelle geht augenscheinlich hervor, daß man die Meinung, als sei das poiD das französische „pseuume", aufgeben muß. (Zur, Kenntniß u. s. f. S. 140. Anmerkung 17, auch oben Note 27.) Im LB. des Orients 1843, S. 90, Note 7 wird eine andere, nicht sehr glückliche, Erklärung dieses Wortes versucht. Es will uns bedünken, als müßte man der Meinung des Elija Levita beitreten —, welcher diesem Worte einen chaldLischen Ursprung vindiciren will. Wir setzen diese Stelle (Li sch bi, Art. otD) hierher. 'Aim 1N1.1 51D Ijn’ tb) D’JIDTS D'Dl'DH 5l3p^> )’11p derselben sehr verschiedenartig . ist. Daß verschiedene Gedichte diesen Namen unrichtig führen, ist bereits oben, nachgewiesen. Sowohl deutsch - fr anzösische als spani s.ch.e Paj-i tanim haben uns solche. Gedichte hinterlassen. Die.der Letz-- Lern sind öfters sehr - kunstvoll gebauet.. S al o m o. I b n. Gabirol, Moses Jbn E,sra, Isaak ben-Giat., Je-: huda Ha-Lewi und Abraham Jbn Esra hat man. die, schönsten Gedichte dieser Art zu verdanken. Manche derselben sind in der deutschen Selicho.tsammlung ausgenommen. Die Form dieser Gedichte findet sich, nur in der religiösen Posie, in den weltlichen Gedichten ist diese Form äußerst selten. Die Karäer sind hierin so. wie Überall den-spanischen Pajta-i nim gefolgt, und haben iw ihrer-Gebetsammlung ebenfalls verschiedene Gedichte der kunstreichsten Form. Der Refrain besteht entweder: : 1) aus einem Bibelvers, oder. . . 2) aus einer vom Dichter selbst gewählten Reim. Die Dichter haben sich an keine bestimmte Regel gebunden, jeder verfuhr hier nach seinem Belieben. Auch die. Zahl der Zeilen, nach welchen der Refrain widerkehrt ist unbestimmt; er kehrt schon zuweilen nach 2, öfter nach 3—4—5 und mehr Zeilen zurück. Der Refrain ist entweder 1) einfach, wo eine Bibelstelle gleichen Ausgangsallein zu Ende jeder Strophe widerkehrt; oder 2) doppelt, wenn zu Ende jeder Strophe eine Reimzeile sich findet, welche mit dem Refrain korrespondirt. Diese Art heißt im strikten Sinn P i s m o n. Der Refrain, welcher eine Bibelstelle enthält, gehört in die Rubrik des Musivstyls, und ist von dieser Seite zu betrachten. Die von dem Dichter gewählte Stelle bringt das Gedicht öfters äußerlich schon in Verbindung mit der Zeit, in welcher das Gebet recitirt wird. So giebt es ein Gedicht von Abraham Jbn Esra, wo das Ende jeder Strophe ein Bibetvers mit dem Worte np|jft ist, weil dieses Gebet am Mincha recitirt wird. Manche dieser Gedichte spielen auf den Namen des Verfassers an, so z. B. eins des Genannten, wo zu Ende jeder Strophe sich ein Bibelvers mit dem Worte GrHDN findet. Manche spielen auf den Cyklus von Gebeten an, wo sie hingehören, und es giebt Gedichte,, wo das Ende jeder Strophe ein Bibelvers mit den; Worten ist u. s. f. Diese äußern Formationen der Gedichte stehen übrigens nicht in Zusammenhang mit ihren andern Benennungen, welche von verschiedenen Ursachen herrühren. Vergl. zur Kenntniß it. s. f. S. 31 ff. Folgende Beispiele mögen das Gesagte erläutern. Wir wählen zuerst ein Gedicht des Abraham Jbn Esra, welnmr? wdh oni.'di d^td? dw jjw mrw answ IM p**) ub) mp^no niNnon nmrn in D^py amnn in 'obm-)' DUimp^N? n^n im . — 1NHD3 N^> im 11 DP (1 D^DD