Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 31 (1.8.1843)
- Article
- Die Menschenopfer der alten Hebräer [Rezension]
- Date
- 1843-08-01
- Page
- Spalte 485-486 (sequence 3)
- Language
- German
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485 Neuhebr. Poesie. — Dreizeilige Srrophen. 486 unsere eigenen Schutz- und Bollwerke verlassen, und aus gleichen Terrain, aus seinen eigenen Standpunkt uns versetzen, wenn wir das Gründliche und Lächerliche seiner Hypothesen und Wahrscheinlichkeitstheorien bekämpfen wollen. (Fortsetzung folgt.) Neuhebräische Poesie. Notiz über die äußeren Formen der Pkjutim. Von L e o p. Dukes, in Tübingen. (Fortsetzung.) 2) Dreizriligc Strophe» Die drei gleichen Reime unterscheiden diese Art Strophen oder Sch lisch ija von der Terzine, wo die zweite Zeile bekanntlich reimlos bleibt. Diese Form ist sehr alt. K a l i r i hat sie bereits gebraucht, z. B. in PD^Jpft PPHK und ypÜ bn u* a* ^er Rutschen Selichotsammlung finden sich mehre dieser Gedichte, wo die Ueberschrift steht. Auch in den deutschen Festgebeten finden sich solche dreizeilige Gedichte z. B. (für den ersten Ostertag). Spanische Pajtanirn, Josef ben Abitor an der Spitze, brauchten auch diese Form, und die Einleitung zu Ben-Abitor's Seder Aboda ist dafür als Beispiel anzusühren. Wir setzen einige Zeilen daraus hierher. * (27^n|P si'^lp P]N * '»y?!“!? fl'P-l? N12N : tjpin nrix ipD] 'j?bn rpp * p“a ]irp ' ’Sp'p p'irnp^ N'täj3 : 'hxb rnpjK) ]iD3 * nisp iw * ’fy?32 instw Qi' : 'b nW ' 'b Von Ibn-Gabirol gehört hierher dessen Gpy;3. Vergl. Ehrensäulen S. 19, Nr. 10. S. 70. Wir setzen auch ein Gedicht dieses Baues von Moses Ibn Esra hierher. Es befindet sich im Machasor von Karpentras für den 1. Tag des Neujahrfestes. .anip isn. ps in pp -i’DN i2>in neun» .ljn^s : i'3 t\)d nyiini iöj) vn\ ” * niN’pb 'w ps inipe iy3 * rritnrib ns ]H ei1 ^p b’n TjTi : nijos ” i^iji ’otjp ^p ' PpNJ sN T2]K D1V1 ' liioN bnp2 ne«? nipe«i : i) r(?pn pe*? imin 27) Zur Kenntnis; u. s. f. S. 10. In demselben Machasor befindet sich von demselben Autor ein anderes ähnliches Gedicht, welches unrichtig J1DT8 überschrieben ist, da das Charakteristische dieser Gattung der Refrain (vergl. weiter unten) in demselben fehlt. Es beginn,: onpjni Dnjrp 3'pM 28). Der gelehrte S. D. Luzzatto hat (Betulat bat Jehuda S. 12) darauf aufmerksam gemacht, daß sich diese Form in alten christlichen syrisch e n Liturgien findet und hat daselbst einige Proben davon milgetyeilt. Im christlichen Kirchenlied findet sich diese Form ebenfalls. Das berühmte stabat mater dolorosa gehört zu dieser Klaffe. Die Terzine selbst, i t a l i e n i sch e n Ursprungs , findet sich auch nur bei späteru italienischen israelitischen Pajtanim. Nämlich bei Moses R i e t i 29) und Moses Kohe n, dem Korstoten. Von dem Erstgenannten gehört dessen hierher^), welches unseres Wissens aber in 28) Wir setzen einige Strophen dieses Gedichts hierher. ♦ Dnüiy wpan nm 4 onpyn nyw DwpD : tc/np ' DDNton bn d* nteoa ♦ dp np *rj7 nmi nm wy nNbni M dv^n : wp H)mo p-n - nmb b]) nnwn p *?n * ohind ypn u*rk : dtodjd rkr\ u'xmn 4 rrp &b 'SQ ^n) 4 dw wy : dpm bo PN1? TlNDm ♦ by ^np ^n? 4 vjdd nyt wrk 'Mi : )b «Nön n Eben so findet sich in demselben Machasor die Ueberschrifr bei kleinen Gedichten von einer Strophe, wo aber vielleicht anzunehmen wäre, daß das eigentliche Gedicht fehlt. So z.B. für Schacharit des ersten Tag vom Neujahrsfest. imjp Dipn in k\ ' -ran tnd nr Dp : imo*» m)rb 4 inöiy Eben so a. a. O. ♦m?nn njidtd : tpw p)DxN ^ndd 4 '»nn nbm no*T i? u. a. m. Es scheint auch, daß man die Bedeutung des Wortes nicht mehr kannte. Vergl. auch weiter unten Note 32. 29) „Der hebräische Dante" schrieb sein ganzes Werk, welches unter dem Namen hn^T\ in verschiedenen Sammlungen sich handschriftlich findet, iir'Terzin en. Vergl. Bikkure Ha-Ittim 1828, S. 14. Ehrensäulen S. 50. Moses ben Esra S. 29. Note 5. Der Werth dieses Werkes besteht mehr in der Seltenheit, als in dem innern Gehalt. Auch hat es geschichtlichen Werth. Der Verfasser des Schalschelet Ha-Kabbala bemerkt, daß er daraus mehr geschichtliche Norizen entnommen hat. 30) Das Büchlein Wfi J1JJD gehört zu ben allerseltensten Werken. Wir haben Gelegenheit gehabt, dasselbe in Amsterdam bei H. S. B. Rubens zu sehen. Das Büchlein enthält mit der italienischen Uebersetzung 24 Blätter in 12. Der Titel lautet wie folgt: J1JJD 1M3 13' pß mbao iiybttn pnp 'taNnn mno )N1T niWD3 DDU (Viterbo) N2in ßO JH3 DiTDN .N’Syiß iT)N3^ 31 *