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Der Orient · 1843-07-25 · 30 (25.7.1843) · p. Spalte 475-476

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
30 (25.7.1843)
Article
Die Erbfolge bei den alten Hebräern
Date
1843-07-25
Page
Spalte 475-476 (sequence 2)
Language
German
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475 476 Die Erbschaften bei zwei Mal also vernehmen: Der Mann erbt seine Frau, selbst wenn ein Sohn vorhanden, denn der Mann ist ja nicht mit ihr wie die übrige Familie verwandt, und dennoch behaupten wir, daß er seine Frau erbe; nun so ist auch gewiß die Absicht, daß er den Vorzug vor allen übrigen Verwandten haben solle. Und an einer andern Stelle sagt er, F. 116 b: Wir entnehmen daraus, daß der Mann der Erbe seiner Frau sei; nur wenn kein Mann vorhanden, erbt sie ihr Sohn, ermangelt auch dieser, dann erbt ihre Tochter; s. Tur Eben Ha-Eser G. 90. Maimonides Hilchot Nachelot 1. 8 bemerkt: Die Frau erbt ihren Mann ganz und gar nicht; aber der Mann erbt alle Güter seiner Frau nach dem Ausspruche der Schriftgelehrten, und er hat den Vorzug vor allen Uebrigen hinsichtlich der Erbschaft, obschon sie ihm unerlaubt war, wie z. B. eine Wittwe, die den Hohenpriester, oder eine Geschiedene oder Chaluza, die einen gemeinen Priester geheirathet hatte rc. Der Hauptbeweis für die Erbfähigkeit des Ehemannes wird aus dem Schluffe des vierten Buches Mosis geführt. Denn in der Barajta — angezogen F. 112.1), 113 a und von R. Ascher — heißt es: airan fynn nmon -tin rro2? hdod rfcro didh xh pn rD’D3 xhx wn in tynri idin nrw m nn hüd hx hddd bim* mh aion xh) idix wnwD flBDO nbnraiDH N1?! DipQ '»JH HD DÜX pH m'D ,13id ainan^yan na’Da tin hud hx S. Raschi im 4. Buche Mosis daselbst. Darüber aber haben sich unter den Rechtsgelehrten verschiedene Ansichten erhoben, ob das Erbrecht' des Mannes auf die Güter seiner Frau als ein rein' mosaisches, also als ein Gesetz der heiligen Schrift, oder blos als eine Vorschrift der Schriftgelehrten zu betrachten sei. Die Quelle dafür finden wir im Traktat KetuboL F. 84 a, wo es deutlich angegeben wird, daß Rab der Meinung huldige, die Rechtsansprüche des Mannes auf die Erbschaft seiner Frau seien durch dieSchriftgelehrten begründet, und die Schriftgelehrten hätten ihrer Rechtsaussage dieselbe Kraft beigelegt, als. sei sie rein mosaisch, s. Raschi zu Mischna Ketubot F. 83 a. Maimonides hält die Ansprüche des Mannes auf die Nachlaffmschaft der Frau für eine Vorschrift der Schriftgelehrten, wie dies die angeführte Stelle bezeugt; aber noch deutlicher bemerkt er dieses Hilchot Nachelot 6: Die Rechtsansprüche des Mannes auf die Erbschaft seiner Frau, obschon sie nur durch die Schriftgelehrten begründet wurden , haben durch die Gelehrten eine solche Festigkeit erhalten, als seien sie Gesetz der heiligen Schrift, und nützt keine Bedingung dabei, nur wenn Liese vor der wirklichen Verheirathung ausgenommen wurde. Um dieses übrigens gründlich begreifen zu können, muß Maimomdes Hilchot. Jschot nachgelesen werden. S. Kesef Mischne. Abraham b. David hält das Recht des Mannes in dieser Beziehung für rem mosaisch. Daher auch dürfte der Ausdruck, welcher in den Ehepakten steht, nämlich: „Stirbt sie endlich in dem dritten und in den folgenden Jahren, so soll den alten Hebräern. es nach dem Ges etze Gottes gehalten werden, daß der Mann die Güter der Frau erbe", nicht nach Maimonides zu rechtfertigen sein, weil es nach seiner Meinung nie Gesetz Gottes genannt werden darf, besonders wenn man damit in Verbindung bringt,- was Maimonides in Sefer ha-Mizwa 1. und 11. berichtet. S. dieserhalb Nachlat Schib'a F. 34 b. A 33 a sagt er: NiTJ NVI Np’DDT Nflbo IN'1?! NVN'1 p^rru tt» p-®ai srran p-©a wibni von m u^dn pN ddd pD3 pj pm bynn wm pw2 ddoihi NrrmNn n^nn db p'va post» s yw ob pv ~>ty bynn ns^rr» da pi n1?! rran vby ans. pl>ya ntoddn Nipi pm in nh^hnt n'N' ’nu nih .'■di rninn p pra ib w da Der oben genannte Gelehrte führt die übrigen Bibelstellen erklärend an, welche das Erbrecht des Mannes erweisen, und die in einer Barajta in Baba Batra sich befinden, s. Jalkut z. 4. B. M. Er sagt nämlich: Quin successionis Maritalis in sucris literis exempla notant bina. Alteruin in Josuae XXIV. 33, alte rum 1 Paralip. 11, 21. Primo in loco legitur: Eleazar quoque filius Aaron mortuus est, et sepelierunt eum in colle Phinees fiLii ejus, qui datus est ei in monte Ephrajini. Xeque Eleazaro, utpote Pontifici, neque Levitis agrorun\ seu collium possessio erat. Unde igitur Phinees filio ejus in assignata trihui Ephraim portione hie coLlis? receptiür est sententia, quod jure haereditario aceeperit ab uxore, cui superstes erat. Praeter Gemarani Babyl. ad tit. Baba Batra f. 1H. et Rabbenu Ascher ibi f. 206. c. 3 consulas Jarchium , Geisonidem ei D. Kimcbium ad extremum Josuae. In secundo loco habetur: Venit Hezron ad filiam Machis patris Gilead, accepitque eain cum esset filius sexaginta annorum, et illa peperit ei Segub, Segub aufcem genuit Sair, qui habuit XX111. civitates in terra Gilead. AliisaneXXlü has civitates dotem fuisse filiae Machiri, ut Jarch. in Commentario. Alii de haereditate a matre, quae ex tribu Wanassis erat transmissa intelligunt; ut D. Kimchius ibidem. Videris Numeror. XXZJI. 40. Deuteron. 111. 14. dudic. X. 3. Sed sententia est, etiam receptior, haereditatem basce civitates fuisse Jairo uxoriam. Kinichius ibi, nt n^n mira mran i'N' nt p« o iidn b"t i»m nETi’Di nm nnoi ny^npNn ntw np1? 3Uty p ->'N' : cmy nt^Wi anc^y tu b rn ini^N Habbini nostri, piae memoriae, dicunt , quod hic non est Jairus, qui memoratur in lege. i\um. XXX11. 41. Sed hic Jairus Segubi filius accepit uxorem in terra Gilead, cui mortuae successit hoeres. Et ex haereditate uxoria fuere ei haeXXHi civitates. Et utrumque exemplum observatum habes in Sepher Siphri, ad Numeros fol. 23. Col. 92, et in citata jam Gemara Babylonia, Von welchem Zeitpunkte an aber der Mann erbfähig

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