Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 30 (25.7.1843)
- Article
- Briefe über eine Encyklopädie der Wissenschaft des Judenthums
- Date
- 1843-07-25
- Page
- Spalte 471-472 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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471 Lit. Analekten. — Lit. Nachrichten und MisceAen. 472 darüber aussprechen wollten. Den Vermittler zwischen beiden Kontroversen soll die gegenseitige Besprechung der Mitarbeiter mit der Redaktion bilden, indem Erstere den Letzteren die Einzelartikel vorlegen und von derselben die Zuzammenziehung in Gesammtartikel oder die weitere AerfäUung, je nachdem dies nothig scheinen sollte, erwarten wird. — Einzelne Bemerkungen zu der 1. Abtheilung: Ob der Name Asketik dem in das 2. Untersuch Gehörigen, so eigentlich und nothwendig zukomme, wollen wir wenigstens bezweifeln. — Liturgik ist dem formellen Inhalt nach zum großen Theil unter III, 1+ B. enthalten, s. weiter unten. — Homiletik hätten wir nicht als ein besonderes Unterfach hmgestellt, da sie dem formellen Inhalte nach ganz unter 111, 6 (s. unten Anm. 12), dem realen nach zum folgenden Unterfach gehört. Zu diesem 5) Unterfach ist Gemeindewesen hinzuzufügen. (Fortsetzung folgt.) Literarische AnaleVten Maimonides oder Mijjaminides? Hr. Reifmann will im LB. des Orients Nr. 28 Col. 430 unseren ' mit einem Male zum Namensbruder des in Neh. 10, 8 machen, und führt als Argument seines Vaterrechts das Gedicht pvp) ny an. Der verehrliche Red. dieses Blattes hat bereits das Irrkhümliche dieser kühnen Konjektur a. a. O. bemerkt, und blos am Akrostich jenes Gedichtes, welches blos hat, einen Anstoß gefunden. Ich Urlaube mir aber, diesen Anstoß zu entfernen durch folgende Bemerkungen: 1. Sind es nicht Anfangsbuchstaben von Strophen, welche das Akrostich pm pp ^*13 T\m ‘ON bilden, sondern die fünf ersten Wörter von fünf Strophen. Da es nun im hebräischen Sprachschätze kein Wort wie giebt, so mußte natürlich das wegbleiben. 2. Müssen die fünf, das Akrostich bildenden Wörter, wegen der Stellung, die sie in dem Gedichte dort einnehmen, >rK£^?, pin |D’p vokaliflrt werden. Um aber 'das gewünschte Akrostich zu erhalten, müßte man diese vier Wörter unpunktirt lassen. Welcher arabische Jude wird nun in diesem P'Q nicht erkennen? 3. Konnte Maimuni trotz des Irrthums, daß hr'er gelesen werden könnte, dennoch schreiben, indem das n. p. (Glücklicher, und di ese Bedeutung des n. p. mußte den arab. Juden sehr nahe liegen) ins Arab. übersetzt in (j^-ny7 (Felix) verwandelt wird. A. Ink. Literarische JlLachrichten und Miseellen. Aeber eine Variante in dem Buche r Chobot Ha-Lebabot Im neunten Abschnitte des Scha'ar Ha-Leschuba m dem so eben erwähnten Buche des Bechaji den Josef, Dajan (welcher, um das Jahr 1100 gelebt hat), findet sich nach den Worten: ujw) )3no H?1?;; folgende Variante: b -Dir 1IPN1 n"d d r&nn nrb nr. Wenn nun unter den siebe nundachtzig Varianten, welche sich in diesem Buche vorsinden, die Entstehung der meisten sich leicht erklären läßt; indem einige graphischer Natur sind, d. h. solche Varianten, welche durch die Substituirung leicht zu verwechselnder Buchstaben entstanden sind, wie z. B. in der Einleitung O'h'Dtt/ und u. w. a.; wieder andere synonyme Ausdrücke bieten, wie z. B. Scha'ar Ha-Perischut, Abschn. 2. byj/non und ntlNnDH, Scha'ar ha- Teschuba, Abschn. 9 nwy und nmy; einige ausgelassene, zum Verständniß aber nothwendige Wörter ergänzen, z. B. Scha'ar Abodat ha-Elohim, Einleitung, wo nach den Worten qhd eine Variante das Wort hinzu fügt, und andere wieder, wenn auch einen verschiedenen Begriff ausdrückende, doch immerhir nur einzelne Wörter setzen, z. B. Scha'ar Abodat ha-Elohim, Abschn. 4, wo für MM eine Variante*^nn liest: so ist doch die von uns hervorgehobene Variante besonders bemerkenswerth, indem sie, denselben Gedanken mit andern Worten ausdrückend, unmittelbar aus einer andern Uebertragung des arabischen Originals geflossen zu sein scheint. Und dies ist hier wirklich der Fall. In einem Codex a) auf der hiesigen Rathsbibliothek nämlich ist ein Fragment einer ganz andern Uebersetzung des arab. enthalten, welche diese Varianten buchstäblich als eigentliche Uebersetzung hat. Diese Uebersetzung soll nach Zunz'e (Additamenta ad cat. eod. hebr. bibl. Senat, civit. Lips. p. 218) 2 3) Vermuthung von Josef Kimchi herrühren.— Danun die Vergleichung dieser Uebersetzung— welche vorzüglich eines Purismus 8) sich 1) In demselben Codex sind auch die Doofen welche Alcharisi aus dem Arabischen ins Hebräische übersetzte, enthalten, und wir wollen hier darauf aufmerksam machen, daß das Epitheton Alexanders, n^pn ^3, welches in diesem Buch vorkommt, und das von Herrn Dukes in den „Ehrensäulen", S. 28 hervorgehoben, aber nicht erklärt wurde, sich in arabischen Werken oft findet und auf mehrfache Weise erklärt wird. Verg!. Sale's Ueberf. des Koran, S. 246, Anm. e, wo die verschiedenen Erklärungen zusammengestellt sind. 2) „leider Chobat ha-Lebabot ao. 1161 a Juda Tibon eodenujiie tempore totus a Josefo Kimchi translatiis est (v. Praefat. sect. 2. praefixani), id quod pridem in libello nostvo“ „Etwas über rabbin. Literatur" (deffen wir aber leider nicht habhaft werden konnten) Berolin. 1818, p. 28. retulimus. Cum a Josefo Kimchi translatore alten», majur orationis festivitas ac lepor expectari. possit, versionem, quam Codex noster repraesentat, inerito Kimchi an am esse credideri 8." 3) Vorläufig genüge hier die Bemerkung,, daß unser