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Der Orient · 1843-07-04 · 27 (4.7.1843) · p. Spalte 421-422

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
27 (4.7.1843)
Article
Neuhebräische Poesie [Rezension]
Date
1843-07-04
Page
Spalte 421-422 (sequence 3)
Language
German
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421 Zur Kenntniß d. neuhebr. religiösen Poesie rc. Won L. Dukes. — Kurze Anzeigen. 422 ben. Auch über den Verfasser des jhn i(i Reifmann das. zu vergleichen. S. 67 „Ein Wütherrch — sein Name ist nicht genannt — wollte die Kinder einer Frau — deren Name verschieden angegeben wird" rc. Dem Vers, scheint entgangen zu sein, daß das ganze siebente Kap. des zweiten Buches der Makkabäer diesem Gegenstände gewidmet ist. Dieser Wütherich ist der berüchtigte Antiochus Epiphanes. Dort heißt es, sie sollten durch Marter gezwungen werden, Schweinefleisch zu essen, und nach Vers 41 ist auch die Mutter nach dem siebenten Sohn hingerichtet worden. Der Name der Mutter ist dort nicht angegeben. S. 103 bemerkt der Verfasser in Beziehung auf die Essäer, daß die Meinung Rapaports, der sie mit den Wetikim, Lipini für identisch halt, „sich weder begründen noch widerlegen läßt". Allein eine Behauptung, die mit solchen Gründen gestützt ist, wie Rapaport und Chajes dargethan haben (vergl. LB. d. Or. 1843. Nr. 45. Col. 710), indem auf eine andere Weise es ganz unerklärlich wäre, daß die Essäer im Talmud nicht erwähnt werden, und ihre Gebräuche mit den angegebenen der Wetikim so viel Aehnlichkeit haben, kann wohl begründet genannt werden. S. 101. „In diesem Sinne sagt Iehuda Ha-Lewi in einem seiner Gedichte: -pnN^D VifrOpS ’>nNä'> “insop!? DN. Sollte dasselbe nicht identisch sein mit dem Verse S. 172. wo derselbe sich fo ausdrückt: mnp*?t ‘’jniOpb TflNSfD? S. 114. „ließ eine Tochterstimme, j-D, die Worte vernehmen (Hiob 34, 33): wird er dein Rath einholen, ob du es vermochtest, ob du es wünschest". Wie Herr Dukes so übersetzen konnte den Vers o nDXD O *]öj;on lYl njTP HD) MN Ton HnN‘ ist mir nicht begreiflich. Arnheim übersetzt ihn in der Zunz'schen Bibel: Sollte er denn nach deinem Sinne vergelten, weil du (ihn) verwirfst? Wähle du, nicht ich. Und was denn wüßtest du zu reden? welches für die talmudische Anwendung nicht unpassend ist. S. 128 schreibt der Verfasser „Meffora") welches doppelt fehlerhaft ist, es muß heißen „Masora". S. 157 beginnen die hebräischen Beilagen, worunter manches sehr Schätzbare ist, besonders zeichnen sich vortheilhaft aus eine Ahaba S. 161, welche Herr D. ihrer Vortrefflichkeit wegen dem Ibn-Esra vindicirt, und ein Pismon von Iehuda Ha-Lewi S. 165. Interessant ist auch die Selicha S. 169 über die bekannte Unterredung des Kaisers Antonin mit Rabbi Iehuda, wo die Ausrede des Lahmen, ntarn IDU n&h TOJ irrpn, mit einigen Worten' hätte erklärt werden sollen, weil das Feigenessen nicht so deutlich darin ausgesprochen ist. M. Heß in Trier. Kurze Anzeigen. 4. Das verklärte Bild der Freiheit. Ein Kanzelvortrag am Passahfest des Jahres 5603 (am 16. April 1843), von Dr. Gotthold Salomon. Hamb. 1843. 6. Moritz Geber. Dieser, dem Dr. Bernhard Beer in Dresden, dem Vorkämpfer für die Juden in Sachsen, gewidmeten Predigt des gefeierten Kanzelredners ist schon im politischen Theil unseres Hauptblattes gedacht worden, wo auch Auszüge rnitgetheilt wurden. Sie ist in der That eine politische Predigt; die jüdischen Zustände in Hannover, in den freien Städten mit Sklavensinn, in Deutschland überhaupt ist das Thema, und da unsere bürgerliche Freiheit jetzt das Höchste ist, wonach wir ringen, so werden natürlich die Worte und Gedanken von einer Begeisterung durchglühet, welche die indifferentesten Gemüther entzünden muß. Mischung von einer hinreißenden geistlichen Beredsamkeit und donnernder Rede auf der Volkstribune umschlingt diese Predigt, und da wir in den Kammern nicht vertreten und an den Hochschulen nicht vertheidigt werden, so begrüßen wir freudig dergleichen Predigten, die unsere bürgerlichen Rechte, unseren Glauben veriheidigen. Die französischen Prediger und Rabbiner, Fabius und Anspach, sind die begeisterten Apologeten des Iudenthüms in Frankreich, um die Schläge des reaktionären Katholicismus abzuwehren; Frankel und Salomon sind die politischen Apologeten, deren Feuerworte in den Gemüthern kräftig nachhallen, und das durch schmachvolle Gesetzgebung gesunkene Selbstgefühl wecken. Mit Freuden begrüßen wir diese Erscheinungen, die so kräftig ins Leben eingreifen. 5. Das Dank- und Denkfest. Eine zur Erinnerung an Hamburgs großen Brand am 6. Mai 1843 gehaltene und auf Verlangen dem Druck übergebene Predigt v. G. Salomon. Hamburg, 1843. 8. I. I. Halberstadt. Auch diese Predigt ist zum Theil politischer Natur und es ist derselben schon ausführlich im HB. d. Or. gedacht worden. Ich wünsche, daß auch diese Predigt, welche treffliche Ansichten über die Zustände der Gegenwart enthält, die weiteste Verbreitung finden möge. 6. Die himmlische Begleitung durch die Irrgänge des Lebens. Rede gehalten am Sabbat Mischpatim, den 27. Sebat 5603, in der Lichtenstädter Synagoge, und herausg. von Dr. Salomon Sachs, kön. elbognerund saazerKreis- und Lichtenstädter Lokal-Rabbiner. (Der Reinertrag ist zum Besten der armen Gebirgsbewohner des elbogner Kreises bestimmt.) Karlsbad, 1843. 8. Brüder Franiek. Es ist schon im Orient berichtet worden, wie durch Veranlassung eines Israeliten das Interesse für die unglücklichen Bewohner des böhmischen Erzgebirges geweckt worden, wie sich zu Prag ein Privat-Verein zur Unterstützung gebildet,, der reichlich und besonnen spendete, und diesem Verein, 27*

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