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Der Orient · 1843-07-04 · 27 (4.7.1843) · p. Spalte 417-418

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
27 (4.7.1843)
Article
Neuhebräische Poesie [Rezension]
Date
1843-07-04
Page
Spalte 417-418 (sequence 1)
Language
German
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Meraturbtatl des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JVi 39» Leipzig, den 4. Juli 1843» Neubebraische Poesie. Zur Kenntniß der neuhebr. religiösen Poesie rc. Von L. Dukes. Angezeigt von M. Heß. — K rr rz e An-eigen. 1. Das verklärte Bild der Freiheit. 2. Das Dank- und Denkfest, v. Dr. G. Salomon. 3. Die himmlisch Begleit, durch d. Irrganze des Lebens. Von Dr. S. Sachs. — Die Juden frage. Judenfrage v. B. Bauer. Briefe zur Beleuchtung der Judenfrage 5>. Dr. Sam. Hirsch, Nabb. Beurtb. von H. JelUnek. (Schluß.) — Literarische Dialekten. Das Metrum in d. bibl. Poesie. Von Dr. Saalsch ü tz. Eia Jrrthum Creuzer's in dessen Symbolik. V. M. Heß. — Lit. Ankündigungen. Neuhe-raifche Poesie. Zur Kenntniß der neuhebräischen religiösen Poesie. Ern Beitrag zur Literaturgeschichte, nebst hebräischen Beilagen von Leopold Dukes. Frankfurt a. M. 1842. 8. Selbstverlag des Verfassers. (Bei der Redaktion des Orients u 20 gGr. zu haben.) Ueber dieses, oder vielmehr ein ähnliches, Werk erschien ' schon im Jahre 1841 ein Prospektus, welcher sich auch im LB. d. Or. 184 l, Nr. 37. Col. 569 befindet. Der Titel Desselben lautete: „Die Geschichte der religiösen Poesie vom Schlüsse des Talmuds bis auf die neuere Zeit herab, mit hebräischen Beilagen und deutschen Uebersetzungen". Es sollten darin von mehr als zweihundert Dichtern größere und kleinere Proben gegeben werden. Zum Beweise wurde ein alfabeLLsches Verzeichniß derselben mitgetheilt. Dieses Werk sollte die Lebensbeschreibung aller hebräischen Hymnologen nebst einer Charakteristik ihrer andern Werke enthalten rc. Ein solches Werk von einem Manne, der so ausgezeichnete Proben von seiner Meisterschaft in diesem Fache in den „E Liren säulen" (Wien 1837) und in seinem „Moses ben E sra (Altona 1839) abgelegt hatte, mußte nicht wenig jeden Freund der hebräischen Literatur erfreuen. Mit Recht wurde dieses Werk vom Redakteur des Orients cu a. O. kräftigst empfohlen. Wer sollte es nun aber nicht bedauern, daß der Herr Verfasser nicht das geboten, was er versprochen; es ist um so mehr zu bedauern, als es gewiß nicht der Verfasser verschuldet. Es war wahrscheinlich") aus Mangel an Unterstützung nicht in seiner Macht mehr zu liefern, wie Verfasser in dem Vorworte S. VI. .wirklich das Misverbältniß beklagt, welches zwischen dem dem Verfasser zu Gebote stehenden literarischen Material und äußern Mitteln stattfand. Allein wäre *)!! nicht wahrscheinlich, sondern gewiß. das Publikum in den Stand gesetzt worden, sich in jeder Buchhandlung daraus subskribiren zu können; so würde es ein vielleicht anderes Resultat gehabt haben, welches auch mit Wessely's Kommentar zur Genesis der Fall ift1). Nun noch eine berichtigende Bemerkung ehe wir zum vorliegenden Werke zurückkehren. Im LB. des Or. 1843. Nr. 11. Col. 167 bringt Herr Dukes aus Mechilta 11 bei, für das Beiwort. Dieser Ausdruck ist viel älter, er kommt schon in der Mischna vor als Beiwort, nämlich Para 11, 7 ^DD qw H w\p bl. S. IV. hätte die veraltete Redensart „zu gar manchen Dingen nutze sein", vermieden sein sollen. -— 4 1) Möge doch Hr. Dr. Lippm a nn seine neue Ausgabe des Sefat Jeter in den Buchhandel geben, oder Einige bei der Redaktion niederlegen, um wenigstens den zerstreuten wenigen Liebhabern dieser Literatur kein Hinderniß in den Weg zu legen, sich solche anzuschaffen. Auch Herr I. Kämpf, der uns schon so Vortreffliches im LB. d. Or. mitzurheilen die Güte hatte, wöge seinen Tanchum Jeruschalmi, wovon im LB. d. Or. 1843, Nr. 4, C. 52 die Rede ist, welchem gewiß die allgemeine Theilnahme nicht fehlen werde, sofort herausgeben u. durch den Buchh. od. die Red. zugänglich machen. Sollte etwa die Theilnahmlosigkeit eines gelehrten Publikums die Ursache sein, daß der Kusari von Jolowicz und Cassel (erste Lieferung 1841. Leipz. Franke) keinen Fortgang hat, oder gar ins Stocken gerathen ist? Das wäre wahrlich traurig. Von einem nonuntque prematur in annum kann doch schwerlich bei Cassel die Rede sein, der so rüstig in Angriffen ist, wovon ein besseres Wissen oder Gewissen ihn wohl hätte abhalten können. Doch so leicht es mir auch wäre, durch Lhatsachen jenen Angriff von mir abzuwehren; so folge ich doch lieber dem Beispiele und der Regel des trefflichen Luzzatto in m?fP ra nbra S. 81, besonders da ich ungeachtet der äußerlichen ungünstigen Umstände dennoch zu der dort genannten erstern Klasse gehöre. 27 Red.

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