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Der Orient · 1843-06-13 · 24 (13.6.1843) · p. Spalte 375-376

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
24 (13.6.1843)
Article
Talmud [Rezension]
Date
1843-06-13
Page
Spalte 375-376 (sequence 3)
Language
German
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375 Ein, Gedicht von von dom Antiquarischen- Kritischen, Lexikographischen nur das Unentbehrlichste ausgenommen. Dem Ganzen ist ein kurzes Glossar über den ganzen Traktat, verfaßt von D. Cassel, beigegeben, außerdem ein Verzeichniß der Ln diesem Traktat vorkommenden Bibelstellen, und ein anderes der in ihm auftretenden Tannaim und Amoraim hinzugefügt. Schon diesem hier kurz dargefrellten Plane zufolge, dürfen wir diese Probe des großen Werkes mit Freude begrüßen, und reiht sich dasselbe würdig an die frühere Arbeit des gelehrten Hirschfeld, „der Geist der talmudischen Auslegung der Eibel^ an, deren erster, bis jetzt erschienener Lheil, die halachische Exegese zweimal in diesen Blättern günstig recensirt worden ist. Die Anlage des Planes giebt deutlich kund, daß der Verf. sich bewußt ist, was in der jüdischen Wissenschaft für den Talmud zu thun bleibt. Denken wir uns das Werk ausgeführt, so haben wir nicht einen vollständigen leicht faßlichen lateinischen Kommentar über den ganzen babylonischen Talmud z und christliche Gekehrte werden aufhören, Entschuldigungen zu haben, wenn sie ewige Irrthümer wieder verewigen Z wir werden Glossarien über sämmtliche Traktate diefes Talmuds haben, und das Bedürfniß eines vollständigen talmudischen Wörterbuch's wird aufhören, ein frommer Wunsch zu bleiben, da das Material gesammelt ist, und nur der Ordnung und Sichtung wartet, ein Verzeichniß sämmtlicher im bab. Talmud vorkommender Bibelstellen wird leicht anzufertigen sein, und an Vollständigkeit die sehr mangelhaften Werke ähnlicher Art, wie p.^tt pHtt rpa und dergl. üb er treffen; endlich wird es ein Leichtes sein, Biographien und Charakteristiken einzelner Talmudisten zu geben, da hier die Stellen, wo sie Vorkommen, verzeichnet sind. Und ähnlich könnte sich eine Kommentirung des jerusalemischen Talmud anschließen. Gehen wir von diesen Ln weite Ferne gestellten Aussichten zur^gegebenen Wirklichkeit Zurück, und sehen, was der Berf. wirklich geleistet. Bescheiden spricht sich dieser in der Vorrede über seine Kräfte und die Schwierigkeit des Unternehmens aus; aber da er Niemanden gesehen, der ein so nützliches und notwendiges Werk unternommen, so habe er lieber seine Klugheit und Gelehrsamkeit, als seinen Eifer und seinen Fleiß vermissen lassen wollen. — Es bedurfte dieser Schüchternheit nicht in diesem Grade. Wir können im Ganzen das Urtheil fällen, daß der Verf. einst dies gesteckte Siel glücklich erreicht. Die Erklärungen einzelner Kunstausdrücke, talmudischer Rechtsbegriffe sind meist befriedigend, und verrathen ein tiefes Eindringen in den Geist des Talmud und seiner Satzungen. Der hebr. Text ist mit Interpunktionszeichen versehen, bekanntlich ein halber Kommentar für diesen Text; dem 'Anfänge eines jeden Pevek ist eine allgemeine Inhaltsangabe desselben vorausgeschickt; einzelne neue gelungene Erklärungen sind versucht, so p. 3 (fol. 29. über den dortigen ip), p. 10. (fol. 3 a) über das poty p. 23 (fol. 5 a) DWDW, p. 41 (fol. 7 a) pN hm nnotr p. 61. (fol. 9 b.) .nrtö ftt ]{OD 2C. Andrerseits können wir manchen Moses Jbn-Esra. 37G sprachlichen Erklärungen nicht unsere ganze Beistimmung geben; so Tjp, das sich durch Pf. 114, 1 hinreichend erklärt, ohne die nS von Dv-tf rpjy was auch natürlich als talmud. Erklärung gegeben wird S. 39 (fol. 79); so p. 161, fol. 24 a. nhto!?D. Besser ist die auf derselben Seite befindliche Auflösung des p'io; po ptzojn, welche von den älteren abweicht. Wir begnügen uns mit diesen kurzen Andeutungen, indem wir glauben, unserer Pflicht in Besprechung dieses Werkes und seiner Tendenz genügt zu haben, und wünschen nur, daß demselben die dem Verfasser gebührende Anerkennung dafür werde. Religiöse Poesie. Religiöse Gedichte. Nach einer Handschrift auf dev Leipziger Rathsbibliothek, mitgetheilt von A. Ink. r. Ein Gedicht von Moses Jbn-Esra. (* rg itftp gia nan : n^ffm Q26 n'pW np rgriNo /Dtu j6d lyng 'mv P JW'iO pKi npn rngpicg rra g:a noni ,->030 Tjin io] hP -log pjnn : njnnn liso giss ri?n : nprnt« np nop-i wo ttw fnnp tjgbi w '"L 'IM NO^Ntz! OW t •.-q - : ') In Nr. 20 des Or., Col. 307, Ged. I V. 3. 5, bitten wir anstatt zu lesen. 3ugleich erlauben wir uns, hier die Bemerkung nachzutragen, daß man bei der Punktation alter Gedichte und Gebetstücke die Ansichten der alten jüdischen Grammatiker (vergl. Anm.l), vorzüglich aber das Metrum, das die Pajtanim zu vielen sprachlichen Härten und gramm. Akkomodationen zwang, berücksichtigen müsse.

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