Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 22 (30.5.1843)
- Article
- Neuhebräische Poesie
- Date
- 1843-05-30
- Page
- Spalte 337-338 (sequence 1)
- Language
- German
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Meratrrrblatt des Orients. -- Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JVs H A. Leipzig, den 30. Mai 1843. Neuhebräische Poesie. Notiz über die äußeren Formen der Pijutiin. -Von L. Dukes. 7— Charakteristik biblischer Personen, nach der Auffassung des Talmud's, der Midraschim und der übrigen im Judentbum Autorität habenden Schriftsteller. Von Dr.B. Beer. — Jakob Trigland ' s Abhandlung über die Sekte der Karäer. Im Auszuge übersetzt. (Forts.) — Literarische Ankündigungen. Reuhebraische Poesie. Notiz über die äußeren Formen der Pijutim. Don Leop. Dukes, in Tübingen. . I. Allgemeines. Der Musivstyl, welchem ich bereits meine Aufmerksamkeit gewidmet habe (s. zur Kenntniß der neuhebra'ischen religiösen Poesie S. 122 ff.), ist bekanntlich aus dem Bill et studium selbst hervorgegangen. Wese Stylart machte sich allerdings zuweilen auf eine unbequeme Weise bemerklich, und zwar, wenn entweder das rechte Maaß überschritten, oder wenn das Zusammenstellen der Bibelverse nur mechanisch und ohne durchdringenden Geist gehandhabt wurdex). Diese Art des Ausdrucks war ein Spiel mit der Sprache selbst; man balaneirte den Gedanken auf dem Ausdrucke. Es war dies der innere Organismus des Styls; es war die Form der Anschauung für das geistige Ohr und Auge; der Gedanke zog sich in konkrete Form zurück, um sich dem Ohr hörbar und dem Auge sichtbar zu machen. Einflüsse von Außen her .haben dieses hervorgerufen, und diese Einflüsse sind die äußeren Formen der Poesie. Wir bezeichnen mit die- . 1) Dieser Styl wurde sehr geschätzt und empfohlen; so heißt es in dem Gedichte eines Ungenannten: by_ orp'vti' cnt$f”b *6 : d'h'tij nn nasn '372 •tsj/iK npjP nysirrto «V tcrrni^b pn na do dP p-51DS ipTDpJ? DippiDn : anpW uv Di’ i'Nichi'bp Omer ha-Schikckah p. 123.) semAusdrucke: 1) den Reim; 2) das Metrum; 3) den Bau der Strophen. Die biblische Poesie kennt weder Reim noch Metrum, und die Versuche, die von Bellerwann und Saalschütz gemacht wurden, letztere darin, zu finden, haben die beabsichtigten Resultate nicht geliefert. In der Bibel ergießt sich die Poesie aus den innersten Liefen des Gemülhs, ohne ihren Strom von den schönen Ufern des Reims und des Metrums begrenzen zu lassen. Der Parall eli smus — diese innere Rythmik der Gedanken — ersetzt beiden— Die verschiedenen Gebete, welche im Talmud Vorkommen, entbehren ebenfalls des Reims und des Metrums. Die zunächst auf die Lalmudische Periode folgende Zeit, hatte sich auch noch nicht im Besitze dieser äußern Formen gesetzt; es ist vielmehr das Bestreben in dieser Periode noch sichtbar, den biblischen Parallelismus sich anzueignen, welches bei den Spätem allerdings auch eine Kunstsorm ist., Aus dieser Periode, welche wir anderwärts (a. a. O. S. 12) die babylonische genannt haben, sind mehre Stücke auf uns gekommen. Hierher gehören z. B. das FtiFQ NHN 2), welches ge- 2) Folgende Stelle ist in mehr als einer Hinsicht beachtenswert: ''Ol'' p 'DP 'D )hüniNnDIJQ DTÜ NHDJ1 DwanniNDiTW "wqni , niJiD nnx “on ib bru jro »th täwn*>i : djhid nn in m n->rm wnm ,bru; jro *opj ■p'abi nro# bru n'n pD n^n tod ,mj;D nJDH nbon pnnN nn w'vO DUD«Dn jd nnt u n'mmü dud^d bsN, nsn n nbsb nsdj ab.-WM mysD-n niDtiynn monoNp, 'dp p,’dt obbsD) n^D^upba ipru nt mny tid ot 'Dbi : nniDs byn rot MD"sn rontp mny tid bDD nnr innpb uru rüJD nm jüd jwbD mray no niüyrv tid Dro (onoy n) yS tidd b^N 'dp p 'dpi Y1D D. myt 'DT P 'DT Wy '3 DLtf TOTD Ü'N) HTOy D'DDnn tnran nr »Tray, tid O zhto nnyo n 22