Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 18 (2.5.1843)
- Article
- Geschichte
- Date
- 1843-05-02
- Page
- Spalte 287-288 (sequence 3)
- Language
- German
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287 Literarische Ankündigungen, 288 beben und-ein heftiger Sturm in Rom. Ein Jude (ein Getaufter) sagte aus, daß dieses Erdbeben und der Sturm die Lästerungen gegen die Crucifixe, welche die Juden in ihrer Sy- Eenedicfcus papa sollicite inquirens et coniperiens autores sodcris capitali sententia dampnavit, Quilms decollatis furor ventoruni cessavit. Es waren „B ekennntnisse eines P r o se l y t e n" erschienen im Jahr 1020. nagoge aussprächen, ihre Ursachen hätten. Der Pabst ließ die Schuldigen, die sehr Schuldigen, enthaupten, und auf der Stelle legte sich die Wuth der Stürme. Ja noch mehr, die Apostatengeschichte, die ich erzählen will, ereignete sich zu einer Zeit, wo die Juden an keine heiligen Wunder glauben wollten. 6) (Fortsetzung folgt.) 0) Cf. ArnoLdum de 8. Emmerams bei Canisius und Pertz 6. 549. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [112.] Israelitische Schulbücher, zu Partie-Preisen. Durch alle Buchhandlungen ist von uns zu beziehen: ABTAMOIV I. Erstes Lese- und Sprachbuch für die israelitische Jugend, zur Weckung religiöser Gefühle. Von I. J). Jacobson. Preis gebunden Sgr. Partiepreis bei Abnahme von wenigstens 20 Exemplaren auf einmal, gebunden nur ü Sgr., roh 4 Sgr. XL. Ist nur in größeren Partieen r o h zu haben,' sonst stets gebunden. ABTAMOST II. Ein Lesebuch für die israelitische Jugend, zur Weckung und Hebung religiöser Gefühle. Von I. J). Jacobson. Vor dem Druck geprüft und zum Gebrauch für die Jugend empfohlen vom Rabbiner Dav. Deutsch, Ober-Land-Rabbmer Kirsch, Dr. Ludw. Philrppson und Dr. I. M. Jost. Preis 15 Sgr., gebunden 174 Sgr. Partie-Preis bei Abnahme von wenigsten 20 Exemplaren auf einmal, gebunden nur 12} Sgr. roh 10 Sgr. F. E. C. Leuckart in Breslau. Nachweis. Für israelitische fromme Eltern, die ihre Kinder nach Berlin zur Ausbildung in die so eben eröffnete 5?andelsschule oder auf eins der dortigen Gymnasien schicken und auch die moralische und religiöse Ausbildung ihrer Kinder wünschen, empfehlen wir die Pensions-Anstalt des Hm. Dr. Ascher Joel Cohen, Religionslehrers in Berlin (Grenadierstraße Nr. 27), wo die jungen Leute nicht nur väterlich beaufsichtigt, sondern auch moralisch und religiös zur Beruhigung der entfernten Eltern gebildet und erzogen werden. .Fürst. t28*] Einladung zur Subscription aus eine neue Ausgabe des rühmlichst bekannten Werkes n i n ft n rn n ft Menoratli hammaor. nebst einer dem Texte beigefügten, leicht faßlichen deutschen Uebersetzung R. I. Füestenthal. Der Alenoratll Hammaor, von Rabbi Jizchak ^Abohab, 1470 zuerst erschienen, hat durch unzählige Auflagen seine Vortrefflichkeit bewährt. Im vorigen Jahrhundert wurde er durch die Hinzufügung einer jüdisch-deutschen Uebersetzung ein Erbauungsbuch, welches fast in keinem frommen jüdischen Hause fehlte. Vieles aber ist natürlich in die reiche Kette von Talmud- und Midrasch-Stellen, welche das Moralsystem dieses Buches umschließt, ausgenommen worden, was -wohl zu jener Zeit brauchbar in der Anwendung auf den frommen Sinn war, mir unserer Anschauungsweise aber sich nicht befreunven kann. Auch ist die alte jüdisch-deutsche Uebersetzung unverständlich, sogar Orthographie und Tnpik unseren Männern und Frauen unzugänglich geworden. — Wenn nun der Text unverändert deibehalrm werden mußte, so war doch die deutsche Uebersetzung den Anforderungen unseres modernen Geschmackes genügend zu machen und die Wahl der Stücke mit Sorgfalt und Umsicht zu treffen. Für Beides hat Hr. Fürst ent hat, der rühmlichst bekannte Uebersetzer des ran, des noDJ mift u. s. w., die umsichtigste Sorge getragen, um dem sonst so sehr beliebten *)Wftn mUD (Menorath Hammaor) die Herzen der Söhne und Töchter Israels zu gewinnen. Um die Anschaffung dieses Werkes möglichst zu erleichtern, habe ich für dasselbe den beispiellos billigen Preis von 2 Thlr. 15 Sgr. festgesetzt. Es erscheint von demselben alle 4 Wochen ein Heft für den Preis von 5 Sgr» In Leipzig ist dasselbe durch C. L. Fvitzsche so wie durch alle gute Buchhandlungen zu beziehen. KrotosÄin, im Januar 1843. ____B. L. Monasch. Dank. Dem Herrn N. L. Maynz in Offenbach, dem Vorsteher der dortigen Gemeinde, sagt der Unterzeichnete für die ihm zugesandten 25 fl., die er dankbar erhalten, so wie für die uneigennützigste Verwendung, seinen herzlichsten Dank. Nicht minder fühle ich mich den achtbaren, im Wohlthun bereitwilligen Gcmeindegliedern zu Offenbach dankbar verpflichtet. Leipzig, 27. April 1843. W! Prinker, Rabbiner. Verlag von C. L. Fritz sche. Drilck,voi> I. H. Nagel.