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Der Orient · 1843-04-18 · 16 (18.4.1843) · p. Spalte 241-242

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
16 (18.4.1843)
Article
M. B. Friedenthal [Rezension]
Date
1843-04-18
Page
Spalte 241-242 (sequence 1)
Language
German
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Meratrrrblatt des Orients. Berichte, Stuöien und Kritiken für Wische Geschichte mü> Mcratur. Ml«. Leipzig, den 18. April, 1843. M. B. Frn e d e nth al'S Werke. (Fortsetzung.) — Jüdische Rel i gi o n sp h il osop h i e. Die Unsterblichkeit unserer Seele k. Von Dr. X S a m mt er. Beurrheilt v. Dr. Hivschfeld. — Lit. Analekten. Nachträgliches über den Ursprung und die Bedeutung des Wortes Lach an. Vom Prof. Fleischer, Das berühmten Merkchen: Testament des Huschenk. Von Dr. Bodenheimer. Bescheidene Anfrage, das Bibelwerk Dr. Philippson's betr. — Beitrage zum Rabbinenwesen. — Lit. Ankündigungen. Etz M. B. Frredenchal. G 1* Die Legitimität nach dem alten Testament rc. 2. Vermischte Aufsätze religiösen Inhalts von M. SS. Friede n t h a l. rc. 3. rulDNH npjn mn *nro, oder theologisch-philosophische Abhandlungen über die Grundlehren rc. 4. Dasselbe Werk? 2. Heft. rc. 5. mo)n * nwi rran ♦ mrn marin n&ann rc. (Fortsetzung.) Zn der Vorrede zu Nr. 1 wird in allgemeinen Sätzen hingestellt, daß die alttestcnnentliche Offenbarung, oder wie der Verfasser sagt: Uroffenbarung, schon der Inbegriff aller Institutionen der Menschheit ist, daß die Geologie dem mosaischen Hexemeron nicht widerspreche, und daß die jüdische Tradition die geognostische Wahrheit von Erdrevolutionen längstausgesprochen (pv^TO) runw ID^D). Die mosaischen Offenbarungen, wo sie historischer Statur sind, überragen durch ihre Wahrhaftigkeit und Realität die Traditionen aller Völker der alten Welt, weil nur die mosaische durch die wissenschaftliche Kritik und durch experimentale Entdeckungen bestätigt wird; die jüdische Chronologie ist die einzig richtige. Der noachitische Bund ist für Sticht-Israeliten die Grundlage aller Humanität und Brüderlichkeit, so wie das Ceremonialgesetz für Israeliten dasselbe thut, und beide vereint sind die einzigen giltigen Satzungen der Menschheit. Das Judenthum ist kein Partikularismus, so wenig als die Jsolirung und Kleiderordnung der Maurer einen Partikularismus begründet. Das Äudenthum ist die unzerstörbare Brücke, die zum Menschenthum führt; was in uralter Zeit die Theokratie gethan, nämlich Erhaltung der Idee eines einigen Gottes und Verbreitung religiöser Wahrheiten, das thaten später die Eingeweiheten in Schrift und Lehre. Das sind die Grundgedanken, die sich überhaupt durch alle Arbeiten ziehen, und hier im Vorworte werden noch in einigen Anmerkungen manche Bestätigungen gegeben; aber indem ich das Vorwort erwähne, welches gleichsam in begeisterten Worten das Resum^ des Werkes recapitulirt, erlaube ich mir, Einiges wörtlich herzusetzen: S. IV. heißt es: „Nicht die Siege der Griechen und Römer haben die Menschenopfer in Asien, 'Afrika und Europa aufgehoben, sondern die Stimme der Offenbarung auf Moria, die spätere Theokratie und ihre heiligen Gesetze. Was Rousseau und Voltaire so beredt gegen die Sklaverei sagten, das hat vor Jahrtausenden Gottes Stimme durch Moses verkündet. Das Judenthum hat eine universelle Tendenz, es steht nicht so isolirt da in der Geschichte der Menschheit; im Gegentheil ist nichts Menschheitlkches demselben fremd. Während das in ihm enthaltene monotheistische Princip von den Muhammedanern, so wie das Moralprinzip, von dem Christenthum mit ausgenommen wurde, während das Maurerthum den salomonischen Tempel als Vorbild nimmt, ertönen in den Wölbungen der Gotteshäuser der halben Erde die Psalmen des königlichen Sängers, und stimmen die Menge zur Andacht". Ich habe absichtlich dieses Vorwort hervorgehoben, weil aus ihm die Tendenz des Verfassers sich deutlich ausspricht, und ich gehe nun zum Inhalte des Buches über. Die erste Abhandlung „das Eigentumsrecht", die auszüglich hier aus dem großen Werke gegeben wird, zerfällt in 14 Kapitel, deren überschriftlicher Inhalt schon hinlänglich die Art und Weise der Behandlung anzeigt. 1) Der Mensch. Vergleichung desselben mit den übrigen Geschöpfen. Er ist Zweck der Schöpfung und zur Perfektibilität bestimmt. 2) Streben des Menschen nach ^Auszeichnung. Mißbrauch des Strebens. Vortheile desselben. Kunstfertigkeit mancher Thiere. Unterschied derselben von der Kunstgeschicklichkeit des Menschen. 3) Rousseau und Wen- 16

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