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Der Orient · 1843-04-04 · 14 (4.4.1843) · p. Spalte 209-210

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
14 (4.4.1843)
Article
M. B. Friedenthal [Rezension]
Date
1843-04-04
Page
Spalte 209-210 (sequence 1)
Language
German
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Mteratnrblalt ^»es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte unüt Literatur. JVs 14. Leipzig, den 4. April 1843. Friedenthal's Schriften. - Gebot und Verbot. Nachträgliche Bemerkungen ,u n ßoffmannö ©itta^e« k. Von K-m. (Schluß.) - Nomische Gesetzgebung über die Juden. Von Gottfried Cohen. (S«°ußl — Llt. Anolekte. Der ewige Jude. V. Sr der. — Literansche Ankündigungen. t'Dcyiup.) S M.B. Friedenthal. G 1. Die Legitimität nach dem alten Testament, aus mehreren hebräischen Werken Marcus B e er Friedenth a l's im Auszuge übersetzt. Breslau, 1840. 8. Aug. Schutz und Comp. 2. Vermischte Aufsätze religiösen Inhalts von M. B. Friedenthal. Revidirt und herausgegeben von einem Freunde religiöser Schriften. Breslau, 1841. 8. rcug. Schulz u.- Comp. 3. rUIDXH ’ipyi mn ’HD\ oder theologisch-philosophische Abhandlungen über die Grundlehren der mosaischen Religion. Zur richtigen Erkenntniß des Judenthums nach seinen Beziehungen zu Staat und Menschheit wie zum Privatleben, in einem neuen Systeme der Dogmatik dargestellt. In hebr. Sprache verfaßt von M. B. Friedenthal. Im Auszuge übersetzt von R. I. Fürstenthal. 1. Heft. Einleitung. Breslau, 1842. 8. Leop. Freund. 4. .Dasselbe Werk. 2. Heft. A. Die Bestimmung des Menschen. B. Darstellung des Wahlvermögens nach den Grundsätzen der'Offenbarung. Breslau, 1842. 8. L. Freund. 5. cnarf? nsDin rwtn nmin mm mnnn nonnn DiNri my’ imo1? nsrnn ny mn rnc>' D^pn spyn nNipJn. Bon M. B. Friedenthal. Breslau, 1843* 4. H. Sulzbach. (Ganz hebräisch.) Es giebt so manche würdige und durch Umfang und Tieft recht fruchtbare literarische Thätigkeit auf dem Gebiete des Judenthums, die, obgleich in unserer Mitte sich entfaltend und entwickelnd, dennoch weder von unserer literarischen Journalistik, noch von den Gelehrten des Tages einer Berücksichtigung sich erfreuet. Niemand kümmert sich um die trefflichen Werke, welche, die jüdische Wissenschaft fördernd und anbauend, in Wilna und Warschau, in Lemberg und Zolkiew, in Preßburg, Pesth und Ofen u. s. w. erscheinen und in diesem Jahrhundert in so großer Anzahl erschienen sind, und selbst von den literarischen Produkten, welche in Wien, Rödelheim und Prag die hebräische Presse der Oeffentlichkeit übergiebt, ist es nur der unwichtigste und unbedeutendste Theil, dem eine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Unsere literarische Journalistik, aus dem Kampfe der Meinungen , aus - dem Ringen nach solcher historischer und kritischer Durchdringung ^6 ^uoenryums uno seiner Wissenschaft, die zunächst der Neugestaltung des Judenthums förderlich i\t, entstanden, reflektirt nur den heißen Kamps der Gegenwart auf dem Gebiete der Synagoge und der Schule, den Kampf um politische Mündigkeit und Emancipation, und was nicht unmittelbar diesen Kampf von irgend einer Seite erfaßt,, das wird gleichsam auf bessere Zeiten verspart. Unsere Gegenwart ermangelt aller Objektivität, und nicht blds unsere unmittelbare, sondern unsere Gegenwart der ganzen Epoche seit Mendelssohn; die orthodoxe wie die heterodoxe Partei innerhalb des Judenthums hat bis jetzt die von der Subjektivität gezogenen Schranken nicht überschritten, alles ist Partei, und unsere Journale, wenn sie auch Unparteilichkeit zu ihrer Parole haben, sind mir Parteiblätter, gleichviel ob sie nur der Heterodoxie, nur der Orthodoxie oder beiden zugleich zum Dolmetsch werden; denn mit der objektiven Besprechung des Judenthums würden sie aushören Spiegelbilder ihrer Zeit zu sein. Der Mangel an Objektivität ist aber der Erklärungsgrund, warum so mancher ausgezeichnete jüdische Gelehrte, welcher den Kampf des Tages überdrüssig, mit seltener Verleugnung seines subjektiven Dranges sich in die Goldschachten des Judenthums versenkt, um das Judenthum von Innen aus mit neuen Hilfsmitteln und Kräften zu versehen, von der undankbaren und subjektiven Gegenwart gar nicht beachtet oder wenn beachtet, schnell wieder vergessen wird; warum so manche ausgezeichnete Druckwerke — ich erinnere nur an die trefflichen Arbeiten einesRapaport, Zunz, 14

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