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Der Orient · 1843-03-14 · 11 (14.3.1843) · p. Spalte 169-170

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
11 (14.3.1843)
Article
Vorläufige Notiz über Dunasch ben Librat
Date
1843-03-14
Page
Spalte 169-170 (sequence 2)
Language
German
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169 170 Arabisch - hebräische Lexikographie. Abfassung, beö Salmub das grammatische Studium vernachlässigt war, ist jetzt schwer, beinahe unmöglich anzugeben. Mr müssen uns jetzt mit dem bloßen Faktum begnügen. Vom Schlüsse des Talmud bis tief in die geonäische Periode ist in der gesummten Literatur nur ein sehr dunkles Gebiet, welches aufzuhellen schwerlich einer spätern Zeit geklingen wird, da frühzeitig schon alle Quellen verloren gegangen sind. In der le tz re n Hä l ft e der geonäischen Periode wird es etwas heller und auch für das Studium der Grammatik prach eine neue Zeit heran. Das Vertrautwerden jüdischer Gelehrten mit der arabischen Sprache und Literatur übte auch seinen Einfluß auf Begründung und Feststellung der hebräischen Grammatik. Zur Zeit des Haji ben Scherira Gaon, oder etwas früher, lebten viele jüdische Grammatiker und Lexikographen, deren Werke als die festen Grundlagen für spätere 'Sprachforscher zu betrachten sind. Die meisten dieser grammatischen Schriftsteller schrieben in arabischer Sprache, well sie in Ländern lebten, wo diese herrschend war, und dieselbe schon eine bedeutende Ausbildung erreicht hatte. Der Gebrauch dieser Sprache ließ die Autoren einen doppelten Zweck erreichen. Sie erleichterte ihnen selbst das Schreibe n und den Lesern das V e r st an d n i ß ihrer Werke. Es mochte wohl für die Schriftsteller anfänglich sehr schwer gewesen sein, die grammatischen Kunstwörter hebräisch zu geben, da die Sprache sich zu sträuben schien, dieses fremdartige Element in sich aufzunehmen. Die hebräische Sprache mochte auch nicht so sehr verbreitetgewesen seindaß die Leser, wären die Werke in hebräischer Sprache geschrieben, sich die nöthigen Belehrungen daraus hätten holen können. — Diese - ganze arabisch - hebräische Literatur ist für uns so gut. wie verloren. Denn' obwohl mehre dieser Werke sich noch erhalten haben, so sind sie viel zu selten um gehörig benutzt werden zu können. — Wir begnügen uns hier, eine kurze Uebersicht der lexieali scheu Arbeiten dem Leser zu geben, ohne auf Vollständigkeit Anspruch zu machen 5). 5) Die Grammatike r und ihre Werke werden wir bei einer andern Gelegenheit dem Leser vorsiihren, so weit es möglich ist bei der Seltenheit dieser Werke. Wir wollen hier vorläufig einige chronologische Bemerkungen geben. Die Hauptquelle für die Chronologie dieser Werke ist eine Stelle in M o s i\ a j tm des Ab r a h a m I b n Es r a. a) Iehuda ben Karisch mochte wohl ein älterer Zeitgenosse des M e n a ch e m b c n Saruk sein. Die Stelle ül pT)P Artikel rM, wo es heißt mp 'n 3 n D' yow wn o.wnp/p niM1 n deo pDy b w nin pp rw b nnw — ist' wahrscheinlich zu verstehen, daß er dieses vom Hörensagen wußte, ohne daß er den Eldad ha-Dank persönlich kannte. b) R. Ieh u da Chajugff In einem Mamrskr., welches sich in einer Bibliothek in der Krim befindet, sinder sich folgende Überschrift.: QND rUHDD Xi'n pnpi 1DD p i nun hk/d p ip'nym pny ptfito mw ns pnsn '-p.'OLnp p jmn (?) ife JDp r\W2 p'nbp, welche Uederschrift offenbar corrupt Arabisch-Hebräische Lexikographen. Wir begegnen hier zuerst dem berühmten 1) . Saadja Gaon, dem Vater aller literarischen Bestrebungen, von Ibn Esra onrnorj genannt, und von welchem man eine neue Aera in der jüdischen Kulturgeschichte datirt. So wie in der Philosophie und Exegese ging er auch auf dem Gebiete der Lexicographie voran. Wir glauben, daß man sein Werk (Erklärung von 70 dunkeln hebr. Wörtern) an die Spitze der Lexikographie stellen darf. Es. befindet sich in Oxfort in der Bodlejana (Cod. Hunt, 573, Munk z Noiice sur S a a d i a $)♦ M e nache m ben S a r u k erwähnt ein Wörterbuch desselben (vergl. Note 9); allein wir können nicht angeben, ob beide identisch sind, oder ob S a ad j a auch ein vollständiges Wörterbuch geschrieben hat. Eben so können wir nicht mit Gewißheit angeben, ob das p.lN nDD, welches Ibn Esra in Mosnajim citirt, und wovon er sagt, daß es Sa ad ja in hebr. Sprache verfaßte, ein Wörterbuch oder eine Grammatik istb). 2) Haji Gaon schloß sich an den Vorhergehenden an. Ibn Esra (a. a. O.) erwähnt ein Solches von demselben. Wir wissen nicht, ob dieses Werk sich noch erhalten hat. ist. und schwer zu erklären. Es mag hier die Vermuthung ausgesprochen sein, daß die richtige Jahreszahl DL' wäre und zwar ist diese Zahl nach der Heg^ra angegeben, da es sich hie und da findet, daß jüdische Autoren auch diese Zählung in ihren Werken gebrauchen. Die Zeit dieser Uebersetzung wäre also das Jahr 4785—985. c) Samuel ben Chofui wird in dem Wörterbuche des R. Jona ben an nach eitirt. Vergl. Kerem Chemed, LH. 5. S. 39. Eben so bmw p pn$P '~i (Vergl. p"7“]p Art. ly, Ibn Esra B. M. 5. 32, 17). d) Moses h a-K ohen ben Geka tilia wird von Iehuda ben Bat am p rnttr* 'n) öfter widerlegt. Vergl. Ibn Esra Psalm 84, 4. -)rp DD&7 Nr. 38. 6) Die Wurzel des Wortes ist (sammeln) und die Bedeutung des Wortes ist im Allgemeinen eine Sammlung. Aber es läßt sich nicht bestimmen, ob hierunter eine allgemeine Grammatik verstanden wird, da die altern Grammatikergewöhnlich blos gewisse Theile der Grammatik bearbeitet haben, was aus den angeführten Titeln bei Ibn Esra erhellt. Es könnte aber auch ein Wörterbuch darunter verstanden sein. In dem Buche (Kale, 1838. S. 60) findet sich folgende Stelle mipn 'H'IN’QD Ylplp" "Hddd njnn mi nsoai paftn byn nsm wn an nnnSNl Ipnpnn. Man sieht, daß als Lexikon den ppnp7 nDD, Grammatiken, entgegengestellt ist. In einem handschriftlichen Commentar des Josef Karo „(\vr>p *)DV> 'n. Vergl. unsere Notiz über denselben im zweiten Jahrgang des Zion S. 102) heißt es: ks‘^N)?n.iNn -iödd aon ^>2^ nmnDn p nw i?r worunter sein Wörterbuch verstanden ist. Du na sch selbst heißt das Wörterbuch von Menachem ben Saruk ebenfalls JDJIN. Vergl. weiter unten das Gedicht desselben. Es mag hier gelegentlich bemerkt sein, daß sich in einer Bibliothek irr der Krim, unter diesem Titel, ein Buch von dem Karäer t;i indh^ k "vyo -dn sinder.

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