Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 11 (14.3.1843)
- Article
- Römische Gesetzgebung über die Juden
- Date
- 1843-03-14
- Page
- Spalte 161-162 (sequence 1)
- Language
- German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. jV? II* Leipzig, den 14. Marz 1843» Römische Gesetzgebung über die Juden. Von Gottfried Cohen. (Fortsetzung.) — Vorläufige Notiz über Dunasch ben Librüt. Arabisch-Hebräische Lexikographen. Von L. Dukes. — Politische Literatur. Die Juden in Oesterreich, Preußen und Sachsen rc. v. Schirnding. (Schluß.) — Literarische Ankündigungen. Erklärung gegen Dr. L. Philippson. Römische Gesetzgebung über die Juden. Von Gottfried Cohen. (Fortsetzung.) (L. 21. eod.) ■'Quoniam multi judices in dirimeiidis litigiis nos inlerpdlaverunt noslro indigentes oraculo, ut eis reseretur, quid de testibus liaereiicis statu endum sit, ulriimne accipianiur eorum teslimonia an respuantur, sancimus contra orlhodoxos quidem litigantes liemini liaeretico, Tel Ms ctiam, qui Judaicam superstitionem colunt, esse in teslimoliiia commtmionem, siye ulraque pars orlhodoxa sit siye altera. Inter se autem liaereticis Tel Judaeis, uM litigandum existimayerint, concedimus foedus, permixtum et dignos litigatoribus etiam testes introducere, exceptis Ms, quos yel Manichaicus furor yel pagana superstitio delinet . . . quibus omnis legitimus actus interdictus est ..... Caeteruin testamentaTia testimonia eorum et quae in ultimis elogiis yel in contractibus consistant propter utilitatem necessarii usus eis sine ulla distinctione permittimus, ne probationum facultas angustetur. (L. 1. C. apostatis. 1. 7- Impp.Conslant. et Julian* cc.) 81 quis lege yenerabili constitutus et ex Chrisliano Judaeus effectus, sacrilegis coetibus Da bei 'uns viele Richter, welche Rechtsangelegenheiten zu verhandeln haben, angefragt und um Unsere Entscheidung gebeten haben, wie es mit Ketzern zu halten sei, welche als Zeugen aUfgefühet würden, ob nämlich die Zeugnisse.derselben zu berücksichtigen oder zu verwerfen wären, so verordnen Wir, daß gegen Rechtgläubige, welche einen Prcoeß führen, es keinem Ketzer und Keinem, welcher dem jüdischen Aberglauben anhängt, gestattet sei, als Zeuge aufzutreten, es mögen nun beide streitende Parteien rechtgläubig sein, oder nur eine von beiden* Wenn aber Ketzer und Juden unter sich selbst Pcocesse führen, so gestatten wir ihnen, sich zu ihres Gleichen zu hatten und Zeugen aufzuführm, welche zu ihnen passen; jedoch diejenigen ausgenommen, welche entweder im Wahnwitz der Manichäer oder im heidnischen Aberglauben befangen sind, ... denen jede gerichtliche Handlung untersagt ist. ... Aber Zeugnisse in Bezug auf Testamente, andere letzte Willen oder Contrakte abzulegen, gestattet Wir ihnen ohne Unterschied, damit die Beweisführung nicht erschwert werde. Geg. zu Konstantinopel am 28* Juli 531. Wenn ein Mitglied der christlichen Kirche dieselbe verläßt und Jude wird, sich den Zusammenkünften der Ungläubigen anschließt, und die gegen ihn erhobene Klage 11