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Der Orient · 1843-02-28 · 9 (28.2.1843) · p. Spalte 135-136

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
9 (28.2.1843)
Article
Jüdische Volkskalender [Rezension]
Date
1843-02-28
Page
Spalte 135-136 (sequence 2)
Language
German
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Bolkökalmder für Asraeliten/ Von K. Klein. 135 ft w. und außerdem müssen noch alle diese nicht eigentlich lateinischen Wörter mit deutschen Buchstaben gedruckt werden. 3) Bewegliche Festtage der Katholiken und Protestanten. Norma - Tage. -Gerichtsferien in Oesterreich. Sonnenfinsternisse. 4) Der regelmäßige Kalender. 6) Beilagen zum Kalender, als Genealogie des regierenden österreichischen Kaiserhauses, Verzeichniß sämmtlicher jetzt regierenden Fürsten in Europa, die Tax- und Stempelgesetze, das Portoregulativ, Uebersicht der Eisenbahnen, Dampfschiff-Fahrt, Münz-Tarif und die Angabe der wichtigsten Messen und Jahrmärkte. So weit der Kalender, der schon vollkommen jeden andern christlichen und jüdischen Kalender entbehrlich macht. Nun folgt unter eigenem Titel „Jahrbuch für Israeliten" das Volksbuch, als Zugabe ' zu dem Kalender. Die Arbeiten des Tagebuches sind: 1) Rückblick auf das Jahr 1841 v. Dr. L. Philippson. DieserRückblick ist in Form, und Inhalt ganz ausgezeichnet, die Darstellung ist durchsichtig, klar und höchst ansprechend, das politische wie sociale Leben der Juten tritt dem Leser lebendig und überraschend vor Augen und fast keine einzige bedeutsame Begebenheit vermißt man in diesem Rückblicke. Auch an Umfang ist diese Arbeit am Bedeutensten. 2) Charakteristik berühmter Zeitgenossen. Sir Moses und Milcrdy Judith Montesiore von Dr. I. M. Jost. Die Leser kennen die Meisterschaft dieses Historikers in der Darstellung historischer Charakterbilder, und wirklich ist auch die hier mitgetheilte mit einer -.solchen 'Hingebung an den Stoff, mit einer Warme und psychologischer Scharfe gezeichnet, daß sie gewiß den strengsten Anforderungen genügt. Und wer unter unfern. Glaubensgenossen fühlte nicht in sich die Lust, eine aus persönlicher Anschauung über diese Persönlichkeiten entsprungene Charakteristik zu lesen! 3) Ueber einige ■ neuere wohlthatige Veranstaltungen innerhalb der israelitischen Gemeinde zu Wien, von Joseph Werthheim er, Vertreter der hiesigen israelitischen Gemeinde. In keiner Gemeinde Deutschlands von so geringem Umfange herrscht ein-so trefflicher Gemeingesst, ist der Sinn für» gemeinnützige Anstalten so rege und die Wirksamkeit so ungetrübt und harmonisch, als in der zu Wien und diese Zierde verdankt sie den trefflichen Männern, die an der Spitze stehen. Das schöne Spital, der Tempel mit seinem modernen Cultus, die Religionsschule unter dem unermüdlichen Breuer haben langst einen schönen Ruf erlangt, und diesen trefflichen Einrichtungen schließen sich mit Recht der Armenverein, der Pensionsfond für hiesige israelitische Bethausbeamte, der Verein zur Beförderung g ew e cbl icli er Betriebsamkeit, der israelitische Fkauenverein, d i e U nt e r st ützung israelitischer Studirenden zur Leistung der Rigorosentaxen cm. Bei dieser Gelegenheit wird auch'des allgemeinen Versorgun gs v e re ins für 138 israel. Witwen und Waisen gedacht, welchen der um die jüdische Gemeinde daselbst hochverdiente M. L. Biedermann im Jahre 1840 gegründet und zum Schluß noch ewige -Pia tllsiäoi'ju hinzugefügt, welche ein schönes Zeugniß von dem Herzen des Schreibers abgeben. 4) Wessen kann der Mensch vor Gott sich rühmen? Predigt am Versöhnungstage, gehalten im israelit. Bethause zu Wien v. I. N. Mannheimer. &) Die Tücke der Welt, aus dem Hebräischen des Mose ben Jakob ben Esta von Dr. M. Sachs. Ueber diese Uebersttzung, wie über die vorhergegangene Predigt, wird in diesen Blattern -noch gesprochen werden. 6) Rachel. Biblisch-romantisches Gedicht von Ludwig Aug. Frankl. Dieses auch besonders erschienene Gedicht wurde schon früher im Orient recensirt. 7- Moses in seiner Würde. Nach dem Midrasch rabbah zu Wesot ha-beracha von Dr. M. Sachs. 8) Die stummen Zeugen, eine romantisch-didaktische Sage aus dem Talmud von M. S. Stern. Dieses Thema ist von dem Res. vor vielen Jahren zu einem hebräischen Drama benutzt worden, mit fast gleicher Auffassung als Hr. Stern es gethan, und da Res. selbst über diese Sage nachgedacht, findet er die Bearbeitung desselben sehr gut. Die Verse sind sehr abgerundet, obgleich etwas überschwenglich und der Reflexionen viel zu viel. 9) Die Sprüche der Väter. Ein Beitrag zur Charakteristik des Geistes der Mischna von Dr. Jak. Auerbach. Als Anfang, wie es scheint, einer großem Abhandlung über die Pirke Abot, ist die Charakteristik sehr schön, obgleich ihr ein größerer Raum zu wünschen wäre. Das Eigenthümliche der uralten jüdischen Spruchweisheit ist vortrefflich ausgefaßt. Nun folgen Miscellen, Personalchconik und Nekrologe, fast nur aus den jüdischen Blattern entnommen, was bei Mittheilungen dieser Art nicht anders möglich ist. Wir schließen mit dem Wunsche, daß dieses treffliche Unternehmen ungehindert seinen Fortgang nehme^ und daß die Herren Verleger sich durch eine vielleicht nur momentane Lauheit des Publikums sich nicht abschrecken lassen mögen. 2. Volkskalender für Israeliten auf das Jahr 5603 (1843). Herausgeg. von K. Klein. - Zweiter "Jahrgangs Mit einer Kunstbeilage nach Wan Dyk, vorstellend die Vertreibung der Ha gar. Breslau 1842. 8. I. Urban Kern. Auch für diesen Kalender gilt dasselbe, was im All-, gemeinen von dem Vorhergehenden gesagt ist, und ich gehe daher sofort zum Inhalte desselben über. Zuerst der vollständige jüdische und christliche Kalender, mit einem ausführlichen niD'1 “"O, wie er sich in andern Luchot nicht findet, mit genauen Angaben über S'HJO nniD wp pr für Schlesien, mit Angaben der Jahrmärkte in Schlesien, Böhmen und Polen, von der Einrichtung und dem Gebrauche des Kalenders, von der Zeitrechnung des Jahres 1843, von den Jahreszeiten,

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