Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 9 (28.2.1843)
- Article
- Die Rechnungsablage des amsterdamer Comité's über die Palästina-Spenden
- Date
- 1843-02-28
- Page
- Spalte 129-130 (sequence 1)
- Language
- German
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Berichte, Studien und Kritiken für -rchte und Literatur. Leipzig, den 28. Februar Die Rechuungsablage des am fr erbauter Countys über die Palästina-Spenden. Von R. Kirihheim. — Jüdische V o Volenber. Wiener Volkskalender. Kleins VolksMalender. L i e v m a n n s s o h n s Kalender. Volksbuch für Israeliten, Demselben. — Literarische Analekten. Ueber Josef den A ch n i n. Von L. Dukes. Arabische Termen im span. Ritual. Von R. K i r ch h e i m. — Jüdische Volk svon ... — — - -. 33011 y. 3 n t. — Politiiche Literatur. Die Inden in Oesterreich. Preußen und Sachsen rc. v. Schirnding. sFort>etzung.) — Sit. Ankündigungen. Die Rechnungsablage des amsterdamer Gomit«'s über die Palästina-Spenden. ~cy wn'p'Di "WJN \32T Jln’jnn Hv NJ3n Schon zum Drittenmate hat das zu Amsterdam für die Einsendung der Spenden nach Palästina bestehende Eomitü, um den so oft wiederholten Aufforderungen zu einer öffentlichen R e chnu nngsab läge auszuweichen, eine Wolke dufrenden Weibrauchs aus Jerusalem heraufbeschworen, um mir den Huldigungen und überschwenglichen Lobeserhebungen, die cs zu veröffentlichen die lächerliche Eitelkeit hat, den erschütterten Glauben vieler Contribuenten an die Unfehlbarkeit und Untrüglichkeit seiner hohen Einsichten wieder herzustellen, und zurrickzuführen zu jener kindlichen Einfalt, die Ammenmährchen für weltgeschichtliche Begebenheiten hält» Schon früher aufmerksam gemacht auf eine vom erwähnten Comitö demnächst zu erscheinende Brochure, die alle Zweifel und Mißhelligkeiten zu beseitigen bezwecken sollte, waren wir besonders begierig, die Zahl der Unterstützten u. der Contribuenten sowie die eingegang'enen Beiträge rc. einzusehen und zu erfahren, auf welche Weise die durch den im Orient 1842, S. 339, veröffentlichten Brief des Ab. Salman entstandene öffentliche Anklage entkräftet und zurückgewiesen werde. Sehen wir, was das.uns nunmehr vorliegende Umlaufschreiben des amsterdamer Comitü's feinem wesentlichen Inhalten nach enthalt. a) Ein Schreiben aus Jerusalem, unterzeichnet von z w ö lf u n b e k a n n t e n Leuten aus der portugiesischen Gemeinde, die weder Mitglieder des Bet-Din sind, noch irgend eine namhafte Stellung in der dortigen Gemeinde einnehmen, und gesiegelt mit. dem Pettschaft des 3ten Dajans des portugiesischen Bet-Din, Gaginder aber seine Unterschrift nicht beisetzt. Auf zwei enggedruckten Seiten werden der Lugend und Frömmigkeit des Herrn H. Lehren alle miy erdenkliche göttliche Prädikate beigelegt, „ durch dessen Wirken die Lehrhäuser me leer würden und man noch viele Bänke herbeischaffen mußte. Besonders besucht sei das von ihm errichtete Lehrhaus, indem ununterbrochen Tag und Nacht das Gesetz studirt werde, p«? mon DPD nrPVU tö HIDD nwtt nny “iy. Wer das Lob dieses Mannes herrechnen wollte, würde ihn nur lästern. Dieses (Lobgehudel) haben wir schon oft bezeugt, wiederholendes aber jetzt nochmals, weil der von der deutschen Gemeinde zur Einsammlung von Beiträgen zu einem Synagogenbau abgesandte Aron Selig die Heiligkeit dieses göttlichen Mannes mit dem giftigen Geifer seiner lügenhaften Aussagen besudelte. Zwar haben auch weife Männer unserer Gemeinde demselben ehrenvolle Zeugnisse ausgestellt; aber die .That zeigt, daß er derselben unwürdig und die Weisen getäuscht worden seien. Wir würden dennoch denselben nicht verfolgt haben, da auch Hr. Lehren aus bescheidener Dehmuth ihm seine Beleidigungen verzieh (? wenn nicht seine verläumderischen Aussagen Wurzel gefaßt, und wo er hinkam, die Gegner des Hrn. Lehren an ihm eine Stütze gefunden Härten. So geschah es, daß zu Frankfurt a. M. L. H. Löw enstein an Hrn. I. Kulp einen Brief schrieb, des Inhalts, er wolle gegen Lehren gewiße, fast unglaubliche Anklagepuncte veröffentlichen, welche Anklagepuncte abcr nur auf die Aussagen desA. S. sich berufen könnten. (?) . Sogar hatten Leute die Frechheit, mit jauchzenden Worten öffentliche Rechnungsablage zu fordern rc. Wir können daher dieses Gerede nicht mit Stillschweigen übergehen, erklären alle Anklagepunkte für unwahr, und nehmen hiermit das von der portugiesischen Gemeinde dem ApS. zugestellte testimonium integritatis zurück, erklären es für 6