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Der Orient · 1843-02-07 · 6 (7.2.1843) · p. Spalte 89-90

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
6 (7.2.1843)
Article
Arabische Termen im spanischen Ritual
Date
1843-02-07
Page
Spalte 89-90 (sequence 2)
Language
German
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89 90 Analekten. Arabische Lermen im Avignon schon Machasor die Anfänge einiger dahin gehörigen SynagogaLpoesien mit, hoffend, in Ihrem Blatte über die Bedeutung derselben Auskunft zu erhalten. Ich bemerke zugleich, daß sich in diesem Ritus Gebete befinden, deren Unterschriften von allen andern bekannten mehr oder minder abweichen: z. B. statt nrPDD heißt das erste, zwischen □TJ rfW und nD&JO, am 1. Neujahrstage, eingeschaltete prosaische Stück: rreD 0 — hierauf folgt eine welche an fängt: ipn i/DH hm, 'by'ö'D urin bx sodann ein nitan2 *)/ dessen Charakter von dem von Hrn. Dukes angegebenen abweicht, es fängt an: •Din ‘w ySpv 'thy btid ^lon, im ^b ist aber keinesweges ein pnb NM'N, sondern schließt sich in seiner Form genau dem sorgenden r *pnD an :l"Dy\ÜrP nsr« : •ormp'» nn toi, ■oph'ri ya/iy hi^n toi mv, nw vintcm yib rua, rtop \)) ,D-&yn w, 'b'wy* -wn nih o 4), \rityn nn\ nnt DTi ij-pfT “]rfa HT ^l5). Dieses Gedicht enthält 6 Strophen, gleich den obigen, und endet mit einer Wiederholung des •»^rr D>. —• Das bekannte -ponN stw N' ist W'l'p'? 1) Vielleicht ist es das mit dem hebräischen nnOH syno- G nyme gleichsam der Schlüssel, womit das Gebet eröffnet wird. Daß wir aber auf ein arabisches Wort hin, weisen, obwohl dasselbe nichts mehr aussagt, als das verwandte hebräische, hat darin seinen Grund, daß das Arabische, als Volks- und Umgangssprache, den damaligen Juden gewiß näher lag, als das Hebräische, und bei Synonyma werden sie wahrscheinlich eher an die gewöhnliche AUtagssprache gedacht haben, als an jene, die sie blos aus Büchern kannten. — Es kann aber auch das biblische Prov. 8, 6 sein. 2) Ueberhaupt scheint uns /daß Hr. Dukes den charakteristischen Unterschied zwischen niL£H und fimnD nicht angegeben hat. Wir glauben mit Z unz, G. 33. S. 382. Anm. b annehmen zu müssen, daß man die Eingänge zu den Piutim zu nennen pflegt, wenn sie ein i ntr oduzirend e s G e 's u ch d e s V.o r b e t er s ausdrücken; ntTOD hingegen ist eine Gebetsintroduktion der ganzen Gemeinde. 3>) Das hier unter dieser Überschrift angeführte Gebet ist bei Geigers Melo Chosnajim S.38. flM rnirp *~h ni überschrieben, und wie von demselben in der Vorrede S. V!. bemerkt wird, ist es auch eine Abschrift aus dem Machsor Avignon.- Die Verschiedenheit der Ueberschriften eines und desselben Gedichtes kann daher beweisen, wie schwankend und unbestimmt die Bezeichnung "pflB ist, und auch wir müssen blos auf das arabische Mys» motus est. 11, movit, commovit verweisen, ohne etwas Bestimmtes darüber sagen zu können. Die Form des Gedichtes ist aber so charakteristisch, daß man leicht auf den Gedanken kommen muß, "pro sei, eine Bezeichnung für die Form. — 4) Bei Geiger nt 'D. 5) Bei Geiger nt und ausgelassen. Es wäre rielleicht nicht uninteressant, wenn Hr. As her die übrigen Strophen in diesem Blatte mittheilen wollte, eine weitere Collation anzustellen. spanischen Ritual von A. Asher. überschrieben, und wird nebst einem ,crc6 — einem ->Lv und einem pvia überschriebcnen Gedicht zwischen dem mian nmi ’a’ttO und jeder naaa und dem darauf folgenden t£ir|p eingeschaltet. Nach 5? n'°W d. h. nach Ü'at« folgen: 1. s21dk, anfangcnd: ntn VNpn 'ni ntnia 4>ao um, n-non miynn 2. miND nonj ONOL2 M-NbN, ’vyD 1D6VD3 ~)Dyi« .NDLi«! piayt«, 3. Mi«. : — naaya Nibaai cmpn ’t-dn Dnima '*tn — na-mn d^ini, on’sn ’a nj nay nanpn nana naniN Dnawd nsaa — nanx noan, omaiy by «ap 4. nbn aitya, D’yn ’i’ by D’Dna eton , n’jn wvn naaa in D’ytan ’aaaio 5. }id> mm6) iayan, was nrnia unty, iwiy ’ana, nbm pNta nyity’ dn, wya mxa -pNi 6. pD rüDJ -piyyD pan naityoa, nityitya nao pya naix 7. 110ID7) pan na avyich nanbi, Daxo Nenn;a>, max aiaa mp .Dnaats'P aon apy^ nn« jnn ddiji 8, Jiaa8) ein Bers, nämlich: paii«a, nibrani’ pyiy oa no’an, dind n’aty masy rr-ano nixas 'n jjdi mw ’a, niNfea w niN» 6) Dies scheint eine Ausnahme von dem gewöhnlichen nwa »» machen. Vergl. Anm. 2. 7) Die unmittelbare Vergleichung des pvw mit dem französischen pseaume scheint uns noch fraglich zu sein. Denn während die Juden dieses Wort gebrauchten, war bei den Franzosen die Substituirung des u nach a und o für l in lateinischen und griechischen Wörtern noch nicht allgemein; da, wie bekanntlich, der Uebergang des 1 in u nach a und o erst zur Ausbildung des später» Französischen gehört. — Hr. Lcvinson in seinem Werke ’t£Ht£/ Wilna 1841. S. 44 hält pioiD (von 12, seines Gold, und sowie von fe, nba, irc&a 'ch. 687 so auch von 112, 12 und plllO) für eine Nachahmung der Psalmen, welche QpDft, carmen aureum überschrieben sind. — Berücksichtigung verdient auch die Stelle aus den Responsen des Joseph Ilm Migas, welche Dukes in den Noten S. 140 anführt. — Bei dieser Gelegenheit können wir nicht umhin, hier mitzutheilen, was der geehrte Redakteur uns Längst gesagt, daß nämlich die Erklärung von ryOlE^&y, n^bu/, rro&y, welche Dukes im Namen des Hrn. anführt, schon 1841 von dem erwähnten Hrn. Levinson in dem angeführten Werke gegeben wurde. Uebrigens scheinen uns rpiühtif, rrottf eine Nachbildung der ähnlichen arabischen Bezeichnungen zu sein. — 8) Zu unserer frühem Erklärung üig-i'cssio, welche hier passend wäre, können wir noch eine andere Vermuthung hin-

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