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Der Orient · 1843-01-17 · 3 (17.1.1843) · p. Spalte 47-48

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
3 (17.1.1843)
Article
Beiträge zum Rabbinerwesen
Date
1843-01-17
Page
Spalte 47-48 (sequence 3)
Language
German
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47 Literarische Ankündigungen 48 W'ü -W# bctwifij wie sich auch solcher Beweise in Menge in der heil. Schrift für die Nothwendigkeit einer vorhandenen Tradition befinden*)» (Beschluß folgt.) 1) Ich erlaube mir hier in dieser Anmerkung meine im Texte angedeutete Ansicht von Tradition darzulegen. Meiner Ueberzeugung nach besteht nämlich das, was man Tradition nennt, aus 2 Haupt-Momenten, nämlich: 1) aus denjenigen religiösen Momenten, welche Moses bereits in dem Volksgeiste und in der Volks sitt e lebend vorfand; 2) in denjenigen Specialitäten allgemeiner Gesetze, welche durch die tägliche Uebung sogleich eine solche Vertrautheit mit der Volksgewohnheit erhielten, daß sie der besondern Skriptur nicht bedurften. Die Offenbarung Gottes an Moses umfaßte natürlich das gesammte Rcligionssystem (2ÖS2W min und ns min), Moses aber als Volkslchrer knüpfte nur an das schon in Gesinnung oder Handlung Vorhandene an. Sehr unterstütz: wird diese Ansicht durch die im Texte angeführten Worte nims löD urDb wo der Form der Ehescheidung als etwas bereits Bekanntes, in der Volkssitte Begründetes gedacht wird; nicht minder beweisend möchte die gleichfalls im Texte angegebene Unterscheidung der Schrift zwischen HEHIND rnjtt rc. sein. Ja aus diesem Gesichtspunkt erklärt es sich leicht, warum die Unsterblichkeit der Seele im Pentateuch mehr angedeutet, als ausgeführt ist, eben weil die Volksg e sinnun g diese Idee schon umfaßte, und die Bekanntschaft mit den Egyptern hatte dieser Idee nicht geschadet. So lange nun der isr. Volks gei st und die isr. Volkssitte sich selbst treu blieb, so lange er nicht mit fremdartigen Geisteselementen genauer bekannt ward (also vor dem babylonischen Exil), findet sich daher kein Bezweifeln der Tradition. Nachdem aber das eigenthümliche Geistesleben durch das Zusammenleben mit andern Völkern zum Th eit zurückgedrängt oder gar verwischt war, nachdem mau den Beweis jener religiösen Momente nicht mehr in sich selbst trug, da entstand der Kampf zwischen denen, welche an den Manifestationen des Volksgeistes festhielten, und denen, welche jene, theils zurückgedrängten, tbeils gänzlich außer Uebung gesetzten, Momente bezweifelten, und nur an dem festhielten, was sie äußerlich (in der heil. Schrift) als Dogma oder Gesetz wiedergegcben fanden. Anm. d. Eins. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art', besonders in so weit sie jüdischem und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen .1* Sgr. für die. gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [gj Mit Beginn des vierten Jahrganges 1843 erscheint im Verlage von C. L. Fr i tzsch e in L e i pzi g: ZEITSCRIFT für die gesammte lutherische THGOIiOKIE und KIRCHE!. Herausgegeben V'Ofl Dr. A. G. RCDELBACH, Consistorialralh u. ijleneralsupeii ntendeutea in Glauchau und Dr. II. E. F. GUERIKE, Professor der Theologie zu Halle. Form und Ausstattung bidbt die der früheren Jahrgänge, ebenso ist der Preis für jedes Quartaihefl 25 Ngr. wie vorher., Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen hierauf an. Leipzig im December 1842. f C. JL. Fritizsclie. rron oder die Pesach-Magadä, travestirt fürs Purimfest, von Dr. H. Smnerhansen, Verfasser der Epigram. hebraica etc. Brüssel, 1842. Sehr compact und correkt auwgraphirt. 16 S. gr. 8. Netto 10 Ngr. C10'] n n nn Epoigne§ de L’HISTOIRE ANCIENNE et MODERNE DE§ I§RAEIITE§. Exposees dans une serie de distiques hebraiques et de sentences mnemoniques Franqaises; specialement a Pusage de l’Ecole primaire Israelile a Bruxelles par BL Sonunerliausen, Br, en. Phil. 1842. 8. Prix: 5 Ngr. [11.] Bei A. Bielefeld in Carlsruhe ist-so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: . Die Rechtsverhältnisse der öffentlichen israelitischen Schulen im Großherzogthum Baden. Lus Auftrag des Großherzog l. Oberraths der Israeliten herausgegeben vom Oberrath Gpstekn. gr. ,8. geh. 4 Ggr. oder 18 Kr. Verlag von C. 8. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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