Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 2 (10.1.1843)
- Article
- Neuhebräische Poesie
- Date
- 1843-01-10
- Page
- Spalte 27-28 (sequence 2)
- Language
- German
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27 28 Neuhebräische Poesie. Liferet Ha-Tischbi, ein Heldengedicht v. M. Stern. nitp&n iTlp) — diese und viele ähnliche Stellen verralhen den d eu t schen Dichter und machen auf den hebräisch Lesenden keinen guten Eindruck, Ungrammatisches, das aber wohl mehr Druckfehlern zuzuschreiben ist, bemerkten wir, Th. II. S. 16- 1'pwn st- *1»3Ti<n,. S. 56; Wu?) st. yü' 1 1]k6; auffallender S. 7: prun» »l2^p DÖJ?, st. t2*6 5 S. 24: LW'N nnv3 st. inny3. Das Wortspiel, im Munde Isebels (Seite 37, Theil H.) ^M3 tfP '^3 b? ,k)^ny »iiy.2 2 CK (den Gatten magst du wohl betrügen, den Gott doch wirst du nicht besiegen) ist wohl schön, aber nicht ganz sprachrichtig. Auch Wiederholungen sielen uns auf. So wiederholt sich der bildliche Ausdruck nftpri IJ? F)Ti /M^n mehremal (1. 64, 86, 111). LH. 11., S. 36 und 37 wiederholt sich das „die Säulen des Pallastes erschütternde Auftreten Isebels" fast mit denselben Worten, was immer den aufmerksamen Leser stört, und dem Verfasser bei seinem sonstigen Reichthume an Bildern und Gedanken nicht noth thut. Die Charaktere sind durchweg gut geschildert und rein durchgeführt. Daß LH. 11. S. 64 Achab so ganz verderbt, ohne irgend eine gute Seite dargestellt wird, will uns doch nicht ganz in den Sinn; Isebel ist der höllische Geist, der ihn zu allem Bösen verleitet, Ach ab selbst sinkt nur durch seine Schwäche und sein Herz ist nicht ohne gute Wurzel. (Bergt. L. S. 56-61.) An schönen Stellen ist das Gedicht sehr reich. Wir wollen nur einige mittheilen, um zugleich dem Leser einen Beweis von der Diktion bc§ Verfassers zu geben. Lh. 1. S. 25. ,’isqjnn o»3n nt?'» ‘inrwo /i*n iw men itojj tshp rnnn 5"i})33 ]pi3 «pp n» nn ,rn3nan epp uvb ci>)n iv? ,rip3L' c»NK vz 227,33 c?s 2x3 :"E W V'Jr o\>to -inn c6böd „Viel Wack're nach ihm*) haben prophezeihet, Gottschauende, durch heilig Kleid geweihet, In Gottes Geist gohüllet Jung und Alt; Der Axt gleich war die Zunge der Propheten, Die Zeder siel vor ihres Mundes Reden, Die Fürsten bebten, wie Gesträuch im Wald." S. 27. ,?pDw nya» 2b cha ws: t]\nbe ^Beb ,\T>TO D Tjbn? pnj i'ifitähs x&ryx bsb njn „ Doch ich, dein Knecht, ich beug' das Knie mit Zagen, Voll Schauer denk' ich Dein seit Iünglingstag'en Und Deine Wunder mocht' ich machen kund; Ich'kenn', verzeih', Herr, meine schwache Gabe, Nur wenig Honig nehm' ich mit dem Srabe*) — Verleih' mir Geist, daß fehle nicht mein Mund." ~ S. 98, nachdem der Verfasser von den Heiligen Israels geredet, welche gleich Elias ein unstätes, ruheloses Wanderleben führten, heistt es weiter: *g!=pi rno) tfjotsb >2 /5PR10 rriras ,K2m pin net?» iniMmm nniPnmnaw ,npPP eninpn? n»nn 22io 3210 /isipj) enix? ip» *6 in«» n*P , nnnp-i i»xnn pwn »?nn i>3 ,cni3n?jp ni»p2 tj'bti 63 13p» ,c^ixn ctsni. »tpw pp n>pn 1? ,in»p inn NAy nW 2rw ne?« nrn? /inJicn »p»2n nie «3 inn? »Pp? ,*6n »nn nnr? ppp *qip ne?« D»T»nte’n ,cy2iif nnit<c3 pw pjnjn »~nip jTjn'n »pPin cp |»3 nin »pnn Ti« »22123 /C’s-yip 7]i?n »P? n»pn pjwj nnn ca ,cipn bis cippn ni: »i>2 n»p iw n»pn ,nnx »iü iw »«n tspap ]»*o 2210 2210 .»nn iw Dijnni dud i>h' »nnn -' ,8»s in'*; 2»2t? nbp i»2nn «y by_ .57»ni’ pxn i?32 inpnp »3321 „Denn wie Sonn' und Mond und des 5^immels zahllose Heere, Jene Boten des Lichrs, hellstrahlend am Himmelsgewölbe, Denen gezeichnet die Bahn nach festbestinnnten Gesehen: Immer wall'n sie und wall'n und ziehen auf ihrem Geleise," „Nimmer kennen sie Ruh' und leuchten rastlos im Kreislauf, 2llle Räume der Welt, die obern und untern Gebiete Unaufhaltsam umkreisend auf hochcrhabenen Bahnen: „Also die Frommen des Herrn, die Männer des Ruhmes von jeher, Seine Erwählten, die er geliebt und mit Geist überströmet, Seine Genossen, die Söhne des Raths, die Schauer der Gottheit, Die er einzeln beruft aus Millionen der Menge. „Finsterer Welt entsenden sie Licht wie die Sonne desHimmels, Geben wie Sterne Glanz dem Volk, hinwandelnd im Dunkeln: Sie auch haben nicht Nutz' und rastlos sind sie getrieben, Eilen von Stadt zu Stadt und eilen von Lande zu Lande, Enden nimmer den Lauf und ziehen von Volke zu Volke, Kommen von Unruh' zu Ruh' und kommen von Ruhe zu Unruh'. ) Moses. *) Anspiel, auf Sam. I. 14, 27.