Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 4 (1843)
- Issue
- Heft 2 (10.1.1843)
- Article
- Warschau
- Date
- 1843-01-10
- Page
- Seite 16 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2360092-2360256-2360259-2368120--2854-2368157- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
16 Rassenhaß hat bei den Polen den Stachel verloren, die Russen leben jetzt unbesorgt unter ihren Feinden , die sich übrigens alle Mühe geben, den Haß zurückzudrängen, und die polnische städtische Behörde beschloß die Ausweisung der Juden aus den christlichen Straßen, um in der brüderlichen Eintracht mit den Russen nicht gestört zu werden. Licht-und SchattenbLldev aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart. Urkunde« zur Geschichte der Juden im Mittelalter. Serie I. Siebente Urkunde. Hermann von Wolfershausen entsagt dem Pfandrecht an Gütern zu Holzheim, die er wegen Bürgschaft bei den Juden empfangen hakte. 1258. Hermannus de JVolfershusen unirersis hoc scriptum auclituris saLutem in domino. No tum sifc omnibus, quod cum fidejussor essem ad Judeos Widekindi de Holzheim, et ipse michi bona .sua. in Holzheim titulo pignoris obligasset, fratres de Hernwilhehusen prohibueranv, ne in predicta'..villa.bo.na enierent ab eodem. Verum ad peiitioneni prefati W. consentio. et concedo, ut bona que Abbas et suus conrentus emere decreverunt, emant cum suis pertinentiis salva pace, et ego verbo et scripto sigillo meo signato penitus renuncio juri meo. Hujus rei testes sunt $ Thetmarus plebanus de Hombergt Lodewicus de Vohele scultetus. Evcrcardus et conradtcs Holzsadele. Ekehardas de Villberg, Giso springet- Everhardus quondani scultetus et alii pluves. Datum anno gratie Milles, ducent. quinquag. VIII. lionas julii. (Wigand: Archiv für Gesch. und Alterthumsk. Westfalens. 7. Juli. Hermann von Wolfershausen bietet Allen, die diese Schrift werden lesen hören, Heil im Herrn. Allen.'sei bekannt, daß, da ich bei den-Juden für Widekind von Holzheim gebürgt habe, und er mir seine Güter in Holzheim deshalb zu Pfände gegeben hat, ich die (Kloster-) Brüder von Hardehausen verhinderr hatte, in genanntem Dorfe von ihm Besitzthümer zu kaufen. Aber auf Bitten,Mä vorgenannten W. bewillige und gestatte ich, daß der Abt und sein Kloster die Besitzthümer, die sie zu.kaufen beschlossen haben, mit dem Zugehörigen in Frieden kaufen mögen und ich entsage durch Wort, Schrift und Siegel gänzlich meinem Rechte. Zeugen sind: Ditmar Pfarrer von Homberg, Ludwig von Bohele, Schultheiß, Eberhard und Conrad Holzsattel, Ekha'rd von Willberg, Giso Springel, Eberhard, gewesener Schultheiß und mehrere andere. Gegeben im Jahr der Gnade 1258 am 7. Juli. 2 Heft. p. 68. — siehe daselbst die Anmerkung.) Personalchronik und Miseelle». Hochachtung Salomo n H eine*6. In dem zu Halberstadt 1842 erschienenen Hansa-Album lieferte Hr. Theodor von Kobbe ein Jmprompte an Scil. Heine. Ueber dieses spricht sich Wienbarg in seinen Hamb. lit. und krit. Blättern (S. 999) mit folgenden Worten aus: Das sichere, Vertrauen erweckende Benehmen dieses Börsenmannes kurz stach dem Brande mochte wohl einen passenderen Gegenstand des öffentlichen Lobes darbieten, als was von Kobbe einerseits zu allgemein, andererseits in zu stechendem Gegensätze gegen J die Person eines gewissen Kanzelredners hervorhebt. Uebrigens wird die Lessiug-Nathansche Ringfabel eingängig von ihm gemißdeutet und ihr eine Sinn-Erweiterung geliehen, deren sie nicht bedürftig, dann aber am Schluß ihr etwas angedichtet, was, als sentimental-witzig, ihrem Geiste fremd. Endlich noch die Bemerkung: vom Wohlthun muß man kein Wesen machen, weder an sich, noch selbst an Anderen. Sogar lehren, wenn man sie lehren kann, thut man sie am besten in Parabeln und Fabeln, wie Christus und Lessing es gc- Lhan". Verlag von -2. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.