Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 1 (3.1.1843)
- Article
- Dogmatische Literatur [Rezension]
- Date
- 1843-01-03
- Page
- Spalte 13-14 (sequence 3)
- Language
- German
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14 13. Literarische Nachrichten und Miscellen. Wissenschaften innerhalb 'eines kurzen Zeitraumes machen konnten. A. Z n k. Literarische Nachrichten und Miscellen. Bemerkung zu den lirer.Anal.inNo.43.des L.B.zum Orient, 1842. Herr M. Heß hielt die Stelle im 8nnD Hilch. Ereb Jom Kippurim, wo es heißt: „daß er von seinen Lehrern gesehen, wie sie an demselben Tage Wasser getrunken und „„die Frucht, welche man Erdapfel nennt"" sso heißt es im Originales gegessen haben" für untergeschoben, weil sie einen Anachronismus hinsichtlich der Erdäpfel involvire. Auch mir war jene Stelle früher auffallend, ich überzeugte mich aber spater, daß unter der Frucht, „genannt Erdapsel," des WnD nicht unser „Erdapfel oder Kartoffel" (solaniim tuberosum), sondern eine andere knollenartige .Fru cht, wahrscheinlich G r u n d b i rn e n oder eine Gattung von Trüffeln, verstanden sei. Unsere Kartoffeln auch „Erdäpfel" zu nennen ist überhaupt nicht in ganz Deutschland üblich und war es früher noch weniger, während man in vielen Gegenden die gedachten knollenartigen Früchte und ähnliche dergl. mit dem Gesammtnamen „Erdäpfel" belegt. (S. u.A. I. H. Lampe, Wörterbuch der deutschen Sprache.) Jene Stelle im bnriu) trägt erstli ch an sich das Gepräge ächten Ursprungs, da bnnD selbst als Augenzeuge angeführt wird: muri nsn teü nw Enra prnicn 133Q nsn p W? jrui boxi paun1? n^on rnisn <^22x117) D'3 03. Zweitens kann sie nicht von so später Hand, nachHeimischwerdung unserer Kartoffeln in Deutschland, interpolirt sein, da sie sich auch in den alten Ausgaben des b'lHD befindet und (obgleich die Kartoffeln in Böhmen erst im achtzehnten Jahrhundert bekannt wurden), K. Klia Spiro, der ums Jahr 1689 zu Prag lebte, mehrgedachte Stelle des doch bereits cilirt. (S. liliii Kabb. 608. 9.). Drittens scheint die der Frucht genannt Erdapfel von Mahüril beigelegte Eigenschaft zu unseren Kartoffeln gar nicht zu passen, undwürde es wohl nicht thunlich sein, letztere in kaltes Wasser einzutunkm und dann zu genießen. I)r. B. Beer. R. Elija Bachnr's Epitaph. Wolf in seiner hebräischen Bibliothek (T. 111. p. 98.) theilt die Grabschrift des berühmten Grammatikers Elija B achur mit, die er von W. Unger erhalten, und da sie in einigen Stellen corrumpirt ist und überdiesnicht genau angegeben wird, wo die Grabschrist sich befinde, oder wo erste gesunden hat, ob in Padua oder in Venedig, so theile ich sie hier getreu mit, auf daß irgend ein Literat, der nähere Auskunft über dieselbe zu ertheilen in den Stand gesetzt ist, eine solche dem Orient zukommen lassen möge. Die Grabschrift lautet: i3ij/ f?±> norm pyin mpo px xbn rpbx N'OL/3 ntyi np^Jisyx pi by mapn nx? by iniN ntoi irfex pnpi3 mxn i^x nr xin nSi mj>D3 .mna 0"N 1NL3 itsQJi 131D3 nbj; I23IV b Wty rut» mix^> Daß diese Grabschrist nicht correet ist, braucht kaum erwähnt zu werden, für h n^N1 es wahrscheinlich heißen für 03t£/ wahrscheinlich 03^ 'D3, für 19103 wahrscheinlich hdid:)*, aber sie sei hier nur erwähnt, weil sie bei den Bibliographen als Auskunft über EL. Bachur's Sterbejahr (den 9. Schebat o'W d. h. 1549) gilt und doch etwas unsicher und unzuverlässig erscheint. — Hieran mögen sich noch die Verse anschließen, die N. Mose Könitz in seinem Buche Mezaref mittyeilt, als zu Ende des Werkes Schnake Dura (Venediger Ausgabe) sich befindend, und die folgmdermaaßen lauten (S. Zion 1840, S. 199) : niho pro* m by ' son nyty ' idd 4 min dmh miD3 pN 4 hmn nm 4 ^3 iidn 13 ♦ nun *>10'h mjn sn Dy 4 rm no^n mos« n * mr^n bw 4 Dp iddd p * d(,3wö Vbu ♦ QD"W miD^ 's jpr ira 4 ih^n ♦ *on mwon Drei von 03" V genommen, giebt 808, also im Jahre 1548 soll er 80 Jahre gewesen sein, was aber mit den eigenen Angaben Ella's durchaus nicht übereinsiimmt. Denn im Jahre 1547 veranstaltete er in Venedig eine dritte verbesserte Ausgabe des Bachur, und da sagte er im Vorworte-'."in nin idon D^Dirb '22b oy toddh w p3 vjk UDD U13.H) vby?pD7rpt cm'bw, so daß er 1548 nur 71 Jahre alt gewesen sein konnte. Dieses letzte stimmt auch mit den sonstigen Angaben' Elia's zusammen. Im Jahre 5265 hat er in Padua die Grammatik Mos. Kimchi's commenrirt, also 1504; im Jahre 5277 d. K 1517, im 40. Jahr seines Alters (s. 2. Vorrede zu Bachur), hat er die Grammatik Bachur veröffentlicht. Wenn das Gedicht in Schaare Dura acht ist, so müßte man das mi3)^ 'D so verstehen, daß er in dm achtziger Jahren, d. h. 71. Jahr war. Ganz richtig hat Hr. Dr. Jost das Todesjahr Elijahs auf (9. Schebat) 5309 d. h. 1549 angesctzt, nur war er nicht 77, sondern 72 Jahr alt und folglich war er nicht 5232, sondern 5237, d. h. 1477 geboren. Fürst. Die Puniktl des PlautuH. So reichhaltig und mannigfach die Literatur über diese punischen Reste im Plautus ist, so ermüden doch die Gelehrten nicht, die Untersuchungen über diesen Gegenstand fortzusetzen. Von Gesenius in der Halle'schen Literaturzeitung (1839, Nr. 14) und von Benary in den Berliner Jahrbüchern (1839, Nr. 73) ist die Scheidung einer rhythmisch -phönizischen und einer prosaischpunischen Version versucht worden, um so manche Differenzen zu erklären. Der Philolog F. C. Wex macht in dem Rheinischen Museum für Philologie (Jahrg. 1842, Heft 1. 'S. 131. ff.) auf ein anderes Mittel aufmerksam, wodurch sich der.Text im Plautus von Corruptclen reinigen lasse und das geeignet ist,, im Aufsuchen des Sinnes der Worte eine ge-