Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 52 (25.12.1841)
- Article
- Ueber einige vorgeschlagene Verbesserungen in den Gebeten
- Date
- 1841-12-25
- Page
- Spalte 813-814 (sequence 3)
- Language
- German
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! 813 jektur, und wenn der Verfasser nicht wirklich so geschrieben hat, so hätte er nach seinem Style 'gewiß so schreiben sollen. 6. Daselbst anstatt -ptf Maat Hr. Neifmarm vor i zu lesen ™ der Bedeutung „Angel" wie Prov. 26,14. Eine sinnlosere Conjektur ist mir noch-nicht vorgekommen; denn wer könnte wohl sagen wollen ^rb'l „die Ähüren der Angel," als eine nähere Bezeichnung der Lhuren? Und ' sehen wir den ganzen Satz im Zusammenhang nojS :. jjrn pDT das heißt nach Arnheim (Iozerot. G log au und Leipzig 1840) „klopfte flehend an die Lhüren des Hortes der israelitischen Gemeinde." Lesen wir aber so würde es bedeuten, „die Lhüren der Angel der Gemeinde", was schwerl'ich einen Sinn gibt. \ 7. Anstatt jnD BW) \>)1 nb'N' will Hr. R. lesen welches alsdann Subjekt wäre und sich'auf Gott be-; zöge. Der Reim widerspricht dieser Emendation. 2luch Hr. Arnheim hat mit Unrecht bemerkt Anm. 13 denonvinativum" da ’^nj als Zeitwort „brennen" bedeutet, nach Geseniu 6 und Fü rst. 8) Für tpftm >2^ nimmt Hr. N. als ausgemacht, an, es sei zu lesen als zwei Wörter für 'yn, letzteres Als^ Epitheton der Egypter, und in der Bedeutung „zerbrechen," also die Egypter seien zerbrochen worden wie irden Geschirr. So klar dieses dem Herrn N. vorkommt, so ist es doch nicht anzunehmen denn das ganze Stück enthalt nur Satze von zwei Wörtern außer wo das dritte Wort einsylbig ist, alsdann hat es auch solche von drei Wörtern. Eine einzige Ausnahme; hiervon gibt es in dem Satze ^prn HD?, wo aber gewissermaßen als einsylbig zu berrachten ist. ' Hiernach ist es schon mehr als unwahrscheinlich, daß der Verfasser i£n geschrieben habe. .Sprachlich möchte es sich auch nicht rechtfertigen lassen, denn .^7) heißt immer nur weiden, selbst das angeführte ipAp Ier. 22, 22 bedeutet -,sr'e weiden dir den Scheidel ab." Demnach wäre die Vergleichung ^333 ein großer Mißgriff. ■ 9. Hr. R. dankt Gott, daß er ihm die Wahrheit finden ließ, daß nämlich anstatt rDH hü/D2, wie man sonst las, hier zu lesen sei nanbl £\NO, durch ein Versehen der Abschreiber sei nämlich das Was und Lamed zum erstern Worte gej kommen, dann sei wieder aus dem Kaf und Ales, Bet und Mem geworden. Es ist eine starke Zurnuthung, alles Dieses als wahr anzunehmen. Wahrscheinlich entging dem Hrn. R. die Emendation, welche Hr. Arnheim hier anbringt und S. V. den Literaten zur Beachtung empfahl; nämlich Dy -MN! rnnb biüPDS/ rD'N4, welches derselbe übersetzt ,,O, laß in Gluth verzehren das feindliche Volk, an dem Flamm,verglichenen." Herr Arnheim hatte, nach meiner Meinung, noch besser gethan rn\\l als Nomen proprium zu nehmen nach Job 9, 26 •rntt n?1^ UV IDbn, welches nach dem Prospektus der allgemeinen biblischen Geographie von Dr. Fceyftadt Euböa ist. - z " 10. Die Emendation oypy jm für qj/dj; jm wäre gut, wenn ein Objekt da wäre. Arnheims Conjektur Dy£y p-| 814gibt einen sehr guten Sinn; sie beruht aber blos auf Castelli im Widerspruch mit allen jüL. Lexikographen und Editionen. 11. Für ynn verbessert R. ' Die ge^ wohnliche Leseart gibt auch einen guten Sinn, vielleicht einen noch bessern „welcher Monat erforderlich ist" nach Arnheim.' 12. Mit Recht freut sich Hr. R. mit der tzntdeWg^ daß für gelesen werden muß wenn es nachgewiesen werden kann, daß der Sabbatengel ‘-)n& genannt worden. 13« Anstatt bxn nhy ))by emendirt Hr?'R.' Hier trifft derselbe mit Hrn. 2trnheim zusammen, der ebenso emendirt, woraus ich ersehe, daß des Letztern Arbeit dem Erstern unbekannt war. 14. Die-Verbesserung DN3 in ist eure sehr glückliche zu nennen. ' - - 15. Die Erklärung von rinn nach dem-Aramäischen ^?0Dpn ^DilNO ist auch sehr schön und annehmbar. 16. Die Emendation und Erklärung von n&^y nach 2 Sam. 3, 27 anstatt in dem Pismon 'NOA vom Fasttage Ester ist auch sehr dankenswerth. 17. Die Emendation in nJinD 3'^' für jrüir? ZU lesen JH’1 IN' in der Bedeutung „er möge uns zeigen" scheint auf schlechtem Grunde zu beruhen; denn tfT heißt nicht „zeigen", welches das Largum allenthalben durch nm ausdrückt, während n?n nur,-sagen" und,-reden" bedeutet. Auch heißt nicht „uns"-, es müßte geschrieben werden *on\ Weit gefälliger ist die Erklärung Fürsts in den Perlenschnüren S. 124, wonach es ein symbolischer Name für Moses ist. Hingegen hat Herr R. gewiß Recht mit seiner Behauptung, daß dieser Hymnus nicht von.Jakob Lam sein kann, der bekanntlich kein Lewi war; aber unbegreiflich ist die Zurechtweisung des großen Jrrrhums, den Heidenheim begangen haben soll, indem er ihn dem Tam vindicirte, da Heidenheim selbst das Gegentheil behauptet mit den Worten DK?' Di'D3 mnnri 'Än DD'I rrn t*h nn O djidd* 18. Was nun den Hymnus betrifft , so kann ich es in der That nicht begreifen, wie Hr. R. behaupten kann, er sei nach dem Maaße von sieben Sylben verfaßt, denn die meisten Verse haben mehr und weniger, da wäre durchaus “iD1J?n b)l mno pr©. Aber die Emendakion '->Nl2 wyo ist gewiß richtig, und wenn der Verfasser nicht so geschrieben hat, so hätte er so schreiben sollen; denn MV heißt eigentlich: glänzen, rem sein, im 'Piel: rem machen, mit $ von einer Unreinheit. 19. Daß esin dem Hymnus DNM Oyheißen müsse hat schon Heidenheim eingeschen, der m unzähligen Exemplaren so gedruckt hat. 20. Daß es in dem Gebete rCD am Ende heißen müsse, wie Hr. R. a. a. O. S. 184 bemerkt, könnte wohl wegen der ungewöhnlichen Form Bedenken-.erregen;" allein Napaport soll es schon gebilligt haben. Moch wichtiger sind die Bemerkungen desselben Gelehrten a. a. O. über einige Gebräuche, wovon man den Grund nicht mehr kennt. So erfahren wir auch hier die erste Veranlass Analekten. Worgeschlagene Berbesserüngen in den Gebeten.