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Der Orient · 1841-12-25 · 52 (25.12.1841) · p. Spalte 811-812

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
52 (25.12.1841)
Article
Ueber einige vorgeschlagene Verbesserungen in den Gebeten
Date
1841-12-25
Page
Spalte 811-812 (sequence 2)
Language
German
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812 Analekten. Borgeschlagene Verbesserungen in - den Gebeten. 811 BeurLheilung dieserConjekturen versuchen mit dem Wunsche, daß wenigstens noch eine Stimme darüber sich vernehmen ließe, um vermittelst solcher freundlichen Besprechungen der Wahrheit auf die Spur zu kommen. 1. Im Purimgebet heißt es von Mordechai: mh iDOD'^pV R. glaubt nun aus dem Grunde, weil in der ganzen heiligen Schrift nicht mit verbunden ist, daß es vielmehr heißen müßte NDOQ nach Ez. 13, 18. Der Verfasser dieses Gebetes habe Esth. 4, 1 punttftt'pW >®XV nach 1 Reg. 20, 38 weil zu pDX Asche nicht paß?, nDDD sei also Verhüllung wie chpX. Gehen wir nun auf den letzten Grund ein, so scheint es mir sehr unwahrschein-' lich, daß es Jemandem einsallen konnte, Esth. 4, 1 p£>X 'su punktiren; denn wir finden nirgends, daß ■"■©&* ein Trauer¬ oder Klagegewand war. Es. ist vielmehr der Turban, welcher .auch im Syrischen heißt, wie es auch das Largum rviedergibtt Im Aruch findet sich hiervon eine dreifache Erklärung, aber keine hält' es für ein Trauergewand. Die gewöhnliche Punktation erhält aber außerdem noch eine Bestätigung von 4, 3. trO'")*? ySTOD'Xl pE^.S.cf. 58, 5. -)DN1 p^ Dan. 9, 3. ‘-)SXi pL71 OMir. Dazu kommt noch,, daß unser Verfasser selbst fortfährt hy DOT* Es las daher gewiß Esth. 4, 1. PDX). 1 Es ist auch mindestens sehr unwahrfcheintich, daß der Verf. hier . geschrieben habe, denn dieses Wort kommt blos E.z. 13, 18 und 21 vor. (In dem neuen vollständigen hcbr. chald. rabb. Wörterbuch, Grimma 1841 fehlt dieses Wort.) .Es .ist. schwer, zu bestimmen , was es eigentlich war. Das ' Largum hat. dafür, pno)} HD, damit wäre nun für unsre Stelle gar nichts anzusangen. Nach den andern Interpreten ist es entweder irgend ein Gewand, oder ein Kissen, Wulst. Was es nun auch war, wir finden es nur gebraucht von falschen Prophetinnen, welche irgend einen Unfug damit trieben. Es konnte wohl keinem religiösen Dichter emfallm, ein solches Wort hier zu gebrauchen. Wollten wir. nun die gewöhnliche Leseart 12OQ beibehalten, so bleibt nur-noch die Schwierigkeit wie es mit iL7p verbunden werden.kann; aber auch diese ist zu heben. Denn gehen wir auf die Grundbedeutung von -\üpQ ein, so ist diese nachWrsts Concord. S. 772 ^stechen, stacheln," dieses war nämlich die eigentliche Trauer im Alterthum, man stlchtt;M . Schnrrrzeu Mwerursach.m.,- bald ..durchs Einschnitte,-bald..durch Schlagen -ir. f. w. .Das-WM auch die Beranlaffmig, einen Sack in der Trauer -anzulegen, man wollte sich '.mit charnem Gewände Schmerz anthun.. Demnach konnte Jemand eine,Verbindung' wie v ->^p wohl wagen. . .: 2.-Anstatt iz-sW p¥1 wM Hr. R, lesen ri’in /D .N/ON. Allein nXT'^ auch-die BedeutunLbesonders ' 1)':-Dris-'Zeitwort' bei' pDX " ist "auch nicht gegen alle -Analogie r denn man -gedraucht > ja von ^"1 bald -Job^ W2br' bald auch .Ich/. 14, -11.. rj»nnn -Dop . warum sollte man nicht auch pOX eben so gut mir md? verbinden können, wie 'mit y^.. in.üpd? . yk' p2>NI bei Gott gebraucht, von „Etwas ansehenum zu helfen, wie .Ex. 4, 31. NX HNVOV 2 Reg..-20, 5. ,nx M'NI -pD^bl, Ps. 9, 14. HX“). Diese Emendation widerspricht auch den Regeln der Kritik, wonach es sich'wohl annehmen läßt, daß ein- Sciolus ein gewöhnliches anstatt eines ihm . unbekannten Wortes'geschrieben habe; was sollte aber Jemanden verleiten, für rp$n schreiben nw. 3. Die unglücklichste Conjektur scheint mir die folgende zu sein,/für -)NOX nOTO 8« lesen «np mitKaf, nachdem im Aruch angeführten TO prDID 'OT1D. Denn sehen wir zuförderst, wie der Aruch dieses erklärt: Mordechai war so ausgezeichnet in Bezug auf die Gesetze der ganzen Tora wie Edk, der zu seiner Zeit eben so ausgezeichnet war durch seine Frömmigkeit. Wie konnte cs irgend einem Scribenten einfallen zu sagen:' Gesegnet sei Esther wie jener Edi? von dem wir gar nicht wissen, ob' er gesegnet war, der überhaupt, wie es scheint, nur in der Vorstellung des Natan existirt hat, denn sehen wir nach der .Quelle des Aruch, nämlich Talmud und Megilla 12, 6, so heißt es dort blos TO Iplp^D, das folgende Wort i-|p fehlt aber da, und Nascht bemerkt ausdrücklich, daß das folgende Wort, das derselbe las, gestrichen werden muß. /Auch im Jalknt zur Stelle heiß es blos TO 0113133 ~irD/0. Dies gicbt auch einen sehr klaren Sinn, denn das Wort Vprp finbet: der Talmud ganz überflüssig; darum erklärt er es nen igogijv, er war als Jude durch die strenge Beobachtung der jüdischen Gesetze ausgezeichnet. Reggio in Prolegomenon in librum Esther. Wien 184/ kommt durch seine Untersuchungen , die ich aber bis sttzr blos aus der Relation der isr. Arm. 1841, Nr. 30. S. 240 kenne, auf das entgegengesetzte Resultat, daß Mord, „ein ganzgewöhnlicher Jndaer war, wie dies auch der. Anfang ''TUT* zur Bezeichnung eines ganz obscuren Standes vermuthen laßt." So verstand auch der Aruch die Stelle im Talmud zum Ruhme des Mord, wie angegeben. Unklarer ist indessen Raschi's Erklärung nämlich pfrO' DIDliQ , pl wogegen auch zu bemerken ist, das allenthalben das griechische vo^ios ist, also Gesetz. ' 4. Auch Hr. A r n h e i m bringt in diesem Purimgebet eine sehr sinnreiche Emendation an in seinem Gebetbuch mit deutscher „ebersetzung (Glogau und Leipzig 1839). Ihm fallt nämlich auf das NMp -)DpN^. und halt es für einen Fehler bcö 2C6fd;i:ctberg, bem bie Stelle 1 Reg. 21, 20 vori geschwebt hatte, ' wahrend der Parallelismus entweder - oder erfordert. Allein die. Redensart nwyb ^bDOil ’jjpn kommt dreimal in den Büchern der Könige vor, immer in der Bedeutung, sich verkaufen, das heißt, hingeben, das - Böse zu thun , welches ber Verfasser sehr auf von Ham an : sagen konnte / besonders da' der 'Parallelismus, woraus sich! Arnheim''beruftauch'in den übrigen Versen sehr oft vermach, i lässigt rss. / ‘ .. . i 5. Im Kerobot von Purim schlägt Hr. R. vor anstatt 'p pDQ* öu/lesin Jp für ,pr)4 Eine sehr glückliche Cvn-

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