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Der Orient · 1841-12-18 · 51 (18.12.1841) · p. Spalte 799-800

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
51 (18.12.1841)
Article
Dr. Großman's Abhandlung über die Reihenfolge und die chronologische Ordnung der Schriften des Juden Philo
Date
1841-12-18
Page
Spalte 799-800 (sequence 3)
Language
German
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799 Dr. Großrnann's Abhandlung über Pilo's Schriften. Lit. Anzeigen. 800 Testaments, zwei ausgenommen, ebenso wie die Überreste des Aristobul, Christen zu Verfassern hätten <(S. 5). Ich könnte ihn endlich einer wahren Lästerung zeihen, wie sie sich Strauß nicht einmal Hai zu Schulden kommen lassen, daß er - es aussprechen konnte, die Vers, der Evangelien hatten, obwohl sie wußten, daß das Evangelium aus einem geheimen Umgänge mit den Essenern hervorgegangen war, dennoch ihre Kenntniß der esse- Nischen Umstände absichtlich und listiger Weise verhehlt (S. 37). Doch dergleichen frivoles Geschwätz und solche Abgeschmacktheiten zu widerlegen, dazu habe ich weder Zeit noch Lust. Allein welche nichtssagende Gründe, wenn es Gründe zu nennen sind, hat er nun bei seinen Großsprechereien zur Bestätigung, seiner ausgestellten Meinung beigebracht! Er fängt, wie es dem Philosophen, dem Verkündiger einer neuen Weisheit ziemte, von einer der Seele inwohnenden, ihr angebornen Vorempfindung, einem Vorbegriffe, einer Vorahnung der Wahrheit an, mit welcher, was Philoneische Weisheit ist, kaum in Uebereinstimmung gebracht werden könne; als ob der Wechsel der menschlichen Dinge und der Gang und die Veränderungen der Zeiten mehr nach den Sätzen der Philosophen, denn nach den geheim nißvollen Plänen der göttlichen Vorsehung geleitet würden! Er spricht, es sei dem Ausspruche der Vernunft zuwider, wenn Philo die sogenannte wesentliche Realität der Ideen (denn dies will unser Verfasser sagen) so weit ausdehne, daß er die Eigenschaften des göttlichen Wesens, welche Schöpferinnen und Regiererinnen aller Dinge seien, die Güte, die Allmacht, die Weisheit mit Prädicaten belege, die nur reingeistigen Naturen zukämen. Mein waren nicht die alten Perser, was schon Herder in seinen persepolitanischen Briefen bemerkt hat (Werke zur Philosophie und Geschichte I: Bd. 1. S. 134. 136. 231), war nicht Plato, aus dessen Philosophie bekanntlich nach dem Beispiele des Josephus auch die Palästinenser ihre geistige Nahrung schöpften, waren diese nicht schon längst in Aufstellung dieser Lehre vorangegangen? Und woher wollen wir denn annehmen, daß die offenbar jüdische und talmudische, und mit jener Philoneischen ganz übereinstimmende Lehre von den göttlichen Kreisen geflossen sei, wenn nicht eben aus diesen Quellen? Er hält es für kaum glaublich, daß die in Egypten lebenden Juden, wenn sie aufgeklärter als die palästinensischen waren, besonders da sie die erwünschteste Gelegenheit im Vaterlande an dem Tempel zu Heliopolis besaßen, würden die entfernten Heiligthümer und (Zeremonien des heiligen Landes, Jerusalems und des jerusalemischen Tempels mit so großer Hingebung verehrt haben, daß sie den Feierlichkeiten der Feste stets sehr zahlreich beiwohnten und durch Darbringung von Gold und Geschenken aller Art ihren frommen Sinn bekundeten. (Fortsetzung folgt.) Literarische Ankündigungen Zn diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [lU.} Durch C. L. Fritzsche und alle Buchhandlungen ist zu beziehen: Sulamith eine Zeitschrift herausgegeben von Dr. David Frankel, Herzog!. Anhalt-Dessauischerr Direktor der israel. Schulen. 8r Jahrgang. 7s und 8s Heft. Gr. 8. br. Preis für den Jahrgang von 12 Heften. 5 Rthlr. [112.] . Brie fka ft e n Herr Al. E—r, Lehrer in L—d, wird ersucht mit Berichten und Mittheilungen fortzufahren und wenn es dringend, auch per Post. — Hr. M. St. in P. wird dringend ersucht die Fortsetzung einzusenden; eben so Hr. Dr. I. 33—ii in B., dessen Aufsatz schon zu lange unterbrochen ist. — Hr. Dav. C. wird ersucht, die versprochene Recension über H—d einzusenden; ich habe durch Hrn. R—n od. B—n. aus Berlin geantwortet. — Eingegangene Schriften zur Beurtheilung: .1) H. Thiersch grammat. Lehrbuch der hebr. Sprache; 2) Frankels Vorstudien zu der Septuaginta; 3) G. Müller, des Juden Philo Buch von der Weltschöpfung; 4) Gratzer, Geschichte der isr. Kcanken-Verpflegungs-Anftalt in Breslau. — [U3 ] Auswärtigen Eltern, welche ihre Söhne hier auf eine Schule zu schicken geneigt sind, zur Nachricht, daß Emen Pensionär zu Ostern 1842 annehmen kann Leipzig. Dr. Julius Fürst. Verlag von <£. L. Frltzschr. Druck von Z. H. Naget.

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