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Der Orient · 1841-12-04 · Heft 49 (4.12.1841) · p. Seite 301

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Journal
Der Orient
Volume
2 (1841)
Issue
Heft 49 (4.12.1841)
Article
Egypten: über das alte Fostat und Heliopolis ...
Date
1841-12-04
Page
Seite 301 (sequence 1)
Language
German
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Zweiter Jahrgang ❖ Berichte, Studien und für Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirtbeiallen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur Herausgegeben von WZ?« I n k r Ä s % ü t ft Bon dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, dasLiterarurblattmitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. M 4». Leipzig, den 4. December 1841. Orient. Egypten (über das alte Fostüt und Heliopolis. Teil el-Jehud). — Deutschland (Berlin. Weitere Besprechung der Glaubwürdigkeit des jüdischen Seugeneides. Stuttgart. Organisation des dortigen Synagogenwesens. Dntsinstruktion für Rabbiner). — Ungarn (Merkwürdiger Uebertritt zum Judenthume in Siebenbürgen.) — Licht- und Schattenbilder aus der jüd. Gesch. der Gegenwart. Das neue Hamburger Gebetbuch des israelitischen Tempels. — Personalchronik u. Miscellen. — LB. d. Or. Orient. Ggypten. In dem so eben erschienenen ausgezeichneten Wecke: „Palästina und die südlich angrenzenden Lander. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838 in Bezug auf die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smiths finden sich solche interessante Partien, die als Vorstudien das Gebiet der jüdischen Geschichte und Literatur erläutern, daß ich es nicht für überflüssig halte, wenn ich Manches für meine Leser aus diesem theuern Werke ausziehe. Diesmal betrifft es das in der jüdischen Literatur und Geschichte bekannte Fostüt (nttNOÖ), Heliopolis pp jN, lMlM "W,) und Tell el-Jehud. Die Erzählung darüber (Bd.I. S. 39—41) lautet: Zu Musr el-Atikeh (Ale-Musr) sind die Ruinen einer römischen Festung, die die Stelle des egyptischen Babylon bezeichnen, auf der später die Stadt Fostüt erbaut wurde, die frühere arabische Hauptstadt Egyptens.1 Indem wir östlich die Felder von Trümmern, wo einst Fostät stand, durchritten, kamen wir zu dem Thale oder der wüsten Ebene, die an die Westgrenze von Gebel Mukattem anstößt, südlich von Kairo. An diesem wüsten Orte befindet sich einer der größten Begräbnißplätze der Stadt. Mitten unter den tausenden von gewöhnlichen Grabmälem hat der Pascha ein herrliches Gebäude mit zwei Kuppeln 1) Wilkinson's Thebes rc. S. 309. Edrisi sagt ausdrücklich, daß es von den Griechen Babylon genannt wurde. S- 302. ed. Jaubert. errichtet, welches dereinst sein und seiner Familie Gräber in sich schließen soll. Wir wurden ohne Weiteres eingelassen und gingen ohne Umstände durch mit Fußdecken versehene Hallen und an den überaus geschmückten Gcabmalern vorbei. Die von des Paschas Gemahlin und seinen zwei Söhnen Ismail und Tussum zeichnen sich am meisten aus. In einer Ecke, fern von diesen, zeigte man uns die Stelle, die er als seine letzte Wohnung sich Vorbehalten hat. — Zwischen diesem Orte und der Stadt ist der ganze Weg voll Gräber und eingehegter Grabstätten. An einem andern Tage ritten wir nach der Stelle des alten Heliopolis (piKn "pp), etwa zwei Stunden Nordnordost von Kairo. * Der Weg dahin geht dicht an dem Rande der Wüste entlang, die fortwährend sich ausbreitet, sobald keine gehörige Masse Wasser zur Bewässerung der Oberfläche des Landes mehr da ist. Das Nitwasser dringt eine ziemliche Strecke unter diesem sandigen Striche in die Erde ein, und man findet es überall, wenn man Brunnen achtzehn oder zwanzig Fuß tief gräbt. Solcher Brunnen giebt es in den Gegenden sehr viele, wohin die Überschwemmung gar nicht reicht. Das Wasser wird aus ihnen durch Räder, die von Ochsen getrieben werden, geschöpft, und zur Bewässerung der Felder verwendet. Wo dies geschieht, wird die Wüste sogleich in einen fruchtbaren Acker verwandelt. Auf dem ' Wege nach Heliopolis kamen wir an mehreren solcher Acker vorbei, die auf verschiedenen Stufen der Cultur sich befanden, indem man sie der Wüste zu entreißen trachtete; einige waren eben erst angelegt, andere schon 49

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