Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 48 (27.11.1841)
- Article
- Jüdisch-philosophische Literatur [Rezension]
- Date
- 1841-11-27
- Page
- Spalte 743-744 (sequence 4)
- Language
- German
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f°t<\ o» s ad 7M Spccielle Beurtheilung der Leistungen in dem Kusari-Cominentar. oben in 2) begriffene Gebiet in sprachlicher (wie in inhaltlicher') Beziehung zu durchforschen, um für sich selbst ein Kriterium zu gewinnen, das bei der etwa nochwendigen Auswahl in den mirzutheilenden Bemerkungen leite, und das Wichtigere erkennen lasse. — Diese Forderung laßt sich nun anscheinend weiter ausdehnen, und sogar gegen unser obiges allgemeines Prinzip der Ausschließung, welches hier sub li) hervortritt, geltend machen, da doch hier die historische Ermittlung des Sprachgutes früherer Perioden nur vorausgesetzt werden soll, und nach dem richtigen Grundsatz: „nwn WN unsn N7'V es nicht leicht anzugeben wäre, .ob eine sprachliche Erscheinung gerade der Periode des Kusari angehöre. Allein für die Eigmthümlichkeiten gerade dieser Periode des Neohebraisrnus gibt es innere und äußere Kriterien," deren Beachtung, in Ermangelung historischer Gewißheit, dennoch unfern Herausgeber Stoff genug und zuviel für den Commentar hätte auffinden lasten. Dieser aber hat wissentlich seine Erläuterung sogar auf talmudische Spracherscheinungen ausgedehnt, wie'man sogleich sehen wird, und mitunter selbst da, wo nichts Neues geboten wird. Wir beschließen diese etwas lange Discusston über den Plan des Commeutars mit einigen Beispielen zur Veranschaulichung unserer Ansicht. Nach derselben sind. wegzuwünschen folgende der Grammatik (Formenlehre) angehörende Anm.: Ueber das prosthet. N bei fremden Norciin. propr. (S. 15, Anm. 3).8 Ueber die Form W? (S. 15 Anm. 3). — Ueber die Form Schaf'el (S. 39, Anm. 2) und Etpa al 6) Vgl. oben zu Col 348. 7) Wir denken dieselben anderswo weiter auszuführen. — Zunz benutzt dieselben manchmal als Beweis, daß ein Werk in die zweite geowäische Periode gehöre. — Man vergl. noch Scheyer in Annalen Nr. 23. — Daß diese Kriterien mit Vorsicht zu gebrauchen sein, möge hier ein Beispiel zeigen. rUD ist schon talmudisch in der vulgären Bedeutung: Ursache, Veranlassung. In der philosophischen Terminologie ist es daher (wie das arab. wurzelverwandte synou. mit dem neug epräg ten (aXt) vergl. Kosegarten Cor. leg. p. 39. Schmölders Docuin. phil. Arab. p. 12S, Fürstenthal zu Bechaji I. Hiernach zum Theil zu berichtigen Kusari S. 5. Anm. 1. 8) Eher wäre eine Besprechung der Ortographie der in dieser-Literatur häufig vorkommenden Namen von fremden Autoren und Sekten am Orte., — Ucberhaupt ist dieses ein Gegenstand, der eine Monographie verdiente, welche, mit einem Stellennachweis verbunden, zugleich als Onomastiken für Literaturgesch. und Gesch. der Phil, sehr guteDienfte leisten würde.. Mancher Jrrthum wäre dadurch zu beseitigen. sVergl. z. V. Ez Chajim S. 268 zu 164 A. 9 v. u. Onomastiken 8. v. Nachzutragen ist die Verweisung auf Kusari IV. §. 13 (f. 20 I». ed. Brecherss — besonders da die jüdischen Schriftsteller späterer Periode, aus leicht begreiflichen Gründen, es hier mit dem nDN D&a “CH ^Q'.N nicht mehr so genau nahmen, worüber s. Dukes Annalen 1839. S. m. (in jEHiJ S. 42, Anm. 5). 9 — Nowinalformerr durch prosthet. n (S. 67, Anm. 2). — Eben so aus dem Gebiete der Lexicographie (Etymologie) über iw (S. 4, Anm. 5). 10 — pri und die Verbalbildung durch prosthet. n sS. 27, Anm. 4). — M2 (S. 33, Anm. 2). — mn (S. 66, Anm. 2). — “UN «nt) BTOn (S. 59, Anm. 3. 4). — Zu modificiren waren folgende: Die Formen und p&p sind zu ‘p'itsp (S. 17, Anm. 4, worauf wir später zurückkommen) herbeigezogen und überflüssig. ‘ Anstatt der gegebenen Etymologie von D’ODH (S. 3, Anm. I) besser von our^iu S. 7. Anm. 'd),'bwbtt (Drucks, l. nbwbw, S. 5. Anm. 3) did^d (S. 11. Anm. 2) hätte eherauf den Gebrauch dieser Radd. in der philos. Terminologie hingewiesen sein sollen.^ Eine nähere Würdigung des Inhalts dieser Anm. haben wir absichtlich durchaus vermieden, obwohl hier ein geeigneterer Ort zur Besprechung desselben, als jene Anm. selbst sein dürfte; weil wir auch unsrer Beurtheilung einen gleich engen Kreis abgesteckt haben. Dagegen erschien uns eine gründliche Besprechung des Plans unsres Commeutars um so nothwendigec und wichtiger, als im Ganzen nur Weniges an demselben zu modificiren wäre, um ihn zum Muster für die zu erwartenden Nachfolger auf diesem Gebiete zu machen. Hiermit gehen wir zum positiven Theil unsrer Kritik über, wo wir den Commentar theils zu berichtigen , theils aus dem einleitend (oben Col. 292) angeführten Grunde weiter auszuführm haben. (Fortsetzung folgt.) 9) Höchstens durfte anstatt der überflüssig erörterten Transposition, die schon biblisch ist, auf das * hingewiesen werden (Wmer Gramat. des bibl. und targ. Chaldaism. Lpz. 1842. Ein!. S. 2) welches so häufig wird, daß wir z. B. im Ez. Chajim S. 75 sogar rifiODn by DDinifiO, finden, oder auf den Gebrauch des ^Dnn «t Wörtern wie NMNilN (Km. ve D. f. 32. Col. 1) u. dgl. 1 10) Hier treffen wir im Einzelnen mit dem Nccensenten der Annalen (Nr. 22) zusammen; aber, wie leicht einzusehen, von verschiedenem Standpunkt ausgehend. 11) ♦♦♦b DODPl bedurfte lecher Erläuterung, wohl aber die von OUON abgeleitete noDDH, welche beim Kusari eine große Nolle spielt,' und auch überhaupt als Kriterium der niDDiibo und nfcnpD erscheint. — hphw, hwbnu/n wird vorzüglich vom Causalnexus (D)bwbnWD NUv Kusari V. §. 20), besonders vom Progreß ins Unendliche (s. Index zu Ez Cbajim 8. v. und Add. S. 373. Z. antcp.) gerade wie iJLmJLmJJo bei- Alsa'abi, Fontes Quaestionum braucht. — Die nmilDD (Scheyer im Moreh S. 111, LB. 1840, S. 258 scheint der Kusari nicht gern mit diesem Namen zu benennen, was hier blos angedeutet sein soll.