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Der Orient · 1841-11-13 · 46 (13.11.1841) · p. Spalte 705-706

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
46 (13.11.1841)
Article
Biographische Notizen
Date
1841-11-13
Page
Spalte 705-706 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur Jl? 46» Leipzig, den 13. November 1841» A b l) a n d lun g e«. I. Biographische Notizen v. Dr. Elj. Carmoly in Brüssel. Jakob b. Salomo. Jizchak b. Elieser. Jehuba Corsani. Nissim b. Mose. — 11. Versuch einer wissenschaftlich begründeten Metrik für die neu hebräische Poesie. — 111. Beschneidung bei den Israeliten. Vom historischen, kritischen und rnedicinischem Standpunktes. Dr. Bergson. — Lit. Übersichten. Fortsetzung der Sulamith v. Dr. Frankel. — Lit. Anzeigen. Biographische Kothen v o 11 Dr. Eljakrm Carmoly in Brüssel. (Hevue Orientale YI et VII.) (Fortsehu ng) 2) Jakob B en Salomo, r ein französischer Schriftsteller des 14. Jahrhunderts, ist Verfasser eines merkwürdigen Werkes, dessen einzig bekanntes Exemplar sich handschriftlich in der königlichen Bibliothek zu Paris befindet (ancien foiuls n. 227). Das Werk ist ein in drei Theile zerfallender Trattat über Philosophie und Metaphysik, der den Namen Mischkenot Jakob (npjp nuD!#£) führt, auf den Namen des Verfassers angespielt. Der erste Theil dieses Werkes, mit dem besonders Titel npjr1 rro, untersucht die verschiedenen Auslegungen, die man mehreren Stellen der Schrift geben kann, so wie diejenigen Stellen, die man nur im buchstäblichen, oder die man nur im figürlichen Sinn, oder endlich die man in beiden auffassen kann. In dem zweiten Theile, welcher Dpy' mjw heißt, erklärt der Verfasser die zehn Wunder, welche Gott durch die Hand des Mose in Egypten ausgeführr. Der dritte Theil führt den Namen npjn n^p,.und enthalt eine Abhandlung, welche zu beweisen bezweckt, daß die Uebung des göttlichen Gesetzes der Theorie vorgezogen werden müsse. — Nach diesen drei Traktaten findet man noch einen vierten Traktat ohne Titel, aber von demselben Schriftsteller, worin von der Weltfchopfung gehandelt wird; ,er^ sucht darin zu beweisen, daß die Meinungen der PhitöÄ 1) Nur etw. Unvollständiges steht über diesen bei Wols (B. H. L p. 616.) sophen von der Ewigkeit der Welt falsch und sündlich sind. Endlich beschließt der Verfasser sein Werk mit einer Erzählung über Personen seiner Familie, welche während der Pest 1383 in Frankreich gestorben sind. Diese Erzählung, welche er „große Trauer (ifim hin)" nennt, ist mit vieler Empfindung geschrieben, vorzüglich das Testament, welches eine seiner Töchter, welche verheirarhet war, gemacht und die zarten Gespräche, welche sie vor ihrem Tode geführt. — Was die Handschrift anlangt, so scheint sie original, von der Hand des Verfassers selbst geschrieben, und zwar im Jahre 1395 der gewöhnlichen Zeitrechnung. 3. Jizchak ha-Lewi Ben Elieser,2 ein gelehrter Grammatiker des 14. Jahrhunderts, hat sich durch ein Werk über hebräische Grammatik, welches den Namen DDpTi 1DD führt, berühmt gemacht. Diesen Namen nDjnn ‘IDD führen zwei verschiedene grammatische Werke, das eine ist ursprünglich in arabischer Sprache von Wulwalid Merwün Jbn-Esannah unter dem Namen DNttD geschrieben, und erst von Jehuda Jbn- Tibbon unter dem Namen nqnn DDD ins Hebräische übersetzt worden; die Bibliographen, wie Buxtorf, Bartolocci und der Verfasser der Gifte Jeschenim, erwähnen es in ihren Werken. Das andere, von den Bibliographen nicht gekannt, befindet sich handschriftlich auf der königlichen Bibliothek zu Paris (ancien fonds n. 501), von dem hier angegebenen Verfasser, der selbst den Bibliographen entgangen ist. In der Vorrede zu dem rrapTi idd sagt uns der Verfasser, daß er dieses 2) Da bei dieser Relation von diesem Grammatiker alles das was Wolf (B. 11. I. p. 487-88. 111. p. 372) beiläufig erwähnt nicht berücksichtigt scheint, so bedarf es noch eines Einblicks in die Handschrift. 46

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