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Der Orient · 1841-11-06 · 45 (6.11.1841) · p. Spalte 701-702

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
45 (6.11.1841)
Article
Versuch einer wissenschaftlichen begründeten Metrik für die neuhebräische Poesie
Date
1841-11-06
Page
Spalte 701-702 (sequence 2)
Language
German
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701 Versuch einer wissenschaftlichen Metrik der neuhebräischen Poesie. 702 1W'!2; t, hv -cnm, ionm k., -c.; ijiiN, y T -T I VT/ TT TT I -J ' tons, ny, yny, yny/Cto Pausa); pB/ohs, ne, ins/^n©} ans rc., rc. — Dasselbe gilt auch von der Pluralendung D’r 2; sie kann nur in sofern betont sein, als sie mit dem letzten Racical in Eins verschmilzt, — daher wird sie im Dual, wo beide sich auflösen, stets tonlos erscheinen. — §. 6. Die hebräische Sprache ist aber nicht bei dem nackten Radicalnomen stehen geblieben; die beim Verbum mehr und mehr herschend gewordene äußere Bildung hat aus diesem durch Conson.-Ansetzung an die Radix eine Masse neuer Nomina geschaffen,, zu denen das Partie., besonders in seiner allmählig sich constituirten Fem.- Endung,3 den Uebergangspunkt bildete. So entstanden Nomin, wie: nfrjjp, PlDAN, rWp, NDMY, nWp, jfiHpjp rc. rc. — "Indessen beruht die Äccentuation dieser^ äusgebildetern Nomina auf denselben Principien, die in der Betonung der Radicalnomina vorherrschend sind; wir hatten daher in dieser Hinsicht nur noch hier zu erwähnen, daß die Fem.-Endung, sowohl im Sing, als Pl., — in sofern sie dem Nomen nur innerhalb seiner Grenzen eine andere Färbung zu geben vermag, — als Glied der Radix selbst angesehen wird, und daher völlig die Eigenschaft des letzten Radicals annimmt. Aus diesem Grunde bedarf der Femininplural ni in der Flexion noch das Jod, um die Bezüglichkeit schärfer zu markiren, — ganz wie es beim letzten Radical der Fall ist. — Mag dies immer, wie mancher Philolog behauptet,^ eine so nderbare Eigenthümlichkeit der Sprache zu nennen sein, — die Erscheinung selbst und die Gründe, worauf sie beruht, lassen sich nicht negiren. — Wir haben nun die Principien, die der hebräischen Accentuation zu Grunde liegen, — so weit der beschränke Raum einer Zeitschrift es gestattet, —- in allgemeinen Umrissen zu skizziren gesucht. In -wie weit es uns gelungen sei, die Begründung der Accentuation im Wesen der Sprache selbst nachzuweisen, muß, wie nur billig, der Beurtheilung des sachkundigen Lesers überlassen bleiben. Was sich übrigens zu Gunsten des fraglichen 2) Ueber den Femininplural, wird im folgenden Paragr. gesprochen werden. — 3) Die spätere Entwickelung oder Feststellung — der Fem.-Endung beweisen die im Pmt. sich erhaltenen Communia:: wn und ->y) (letzterm entspricht das griech. actis,) und mehre Pluralendungen, die dem Genus des Nomen widersprechen; vergl. QVQN, rMp, Dnoi u. d. m. — Nach der Sept. wäre auch .nnyj, Ruth 2, 21, in femininer Bedeutung zu nehmen, denn nr^n Dy ibid. ■ ö&erf. sie: fisvci 7xov k o q a 6 L cov, was übrigens durch: O l 1 y) D pD^Nl ryn, V. 23, sich rechtfertigen läßt. — 4) Vgl. Ges. hebr. 'Gramm. :jj* 88, 4. — Systems noch sagen ließe, soll im folgenden Paragraph einen Platz finden.. — §. 7. Das Uebergewicht des Accents in der hebr. Sprache ergiebt sich besondecs aus mehreren charakteristischen Erscheinungen in derselben, die wir hier, unserm Vorsatz getreu, in möglichster Kürze erörtern wollen. — Die Umänderung der Tempusbedeutung, die durch das Vay coiiYGrs. bewirkt wird, erhält in den meisten Fällen erst durch die veränderte Stellung des Worttons Stütze und Bestätigung, so daß sich hier dieselbe Idee kund giebt, auf welche die Bildungen der beiden Haupttempora basirt sind. Im Präteritum geht das Verbum dem Personalpronomen voran —\y~pri3—/ weil hier die Handlung als bereits geschehen bezeichnet wird; im Fut. hingegen folgt das Verbum dem Persi-Pron. nach — nipp - & 5 6 —, weil hier von einer noch b evocste hend en Handlung die Rede ist. Dasselbe Princip leuchtet auch aus der Accentuation der mit VnY eoiiYei'L. gebildeten Verba hervor: der vor rück ende Accent verwandelt das Pcäter. 6 in Fut., der zurückschreitende das Fut. in Prater. — Man vergleiche: Genes. 1, 29; ibid. 17, 6; h&qn ibid. 20, 9; hqn Exod. 26, 33; ^rprD ibid. 24, 13; ’rprD) ibid. 34, 1 u. d. m.; y. 68, 2; Dpy Genes. 23, 3; ibid. 21, 12; nbtfPn ibid. 6 und 7 u. d. m. — Auweilen ist das Tempus des Verbums nur durch den Accent zu erkennen. Vgl. Exod. 40, S; Fpit/) Nehem. 9, 7. — Nicht minder' spricht das Partie, für die Ursprünglichkeit der Accentuation. Das Partie, ist eine Mittelform zwischen Verbum und Nomen, und daher gewissermaßen beiden angehörig. Das Unentschiedene seines Wesens geht schon daraus hervor, daß es Artikel und Sufsixum zugleich haben kann, wie: 7 8 pdZ'-Mn, Deut. 8; 14, 15, 16 u'. a? deutlich zeigen. 'Noch schwankender erscheint sein Charakter in den Verdis ly und yy,3 wo es mit dem Prater, völlig gleichlautet. Hier ist es also lediglich nur der Accent, der als sicheres Unterscheidungszeichen dienen kann. Vgl. rp«p, nap, Ha, npp■«. d. m. — Ein gleiches Bewandniß^ ^har eHuch'mit vielen andern 5) Siehe Gesen. hebr. Gramm. §. 47, 1, ***. — 6) Vergl. Ewald, Gramm, der hebr. Sprache des a. T., §. 296. - 7) Die Formen: rc. imp^yO - Gebet sind demnach ganz correct. — 8) Auch in den Verdis med. e und o lautet das Partie. dem Prater, gleich; vergl.: b'O'*, — allein hier wirkt schon mehr der Lautgehalt auf die Unterscheidung ein, indem das - bald wieder wegfällt, — uns aber ist es nur um Beispiele ^zu thun, we der Accent allein den Ausschlag g ebt. — -

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