Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 45 (6.11.1841)
- Article
- Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln
- Date
- 1841-11-06
- Page
- Spalte 689-690 (sequence 1)
- Language
- German
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Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte «nd Fitcrawr M 45. Leipzig, den 6. November 1844. Abhandlungen. I. Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln. Ein Beitrag zur Kenntniß der jüdischen Kulturgeschichte in Spanien. II. Beschneidung bei den Israeliten. Vom^historischen, kritischen und medicinischem Standpunkte, v. Dr. Bergsohn. 1H. Versuch einer wissenschaftlich begründeten Metrik für die neuhebräische Poesie v. Isidor Kaempf. Lit. Anzeigen. Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln. Ein Beitrag zur Kenntniß der jüdischen Culturgeschichte in Spanien. (Fortsetzung.) VL Eine Bibelhcmdfchrift w Quartformat, ausgezeichnet schon und mit spanischem Charakter geschrieben, die sickunter den Oxforter Bibelhandschriftm befindet (bei Kennicott: Vi88erlutw tzenei'rrl.18 n. 67)/ hat folgende Nachschrift : 5 \cb. 4 idid nDion 3 nmi 2) ipy 1 ’ib nra on nntsvi nynnN rhx 9 ^nruni?,»ntaip^ ^ruro 1) S. I. Anm. 1. 2) S. Hl. Anm. 9. s, hier Anm. 6 p 3) D. h. Jbn-Serba, eig. Jbn-Serpa, denn Ml, Serpa, ist der Name des portugiesischen Städtchen unweit der Guatiana in der Provinz Alentejo, und von diesem hatte der Schreiber Mose ben Jakob seinen Familiennamen. Der Jüngling Isaak, für welchen dieser Codex geschrieben wurde, stammte ebenfalls aus Portugal. 4) Wenn es nicht aus einem Versehen des Schreibers aus dem vorhergehenden Worte wiederholt ist, so ist es schwer zu erklären; Kennicott verzweifelte daran. 5) Dieses ist offenbar üd, die gewöhnliche Abbreviatur, die sich bei (s. weiter unten), oder bei dem Namen des Schreibers findet; sie heißt *Oi2 ftlpp (guter ^Schreiber). 6) Nur geschrieben, corrigirk, punkcirt und mit der Masora versehen, aber nicht mit Ornamenten versehen; denn dieses hat gemäß einer Nachschrift ein gewisser Josef Jbn Chaftm gemacht. Das Epigraph lautet: n? D”n ] \5n 'rvv'3 “iDDru Vermutlich sind auch die großgeschriebenen und vergoldeten Buchstaben im Anfänge einiger Bücher von demselben. Vgl. m Anm. 3. li ir-r nV'2 inw ino»Di irw to.onDD ü'izh 13 'in D\niN^m 12 rw aa 7) bezeichnet, wie das arabische ioSj, mit Punkten versehen, in der grammatischen Sprache: mit Vocalen und Accenten eine Handschrift versehen, weil die Vocale und Accente im Hebr. gewöhnlich aus Punkten bestehen. Das Punktiren war aber ein eigenes vom Schreiben getrenntes Geschäft, und der Punktator, der oft eine ganz andere Person war, oder auch zu einer ganz andern Zeit das Geschäft des Punktirens verrichtet hatte, führte den besondern Namen pjpj, während der Schreiber nur ariD oder hieß.T Bei der Häufigkeit dieser Beschäftigung des Punttirens mußte sich natürlich : bald ein eigener Stand der t^pj bilden, wie durch die Häui figkeit des Schreibens die der und beide scheinen schon früh Wurzel geschlagen zu haben; denn die Erklärung des Talmuds (Kidduschm 30 a) pri& DnölD D«1 i*opj mirDtP nmw bo DnölD, oder die des Lanchuma (fol. 33, e. 3) mirow nrnw b d^did w DnDD. mpr pb {HIN ptnm ist wohl nur ein Derasch. Vgl. ein (obgleich mangelhaftes) Verzeichniß der cnDD und cmpj Wolf B. H. II. p. 537 — 42. 8) "ipö heißt die miDÖ schreiben, und des Pass. ein Ausdruck, der in der Masora selbst sehr oft vorkommt. In solchen Nachschriften versteht man darunter nur einen Auszug der eigentlichen Masora; denn in allen solchen Handschriften ist die Masora nicht vollständig. S. Elias Levita. 9) Oie Correktur (nmn) war ebenfalls oft eine, eigene Beschäftigung. 10) S. II. Anm. 2. * 11) PN d. h. 8. v. a. % also der 3. Lag in dem Monat Ab. Es scheint Pd> für .1 nur deshalb Qmtylt P um auf den Monatsnamen Dft anzuspielcm 12) Jes. 56, 7. Die Anwendung von Bibelversen zur /Bestimmung der Jahrzahlen, indem mau sie entweder ganz mach ihrem Zahlenwerth auffaßt, oder indem man einige Worte! oder Buchstahen nach ihrem Zahlenwerth aushebt, ist m jüdischen Schriften gewöhnlich, wie auch die Wahl einzelner Wör- 45