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Der Orient · 1841-10-30 · 44 (30.10.1841) · p. Spalte 679-680

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
44 (30.10.1841)
Article
Versuch einer wissenschaftlichen begründeten Metrik für die neuhebräische Poesie
Date
1841-10-30
Page
Spalte 679-680 (sequence 2)
Language
German
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m 680 Versuch einer wissenschaftlichen Metrik der neuhebräischen Poesie. pronominalen Suffixen objektiver Art verbundenen Verba zu erklären, in denen der Wortton nicht selten auch über den letzten Radicat hinaus geht. Indessen lassen sich bei reiflicher Erwägung auch hier sprachliche Gründe aufsinden. Schon der Umstand, daß es nur pronominale Sufsixa objectiver Art sind, die den Wortton nach sich ziehen können, laßt auf gesunde Logik des Systems schließen. Zn der That herrscht zwischen den pron. Suffixen subjectiver und denen objectiver Art, abgesehen von ihrer sprachlichen Bedeutung, auch in Hinsicht ihres äußern Lautgehalts ein wesentlicher Unterschied, der natürlich nicht ohne Einfluß auf die Accentuation bleiben konnte. Das mit einem subjektiven Sufsixum verbundene Verbum spricht nur von einer Person, daher ist Verbum und Sufsixum mit einander so eng verbunden, daß sie in der Sprache nicht getrennt werden können. In Wörtern, wie: rtop, rfep, '»ntep rc. lassen sich nicht sprachgerecht^ Verbum ^ünd Sufsixum getrennt aussprechen. Wohl findet man Phrasen, Nie: Dnjrv> Genes. 44, 26; nrux Exod. 19, 24 u. d. rn.; diese sind aber keine Trennungen der Suffixa von den Werbis, sondern Pleonasmen, des Nachdruckes wiLten. Die Assimilation des subjectiven Pronomen mit dem Verbum ist so naturgemäß, daß sie auch in occidmtalischen Sprachen ufr; lich ist scriho rc.) Im Hebräischen wird das sübjective Suffix als eiin der Stammsylbe untergeordneter Worttheil angesehen, der demnach auf den Hauptton keinen Anspruch machen kann. — Das mit einem objektiven Sufsixum verbundene Verbum aber, worin Subject und Object zwei verschiedene Personen sind, wird mehr für ein Compositum gehalten, in welchem das Sufsixum, da es als Bestimmungswort erscheint, nothwendig auch den Hauptton haben muß. Dasselbe findet auch im Deutschen statt. Nur im Deutschen, wo das Bestimmungswort an die Spitze des Grundwortes tritt, fallt der Hauptton in der Regel aus eine der zwei ersten Sylben des Compositums) im Hebräischen hingegen, wo das Bestimmungswort sich dem Grundwort von hinten anschließt, muß der Hauptton nothwendig auf eine der zwei letzten Sylben des Compositums fallen. Das lockere Verhältniß zwischen dem Verbum und §em objectiven Sufsixum ersieht man übrigens recht deuttich aus den zahlreichen Stellen, wo Verbum und Sufsixum auf die geringste Veranlassung des Nachdruckes — häufig auch ohne dies — getrennt erscheinen. So z. B.: Win riDniN Win rim*n, Num. 22, 31; Jes. 36; 15, 17, 18; Genes. 41; 39. 41, 42, 43; fbid. 48, 11; Mal. 1, 2 u. d. m. — Das Uebergewicht des Grundwortes giebt sich aber dennoch kund/ wenn wir die Beschränkungen erwägen, denen die Betonung des Sufsixum unterworfen ist'. Wo der dritte Radical des Verbums vocalisi'rt ist, da behauptet er auch den Wortton, wie in: ^inbp, ^bp, ’inb'bj? -c.; jn^bpj ’Wbp, u^bp, nn£% rc.; nhj^bp, on^bp, ihn^bj? -c. — Erst dann, wenn der dritte Radical vocallos ist, kann der Wortton einen Schritt näher dem Sufsixum treten, doch so, daß er immer noch hart hinter dem dritten Radical zu stehen kommt, wie: hhbhfi, ^r6bp u. d. m. deutlich zeigen. Nur 'die' Sylben DD und können, ihres vollem Klanges wegen und aus der oben bei an und jjp erwähnten Ursache, den Wortton ganz zu sich'hinüber ziehen. — So erscheint uns die Betonungsweise des hebräischen Verbums, in seinen mannichfachen Bildungen und Verschlingungen, als eine nothwendige Entwickelung aus dem Wesen der Sprache selbst, deren Charakter die reinste Natürlichkeit ist. — Ich kann diesen Paragraph nicht schließen, ohne noch auf das charakteristische Factum aufmerksam zu machen, daß man im Hebräischen kein mit einem objectiven Sufsixum verbundenes Verbum findet, in welchem Subjett und Object ein und dieselbe Person wäre, z. B., Bildungen wie: 1^72^, rc.; aus dem Grunde weil in diesem Falle'ein Reflexivum entsteht, für welches die Sprache eine eigene Wortbildung hat, nämlich das Hitpael, daher sie lieber von: "löW’n rc. Gebrauch macht. Dies kann uns für einen Beweis mehr gelten, wie ungern die Sprache zu einem objectiven Sufsixum ihre Zuflucht nimmt, weil dieses zu selbstständig ist, um sich dem Verbum völlig zu assi'milirm, und daher diesem immer nur lose anhängt. — §* 5. Wir gehen nunmehr zum Nomen, als dem in sprachlicher Bedeutsamkeit auf das Verbum zunächst folgenden Redetheil über. Hier dürfen wir schon ein günstigeres Resultat für unsere Untersuchung erwarten, da das einfache, meist nur einen ruhigen Begriff bezeichnende Nomen weniger als das lebendige, meist Handlung und Beweglichkeit prädicirende Verbum von durchgreifenden Formbitdungen heimgesucht worden ist; es läßt sich daher seinen Urformen nach mit leichter Mühe auf die Spur kommen. — Vorausgesetzt, daß auch das Nomen, gleich dem Verbum, von Einsylbigkeit ausging, so können wir folgende nackte, nur aus den Radicallautm bestehende und von einem Vocal getragene Formen als seine höchstwahrscheinlichen Uranfänge bezeichnen. Sie sind: by& : ^sp; byB : t?"ip und byB : ^2; bye : ys t-oy, byB : ]i*iN4j byB und. byB : und b>b (Vergl. nötig.); bbyB : Steä > jc., bie sich spater 4) Die Priorität dieser Formen ergiebt sich aus dem be-

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