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Der Orient · 1841-10-30 · 44 (30.10.1841) · p. Spalte 673-674

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
44 (30.10.1841)
Article
Biographische Notizen
Date
1841-10-30
Page
Spalte 673-674 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt -es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur M 44. Leipzig, den 30. October 1*41. Abhandlungen. 1. Biographische Notizen von Dr. C a rm o l y, mit Anmerkungen vom Redacteur. Rabbenu Gerfchom. — 11. Versuch einer wissenschaftlich begründeten Metrik für die neuhebraifche Poesie v. Isidor Kaempf. — Lit. Uebersichten. Recension üb. Dr. Cr e uzen ach's Dorsche Ha-Dorot v. H. Jolowicz. — Ni. Die eheliche Liebe bei den alten Hebräern, v. Dr. Guft. Philippson. — Lit. Anzeigen. Biogrsphische Kothen' von Dr. Gljakim Carmoly in Brnffel. (Revue Orientale VI. et VII.) 1. Gerfchom Ben Jehuda (f2 Dl-^na iKn* 2 3 4 rmrp), wir dem Beinamen n^ian nidrD, das Licht des Exils, s auch bekannt unter dem Namen Gerfchom ha- Saken E&rü), wurde unter den Gelehrten des Gesetzes durch seine weisen und aufgeklärten Institutionen^ berühmt. Er wurde geboren zu Metz-' gegen das Ende des 10. Jahrhunderts, und ec studirte unter Jehuda Ben Möir ha-Kohen, genannt 1} Diese Notizen wurden von mir im Jahre 1828 Herrn Begin mitgetheilt, welcher sie m seine: Llo^rapbre de la Mos eile IS. p. 227^ eingerückt. C. 2) S. über ihn ausführlich bei Zunz Ztschr. S. 309. — Daß sein Vater Jehuda geheißen ist aus Mordechai f. 51 c. 75. c. Kol-Bo f. 149a und aus den Akrostichen seiner Festgebete ersichtlich (Zunz das»). , Red. 3) Muß heißen „der Exulanten", denn hat schon in der Bibel (s. Gesen. WB. s. v.) eine concrete Bedeutung, und heißt schon dort: Exulanten. Zunz (das.) hat auch Exil für Exulanten. Red. 4) Diese Institutionen sind unter dem Namen nttpn bekannt; sie enthalten die von ihm eingeführten Einrichtungen, welche außer Frankreich auch Deutschland und Katalonien angenommen und deren Uebertretung mit Din bestraft wurde, dal). ntfina WSVi Cfrrn HUü si 31, 6.). Gedruckt sind diese Institutionen hinter dem Gutachten des Meir Rothenburg (s. SunZ das. S. 310—11). Red. b) Zunz in einer Anm. zur Vorr. seiner GV. XV. nimmt seinen Ausspruch, daß Gerschon aus Metz war, zurück, jedoch ohne das Gegentheil zu documentiren. Aber nach?!2HnD'TO §, 29, wo die Gelehrten Lothringens (THlb) aufgezählt werden, heißt es ausdrücklich Ml.) ^1. Red. Rabbi Leon, welcher einer der größten Casuisten seiner Zeit war, und dem ec einen großen Theil seiner Kenntnisse verdankte, wie er selbst es bezeugt in seinen Gutachten, welche Rabbi Meir Rothenburg ausgenommen (anno dw ed. Prag 1608. §. 264). Gerfchom begab sich hierauf nach Mainz, und besuchte da fleißig die berühmte Schule des Simon Ha-Gadol (brun pyw).~ Seine Gelehrsamkeit erhob ihn in kurzer Zeit zur Würde eines Großrabbiners von Frankreich. — Um diese Zeit gelangte die Nachricht von der Zerstörung der Grabeskirche zu Jerusalem durch die Sarazenen, die sich des ganzen Syriens bemächtigt, nach Europa und sie erregte 6) Zu uz (a. a. O.) nennt seinen Lehrer nicht Leon sondern Leontin, und unterscheidet den Lehrer Gerschoms Leontin von einem Leon, der blos sein Zeitgenosse war. Die Beweisstellen , die Hr. Z. dazu citüt sind: Samuel ben M«kr (Raschbam) zu Pesachim lila; Tosafot zu Sanhedrin 29b; Ittur 65 d und Isaak Duran in Schaare Dura (ed. Base! 1599) 35; aus letzterem wurde nach feiner Meinung der Anhang am Schlüsse des Juchasin (f. 164 b) gemacht, und da heißt es wirklich: -hm? ]lBnJ UDH WN m Ity N-ijjj p n3n on wpnn (!) rpn ww N'N nbijn pah, «o für j'PiVib es heißen muß Allein die erwähnte Stelle in Tosafot, die sich aus den eignen Ausspruch Gerschom's in den eiHD rw gründet, spricht für Leon, denn dort heißt es, wörtlich §. 264: IN \T1D^ NI pwb N 'Dt tbm DDH nipbn ferner n NIN DK fWl OK rrn nra d h "IDD^ S. Toldot Raschi v. S. Bloch p. 6. Die Worte Gerschom's selbst Verdienen wohl in diesem Falle vorzüglich Beachtung. S. Seder ha-Dorot 36 b. Red. 7) Zu dieser Angabe hätten wir einen Beleg gewünscht. Zunz (a. a. O.) erwähnt blos von Simeon Ha-Gadol die zweifelhafte Nachricht, daß er (nach Oppenh. Catag. p. 30) in Mainz begraben, aber nirgends daß dieser Simeon Gerschoms Lehrer war. Simeon der Alte (;pin) war Gerschom's Zuhörer, aber nicht umgekehrt. Red. 44

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