Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 43 (23.10.1841)
- Article
- Die hebräische Typographie in Zolkiew
- Date
- 1841-10-23
- Page
- Spalte 669-670 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/8555529-9897381-9897502-2366590--1790-2366618- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
669 Die hebe. Typographie in Zolkiew. Die II. In talmudisch - hagadische und kabbalistische Werke, ’tchi nt£/*3 ni nnro nuno wis ny rm ttmo (l n’twon by nsp.tym Dy NDirun L»77y (2 7ty^S‘ '77 'p7D (3 D'p^>n 'J3 7.71t (4 3113 7N1V1 D'bn tsmo (5 n’0N73 niTJN ■t£n7D'(6. i^tttDi ^s'iDC by tmo (7 rar tn7D.(8 IL7N 71711 (9 nib'H 7DD (10 □'DJ '713 flWyD '71DD (11 IIL 3*i Rechtsgutachten (nwm mbau/),!fN7n NIL' (1 P'7i7D nftct (2 re3V7,7d nioni'Dn pnSn NIL- (3 1?1NC7 Hy3.1 ML' (4 □'piB'yts' ytai nw (5 'X7N3 ’JINJ riw (6 IV. In historische, kritische, philosophische und medicinische Schriften. N1X137 by D3D7n? TOD ’p7D (1 □ri'mn nrw (2 'J7.7 77t>N (3 i'D'J3 '7 myDD (4 7’nnD '7 313D (5 IID'DI’ (6!'DI71’ (7 N1717.7 77D (8 mm' D3L' (9 nJiDN 'b'3a> (10 nSp iiu'b npnyn oy D'3i3J rnn (11 □’D^n 7yty (12 □'p7n to abiy Pav (13 ^re7L" nmNtf (14 Q’N’3J min (15 D'JL" TITO (16 Y. In grammatische, poetische, moralische und unterhaltende Schriften. □'73,7 7DD (1 '32 moy (2 I13LtN7 b»bo (3 ,77’D2,7 (4 .73l£/ntO riDN'jD (5 -i:M> nnntN (6 dlM.7 7ylL (7 n*?nn nmit"1? (8 7’tf '737 (9 D'3,7N nb'H (10 ahm norfe (11 fllDiD y37N (12 ^iMty N3öv (13 ’jfrDD (14 eheliche Liebe bei den alten Hebräern. 670 □'TO' nb'DD (15 □’jiy NJ'73 (16 □'J'JD.7 77313 (17 7'Um 1^D!7 |3 (18 .7JT '713 N31L1N.7 H7.1N (19 □'N13.7 N"N!7 713N13 (20 P’H H7JN (21 i>317 np3N (22 ■ D'7’Dn 7DD (23 ^'3^-13 (24 Das sind die Werke, welche in Zolkiew während eines Zeitraums von 160 Jahren erschienen sind; den großen Troß von Ritualbüchecn, als Sidducim und Machasorim, mochte ich nicht miterwähnen, da diese nicht einmal zu Gradmesser der Cultur dienen können. Wie viel diese Werke zur Bildung der Masse beigetragen haben, will ich hier nicht nntersuchen, aber jedenfalls ist es eine betrübende Erscheinung, daß in anderthalb Jahrhunderten die Presse eine hebr. Bibel zu drucken vergessen. — Die eheliche Liebe bei den allen Hebräern von Dr. Gustav Philippson. Es ist sehr möglich, daß dieses Thema schon oft genug behandelt worden, doch glaube ich, daß dasselbe, um es zu erschöpfen, einer ausführlichen Besprechung bedürfe. Um aber ausführlich zu seyn, ist es notwendig, mit freiem, unbefangenem Auge iu das Gebiet des alten Testaments .zu blicken, um alle geistigen Elemente zusammenzustellen, die dem Gegenstände zugehören. Es kann natürlich hiervon'nicht die Rede seyn, das Gefüh! der Geschlechtsliebe dem Alterthum abzuleugnen, ebenso wenig dasselbe ganz als den Centralpunkt der Ehe gelten zu lassen, es soll nur abgemessen werden, wie weit dieses höhere Selbstbewußtseyn mir der Ehe verbunden , besonders da wir nicht der Meinung eines übrigens sehr hochgefeierten Gelehrten seyn möchten, „daß die Liebe erst das Christenthum erfunden". Dieser innere Adel ist das notwendige geistige Band, das den Menschen bindet und festhält, es ist das besondere Gnadengeschenk des Herrn, womit er bevorzugt vor jedem andern Geschöpfe das Leben betritt. Wohl dem, den dieser Engel begrüßt, hörte ich einst meinen mir unvergeßlichen Lehrer sagen, wohl dem, der das göttliche Geschenk zu würdigen versteht, in seiner ganzen Fülle. Aber das Verstehen, das Aufgreifen dieser Himmelsgabe, das ist es, was sich in einem jedem Jahrhunderte anders zeigt, in einem jeden Wolke anders hervortritt, in einer jeden Brust anders schlagt. Es ist nicht der griechische verwundende Pfeil, nicht die orientalische Glut — nicht die Starrheit des Nordens, es ist die freie, ungehemmte Thatkrast in einem jeden Menschen, zu welcher Zeit er auch lebe, welchem Volke er auch angehöre. Es ist dieses Gefühl da —in jeden Lebensverhaltnisse, darum ist xs durchaus nicht anzunehmen, daß im Alterthume dieses heilige Gefühl nicht vorherrschend war, dieses heilige Feuer hat der