Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 41 (9.10.1841)
- Article
- Chazrot ha-Schir [Rezension]
- Date
- 1841-10-09
- Page
- Spalte 635-636 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9897381-9897498-2366505--1753-2366527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Isaiah 1× ep/1005097
OCR text
635 Chazrot Ha-Schir von Feiwel Scheffer, beurth. v. Victor Goldbaum aus Lublin. 63k Es muß also dieses einem Jeden sehr unverbindend Vorkommen, indem gar keine Consequenz zwischen diesen Leiden Sätzen zu denken ist. Hier fehlt Etwas, und hätte der Dichter einen Satz wie: ib aib'pb o 4 apy^ riNn imi ,rpnN urp mnswi 4 dh: Nbb ito ,]in bo bya np^ ♦ nnro bu mb ,obynN inanNn^ wrw nt ddn nsn ♦ hni rrmmn bm *)n ,p?mnN obiy nanu m npm : my nsdn nmaroi ♦ ywynm nrw >n nb? ♦ rbyi m miy : nasynn mpa wd:i * nroi atsrnnp ,'nion Nb hpind 4Dibn nNa npn dn nba- 4 am pNi *pa ]\v?'by nibipjn by 4 nnb aw« noi?*iDn ^n Dv ♦ noy 'aw.nnn , DMNN DWN ' lab btt 3WN DM , irayN na baa ♦ nmtew ^dn nyn , onw na nwöna ♦ «ns? nyiN m nww nmy 4 mby npn pna : bato rbbyp nsi ♦ ibraa ib am* dazwischen gesetzt, so wäre alles wenigstens im Zusammenhang. Wir heben aber diesen Fehler um so mehr hervor, als Wessely gegen das Begehen eines solchen in der Vorrede des zweiten Theiles mit den Worten : n:ia nNabi ana pnnnb. Twpn *pns pbi »moy wd nnw iy nynn by bapnpn im QOTian «■ rnab^n roabty nnw ny n^npi mmb niaa jnwv nt by m nnnboi nn nt umwp onw n streng warnte. Drittens beobachtete. Wessely das Sylbenmaß, und wenn man bedenkt, wie viele Hindernisse diese Kunst dem Flusse des Styles leget, und daß oft die besten Stellen im Rhytmus verwandelt, ihren schönsten Anstrich verlieren; so kommt einem die prachtvolle Ungezwungenheit dieses großen Dichters um so schöner vor. Dagegen nimmt man im mTOTn stets eine abstoßende Gedrungenheit gewahr, obwohl die Sylben nicht gezahlt sind.— Wir können hier noch mehrere Unterschiede erwähnen; aber wir gehen zu einigen andern Parthieen des Werkes. Der Dichter, wie frei er auch sein wag, muß wenn er Geschichtliches in seinem Gedichte erwähnt, die Personen oder die Helden zeitrichtig darstellen. Der spater Lebende darf dem Frühem nicht vorangehen, sondern ein Jeder seine ihn gehörende Epoche haben. Der Aeltere muß vorher gedacht werden, und der Jüngere folgen. Nun aber hat Hc. Scheffer in dem Prologe, wo er von dem prophetischen Geiste spricht, vorher Tischbi, dann Jesaja, und zuletzt Eldad und Medad besungen. Da aber Letztere noch in den Zeiten Moses und Erstere viel später lebten, so hat er sich an den Regeln der Chronologie sehr versündiget. Ein jeder Verfasser muß sich bestreben, in seinem Werke die Schicklichkeit nie zu verletzen und besonders der Dichter. Dieser muß reine Gedanken mit einer reinen Sprache vereinen, und eben eine solche Aufmerksamkeit auf die Frucht seines Geistes als die seiner Feder werfen. Es ist nicht genug, daß er zarte Worte allein liefert; die hauptsächliche Kunst ist schöne Gedanken in einem prachtvollem Kleide. Unser Dichter aber, außerdem daß er nicht der beste Schneider ist, um gute Kleider zu verfertigen, traf nie das gehörige Maß, indem er die Person nicht in Anspruch nahm um es ihr völlig anzupassen. Wir haben mit folgendem ein gutes Beispiel. Sogleich im Anfänge dachte Jakob: doin nmn nx maa run inpan pNbpa jpj dn non* ni ■HPy Dnbt* T DN n DNT J\V na omb by mna Nn nnn nw bx my m4 Nn oder später Seite 19 sagt die Gottheit pLiN n:Ni “]wyD ba wn ws n:** hn mra rupn n mann 3N nana n:pn n So schrieb er der allgütigen Vorsehung ein ungerechtes Verlangen zu, nämlich daß sie an Betrug ein Wohlgefallen gefunden hat. Zwar hatte er das Verfahren Jakobs gerechtfertiget, aber die Gottheit damit antzeschwarzt. Wir lesen zwar im mNE>n als Moses den Egp.pter erschlug in den Worten: vwya by nm Nb nb npn nrm todb? nn 'rmy na im Nb ynp^ p my ^a-^nN-bN nsn Nb ■pN npn Dia i^pn dw Dy pa : nsj b^ iNSip ba nih D^nbNb?y ^a etwas ähnliches, aber dort konnte allenfalls die Gottheit an dem Tode dieses Egyptiers, der ihren Kindern so viel Schlechtes zugefügt hatte, ein Verlangen gehabt haben, indem sonst Moses als Jüngling einen so starken Mann unmöglich überwunden hätte; so sagte er auch dort: \3n nyj o njna^n -jwa^o mon pbNa nt nso rnaa ni^p nsn php nan iabp npn nvp ^Dyin do Dp: rwyb dn p: nn Allein nach seiner Meinung hat die Gottheit die Wegnahme des Erstgeburtrechtes von Esau verlanget, und doch widerspricht er sich Seite 33. Denn als Jakob blos die Rachel zur Gattin verlangte und Lea verachtete, erzählte er mmn hn d:i npb nN miaa welches umgekehrt zeigt, daß ihn Gott für die Beraubung desselben damit bestrafte, daß er ihm die älteste Tochter Labans bestimmte. — Seite 27 kommt Jakob ganz unerwartet zum Brunnen und sogleich, nach dem ersten Wechselgruße^ erzählen ihm die dort versammelten Hirten, ohne ihn zu kennen, oder von ihm gefragt zu fein, die Gcfchichte des Mid-