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Der Orient · 1841-10-09 · 41 (9.10.1841) · p. Spalte 633-634

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
41 (9.10.1841)
Article
Chazrot ha-Schir [Rezension]
Date
1841-10-09
Page
Spalte 633-634 (sequence 2)
Language
German
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633 ChazroL Ha- Schir vsn Feiwel Scheffer.-, beurch. v. Victor Goldbaum Ln Sublim 634 Hrn. Feiwel. Er fühlt feine Große, aber nicht der Leser; er führt, eine hohe.Sprache, führt große Phrasen .im .Munde. Wessely, der Verfasser des!?iyJ p, der Verfasser mehrerer anderer. berühmten Werke, , der Freund Mendelssohns, ersuchte die Leser, ohne von ihnen Beifall zu verlangen, sich dieses seines Werkes anzunehmen, und demselben ein Theil der Muse zu schenken; Feiwel dünkt sich als Titan, obgleich er zum.ersten Male in dieOeffentlichkeit getreten, der. kaum von. den Knospen der Weisheit die im irdischen. Paradiese wachsen das erste Blättchen gepflückt (und das ist Ehre genug), wähnt sich erhabener.als die ihn umgebenden Mitbrüder, und legt der weinenden hebräischen Sprache, die ihn lobenden Worte:..*02 nu^on nnm ym nnan nnns a iDon nr£o nii^n jinroNT nun nom in’DJD? m in den Mund.. Aber so ist es oft hmieden; die wahren Talente haben nur zum Zwecke Andern zu dienen; sie verlieren ihre eigenen Verdienste aus den Augen, sie.verlaugnen sich selbst und streben nur. die Weisheit, die sie besitzen^ zu verbreiten. Die. Kleinen hingegen treibt nur der Stolz, im Reiche der Ausgezeichneten ausgenommen zu sein, und ihrer Eigenliebe Etwas zu dienen, und wenn sie sich nicht .von Außen genug gelobt sehen, nehmen sie zum Selbstlobe ihre Zuflucht, mit welchem sie sich sogar im Rausche ihrer Einbildungskraft für. den Tadel der Welt.zu entschädigen glauben. Wir können sobald wir in irgend einem Werke eine jovialische Selbstzufriedenheit wahrnehmen, auf die Reinheit des Autors schließen, und. wir glauben hier nicht auf Unrechtem Orte die Worte Zschockes in seinem Werke Momantade zu gebrauchen „Eitelkeit und Dünkel" sagt, ec -„sind die unfehlbaren Zeugen der Geisteskleinheit, mit stiller Majestät gehet der Strom, wo. er reich befrachtete Schiffe führt." . Sobald wir aber die Werke an und für sich vergleichen, werden wir folgende Unterschiede gewahr. Der Hauptvortheil der Wessely'schen Poesie ist, daß sie rein pathetisch ist; .sie schmeichelt, sich von selbst ein in die Herzen der Leser, sie" begeistert mächtig und weckt die reinsten Gefühle, und endlich auch wird der Leser von seinen Meinungen ganz überzeugt. Moses stehet vor ihren Augen, befreiet siemitvon der egyptischen Sclaverei, giebt ihnen die weisen Gesetze, und vereiniget rufen sie wie einst die Kinder Israel bei dem Berge Sinai aus: Alles was Gott befohlen, .wollen wir thun. Es wird ihnen alles deutlich, alle Schwierigkeiten werden ihnen verständlich, denn seine Poesie ist hell und klar, und sie erweitert die Gedanken. Wessely wollte durch die Gabe der Poesie die Kürze der Schrift verdolmetschen und ersetzen, er wollte durch Bilder und-Rhytmen in das Gedächtniß die Tora stärker einprägen, und es ist ihm dieses wirklich gelungen, denn sein Gedicht locket durch Zartheit und Pracht die Leser so stark an,- daß sie es mehrere Mal durchlesen und zur Schrift sich hingezogen fühlen. .. Dagegen sind die maimonischm Explicierungen mehrerer Stellen der Schrift Im WiT M gar nicht dichterisch, .sie sind trocken, metaphysisch, nicht aber natürlich; sie sind dogmatisch, nicht aber für das Gefühl; sie passen in die maimonische'Philosophie, sie entsprechen aber nicht dem epischen Elemente. Wessely wird von der dichterischen Kraft allein belebt, daher seine Lieder sich dem Leser einschmeicheln; so sang . David nur ganz einfache Lieder, die Begriffe des Glaubenseinzupflanzen; so sang David: Die Himmel beurkunden die erhabene Gottheit, und das Himmelszelt berichtet dessen Meister. Solche Lieder fesseln den Geist, nicht aber poetisicte Philosopheme, die auch schon als Phildsopheme abgeschmackt genug sind. Ein anderer Unterschied ist, daß Wessely die Worte der Schrift dichterisch verarbeitete, und nur dann zu Seitengangen seine Zuflucht nahm, wenn er den Text unmöglich anders verständlich machen konnte, oder wenn die Worte, die er irgend Jemandem in den Munde legte, in der Wirklichkeit gesprochen -werden mußten; so ist die Rede Pharao's an die israel. Hebamen unerläßlich, und mehrere Monologe ' und Unterhandlungen unvermeidlich. Scheffer aber machte, unnöthige Abweichungen. Beinahe jeder Satz hat seine Vorrede, und wird durch solcheJntroductionen eingeführt, die gar nicht zum Zwecke dienen. So ist z. B. sein Gedicht über Fleiß und Trägheit das Beste und Lobenswertheste im ganzen Werke, der Styl ist ganz orientalisch, und seine schöne Nachbildung der Salomonischen Proverbien möchte gewiß, außer einigen unzulänglichen Stellen, an und für sich Beifall erhalten, aber es ist hierüberflüssig. Er durfte nur Weniges davon in Anregung bringen, nicht .aber, volle acht Seiten vom Lobe des Fleißes und Tadel der Faulheit in einem Werke einschalten, das blos eine Paraphrase ist. Dagegen laßt er oft nothwmdige Gegenstände gänzlich aus, und man wird sehr häufig unverzeihlicher Lücken gewahr. So spricht Laban (flh) als ihm. Jakob weinend seine Lebensgeschichte erzählte. - mri .N1? n'ND'apjr» rmn rra ' INO nro*» ww tön imNn 2h odd onn ^02 mono hy pm pn am ' . Donn''wtö aiN'i; mona *p üb say üb" ■ ■fra-raa "pDypn N'b d.) piyan non pN 2", hhw naomaa hatf'^ . non p war 'on> -*>m3 m^y nruv dsjh nnx nt&o o 'ainay-mar und bald hernach folgen, ohne im mindesten erwähnt zu haben, daß Jakob irgend einen Dienst verlangte, oder daß.ihm sein Onkel irgend einen aufdrang, die Worte: -cnon -0.1.1) jNün r\\ opp npn ipnn mnua Hy mu *Di mh no üb rhbo d.t

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