Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 38 (18.9.1841)
- Article
- Die Psalmüberschriften, in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung
- Date
- 1841-09-18
- Page
- Spalte 583-584 (sequence 4)
- Language
- German
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583 Psalmüberschriften, in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung. Lit.Ztnalekten. 584 nicht Seicht die Einweihung (roJn) eines neuen Gebäudes u. dergl. Dgl. die der Stistshütte (des Altars) Rum. des ersten Tempels 1 Kon. 8. 2 Ehr. 7, der Mauer von Jerusalem Neh. 12, 27 ff-, des 2. Tempels Esr. 6, 16. 17. Pf. Z8 und 70. Das Hisil. von wird in den Pf. und psalmodischen Stücken der Propheten häufig in einer Beziehung gebraucht, die der von gleichkommt, und zwar sowohl mit 'n Dtca, wie Ps. 20, 8. 45, 18, als auch häufig ohne dasselbe, wie Jes. 12, 4. vgl. besonders 1 Ehr. 16, 4. TOtn1?! bbrfc)53. LXX elg dvcipvTiGiv. — Man kann aber eben so gut hier an den Sprachgebrauch denken, vermöge dessen /vom vorzüglich von Darbringen des Weihrauchs bei Mehlopfern gebraucht wird. Jes. 66, 3. Levit. 2, 2. 9, 16. 6, 8i — Beide Auslegungen können in dem ihre Vereinigung finden, was der Ursprung des erwähnten Sprachgebrauchs zu sein scheint; nämlich daß bei dem Darbringen von Mehlopfern Gebete gesprochen wurden, die als nrorn dem Opfer selbst denselben Namen gaben. Daher Tg. 38. Nrcn -p"»2 bdNlL" hy und 70. NWii by ynnb. Ps. 60. vgl. 2 Sam. 1, 18. LXX elg didaxyv. Tg. NdW>. Ps. 88. ndjd, offenbar bezüglich auf einen strophischen Gesang der Tempelchöre, vgl. Ep.-32, 18. Jes. 27, 2. LXX xov clnoy.Qifrfivai Ps. 92. nswn dv6. . äigl. oben ' Ende des 'ersten Abschnittes. Ps. 100. >TPrf? zum Dankopfer; dem Inhalte nicht unangemessen. Wir schließen hieran noch eine Erwähnung der Nachschriften, welche sich bei den Ps. finden, und die am Ende eines jeden der vier ersten Bücher stehen, nämlich Ps. 4L, 14. 72, 18. 19. 89, 53. 106. 47« 48. Von dergleichen Responsorien der Volksgemeinde findet sichaußer Deut. 27, 15 die ausführliche Erwähnung bei tem Chrom, der die eine Nachschrift -106, 47. 48 fast mit denselben Worten anführt (1 Chr. 16, 25. 36.). Hiermit ist auch ungefähr die Zeit bestimmt, der diese Nachschriften angehören. — Ps. 72, 20 ist ein Zusatz des Sammlers der beiden ersten Bücher, wie schon ein- , mal bemerkt worden. David Cassel. 53) Es ist kaum nöthig hier noch einmal darauf hinzudeuten, wie wichtig der Sprachgebrauch der Chronik für das .Verständnis der Ueberschriften ist. - Literarisch e Analekten. v ChaMa? Ben Ishak SproL Minister des Abderrahman 111, Khalifen von Kordova. (Svenie „Orientale.) , Was ist denn der unüberwindliche Zauber, welcher nach so vielen Jahrhunderten uns mit neuem Interesse die alte hingeschwundene Zeit ins Gedächtniß ruft, und uns ein süßes Vergnügen finden läßt in den von uns so fernen Epochen? Wenn die größten Idem diesem Andenken sich anheften, wenn es uns nochmals Thaten und Lugenden zeichnet, welche die Menschheit ehren, wenn es überdies einen unserer Weisen Zurückruft, der, indem er sich auf die Höhe des Wissens geschwungen, durch sein Genie und Talent die Fackel der civilisirtm Welt geworden, ist es dann zu verwundern, daß wir stolz auf feinen Ruhm und hingerissen von einem dauernden Gefühl der Bewunderung, suchen ihm näher zu rücken und daß wir eine unendliche Freude in dem Andenken dieses großen Mannes finden? Neun hundert Jahre sind nun seit Chas, j d a 1 Spr 0 r. abgelaufen, und noch heute ruft uns sein Name eine Epoche des literarischen Ruhmes und des edlen Glanzes zurück; Dank dem großen Glanze des Lichtes, welches er über sein Jahrhundert und über seine unermüdlichen Bestrebungen für das Wohl seines Volks zu verbreiten gewußt. Der Verfasser des Sefer ha-Kabbala <ed. Amst. p. 47) stellte ihn uns dar als den Begründer der neuhebräische Poesie in Spanien, und wirklich besitzen wir von ihm noch eine herrliche Ode an den König der Khasaren (vor seinem Briefe an diesem König in unfern Ausgaben). Diese Ode, eine der ersten Stücke einer Reimpoesre, ist auch außerdem akrostichisirt und bietet uns Namen und Vornamen dieses Dichters vollständig, nämlich: Chasda¥ Ben Isaak Ben'Esra Ben Sprot. Charisi nennt daher in seinem Tachkemom (e. 18. p. 37.) irrthümlich den ersten neuhebräischen Dichter in Spanien Isaak Ben Chasdai 'anstatt Chasdai Ben Isaak, wie wir aus Sefer Ha.-Kabbala und aus dem erwähnten Akrostich ersehen*).' — Chasdai ben Sprot ist, wie schon der berühmte Sylvestre de Sacy ' beobachtet hat (Abdallatkf p. 497), bei den Arabern unter dem Namen Chasdai ben Baschrut Israeli bekannt und ist vielleicht derselbe mit Chasdai -ben Jshak, welchen Jbn Abi-Osaiba (Geschichte der Aerzte o, 13 n. 59) unter den spanischen A'erztcn erwähnt. Wir sagen: vielleicht, weil der Name Chasdai bei dm Israeliten dieses Landes sehr gewöhnlich ist. Ihn Abi Osaiba selbst erwähnt noch andere zwei dieses Namens, nämlich Abul Fadhl Chasdai Len Jusuf ben Chasdai (bes. N. 51.) und Abu-Dschafar Jusuf ben Achmed Jbn-Chasdai (das. n. 52), der aus Spanien nach Egypten gc- *) Ein ähnlicher Jrthum begegnete dem Herausgeber der Relation (PEidac! le Danite 1834, wo für Notice sur Chasdai ben Isaac zusammengezogen wurde Notice sur Isaac Sprot.