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Der Orient · 1841-08-28 · 35 (28.8.1841) · p. Spalte 533-534

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
35 (28.8.1841)
Article
Das Glaubensbekenntniß der Zenobia, Fürstin von Palmyra
Date
1841-08-28
Page
Spalte 533-534 (sequence 3)
Language
German
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534 533 Das Glaubensbecenntrüß der Zenobia. nicht, daß die Worte Siheslre de Sacy's : (sur divers evenemeus de iJäsloire arabe avant Muhamed p> 596^ „Sott que celte reine f ut effeclivement Juive9 comme d'Alhcmase et iV untres auteurs ionl avance, soü qm par des vues politique s eile pro lege ai s e u l e m e n t les Jtiifs persecntes sous les emperenrs^ pour forlijier son pari en se les atlacfmnlgebilligt werden können; sie würden eher auf die Perser passen. Ich zweifle daran, ob der Krieg des Aurelian mit Zenobien das Verhältniß zwischen Römer und Perser ebenso wie zwischen Palmyrener und Perser geändert hat. Die Perser scheinen sich nicht mit Aurelian verbündet zu haben, wenn wir auch einen Perser 59 in dem Heere Aurelians finden z denn bald nach seinem Triumphzuge rüstet sich Aurelian zum Kriege gegen sie60 mb Vopiscus erzählt an derselben Stelle, daß der Kaiser zu derselben Zeit, in welcher er die Zenobia geschlagen, auch die Perser besiegt hätte. Freilich finden wir auch Geschenke61, die der Perseckönig dem Aurelian macht; Vopiskus erwähnt mehrere Umstände^, welche bedeuten könnten, daß die Perser sich mit den Palmyrenecn gegen Aurelian verbunden. Wahrscheinlicher scheint mir, daß die Perser ganz ruhig geblieben, da erstens ihrer nie bedeutend erwähnt wird, und zweitens ZenobLens Reich doch mehr aus römischen als persischen Besitzungen bestand. — Palastiner finden wir im Heer63 der Römer und sie entschieden den Sieg gegen Zenobien und eine schla- 59) Zos. 1, 56. 60) Vopisc. Aurel. 35. „Persis, quos quoque tempore qu.o Zenobla insuperavit, gloxiosissime jam viverat.4C 61) Vop. Aurel. 5. ec. 62) Merkwürdig ist Vopisc.. Aurel. 27 „Xobis auxilia Persarum non desunt5 quae jam spera'mus“. In diesen Worten scheint blos eine Drohung zu liegen, die nur den Aurelian zu schrecken beabsichtigt. Ebenso erobert er Cap. 28. persieos dracones. Aurelianus nennt sich nach diesem Siege Cap. 30^Parthicus! Man wird leicht sehen, daß alle diese Stellen sehr zweifelhaft sind, durch die Individualität des Erzählers. Persae werden mit unter den Gefangenen aufgezählt Cap. 33, die bei dem Triumph aufgeführt wurden, allein auch Axomstae, Eudaemones, Indi. etc. damit der Zug durch Aufzählung einer Reihe von Völkern desto glänzender erzählt werde. 63) Zos. 1, 52 „et Palaestini, fortissimi dubio procul ordines. Et qui venerant e palaestina praeter arma caetera ciavas atque fastes secum adferebant. “ 64) Zos. 1, 53. „IlcdcaGTwris zeig xoQvvag ned za (lOTtotia zolg cidrjQa f.ccl %ccKaa(5 tb&co gamöfisvoig £7tupeqovzcov o cog (.uxfoGza zrjg vUrjg £v f.i£Q£i ysvöfisvov äzsov.“ „Palaestinis vero clavarum et fastium ictus iis inferentibus, qui ferreis et aereis loricis se muniverant, id quod ex aliqua parte non parvam yiefcoriae caussam praebuit. " Stunden der Weihe v. Dr. Creizenach. gende Bestätigung mögen die Worte Mob. Mod's noch geben p> 20, „On Irouve des prenoms ei meine quelque noms Romains dam les inscriplions^ on y remarque^ quils ont rase en um droit le uom dUme per sonne odieuse anx Romains et qti'en dlautres endroits iis sembloient avoir acquierce ä la desf cation Romaine en donnant ä deux de leurs empereurs apres leur mort le Hl re de dien; cesl au lecieur ä juger _si ce fut purement par courloisie ei pur egards pour leurs amis ei alli es qiiils se conduisireut uinsi, on, si cela prouve> qiiils s' enleres sereut en effel ä la religion et d la politique Romaine, —~ Literarische Ueberfkchten. 29) IilLQ vzb Stunden der Weihe für israelitische C^ön'flrma'nden, in einer Reihe von Betrachtungen über die wesentlichsten Punkte der mosaischen Lehre, v. Dr. M. Creizenach, nebst einem Anhänge jüdischer Gedichte v. Theod. Creizenach. Franks. a.M. 1841. 8. VIU.u.S.152. Von Dr. W. Landau in Dresden. ' (Schluß.) Uns baucht doch, der Vers, hatte besser gethan, wenn er einmal den unseligen Einfall nicht unterdrücken konnte, das Kind mit gegenwärtig streitenden. Meinungen bekannt zu wachen, dasselbe lieber sprechen zu lassen: „Ich will mich nach den jetzt allgemein anerkannten und angewandten Formen richten und keine Neuerung annehmen, bis sie dieselbe Anerkennung genommen haben und von allen oder den meisten Volkslehrern gelehrt werden. Sehr fromm, und zugleich sehr bequem, streng heilig, und zugleich sanft und schmiegsam ist die Lehre vom Sabbate vorgetcagem An Paragr. 43. „der Sabbat", kann man förmlich ein Thermometer legen, um die bald zunehmenden bald abnehmenden Wärmegrade und die endlich eintretende Winterkalte daran wahrzunehmen. „Der Sabbat, heißt es, ist im Pentateuch und den Propheten aufs nachdrücklichste eingeschärft; er soll uns die Weltschöpfung und Regierung Gottes in Erinnerung rufen, soll uns von dem Gedanken durchdringen, daß wir alle .unter Gottes Lenkung und Obhut stehen, unser Vertrauen aus Gott beleben und beglückende Seelenruhe verleihen, hei der die täglichen Sorgen zurücktretm, die irdischen Angelegenheiten ihren Schein der höchsten Wichtigkeit verlieren, und die Sorge für das Heil unsrer unsterblichen Seele uns dafür desto lebhafter beschäftige. Seelenruhe ist der Zweck und als ein Mittel wird uns körperliche Ruhe empsoh- 35 *

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